Mrz 14, 2019
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Zehn Jahre Börsenrallye: Der Casino-Kapitalismus ist auf Treibsand gebaut

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Spätestens nach der Lehman-Pleite und der durch sie ausgelösten globalen Finanzkrise im Jahr 2008 gelobten Politiker, Wirtschaftsmedien und selbst manche Akteure des Casino-Kapitalismus Besserung. Die Entkoppelung der Finanzmärkte von der Realwirtschaft müsse ein Ende haben. Der Spekulation auf übermäßige Gewinne durch den massenhaften Verkauf von intransparenten Finanzprodukten sollte dadurch ein Ende gesetzt werden, dass etwaige Verluste von den Spekulanten selbst, nicht von den Steuerzahlern oder durch die Notenbanken übernommen werden. Die Paul Volcker-Formulierung „Too big to fail“ hatte damals kurzzeitig Konjunktur. Damit gemeint war die Warnung des legendären früheren US-Notenbankchefs vor der Existenz von zu großen Banken und Finanzmarktakteuren, die man aus Angst vor systemischen Ansteckungsgefahren nicht in Konkurs fallen lassen könne. Von Zerschlagung und Aufspaltung war die Rede, weil die Angst vor dem eigenen Totalverlust die schärfste Waffe gegen übermäßige Gier in einer marktwirtschaftlichen Ordnung darstelle.

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