Sep 16, 2019
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Wie der Iran auf Donald Trumps Entspannungssignale antwortet

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Raffinerie-Komplex in Khurais, Saudi-Arabien (Quelle: Planet Labs, CC BY-SA 4.0)

„In dem Drama von Gut und Böse, das Europäer im Nahen Osten gern sehen wollen, ist der Iran bisweilen der sympathische David, der dem amerikanischen Goliath und dessen arabischen Vasallen standhält. Der Angriff auf die saudischen Ölanlagen zeigt, warum dieses Bild nicht stimmt. Die Schwachen sind nicht schwach, die Starken sind nicht stark. Und zu Schadenfreude besteht kein Anlass.

Die jemenitischen Huthi-Rebellen, deren mutmaßlicher Angriff auf die saudische Raffinerie die weltweiten Ölmärkte verunsichert, sind ein Modellfall iranischer Großmachtpolitik. Indem Teheran Milizen wie diese fördert, kann das Land mit minimalem Investment fast überall in der Region enormes Chaos stiften und damit realen Druck ausüben. Die USA, die größte Militärmacht der Erde, sind machtlos gegen diese Taktik. Obwohl sie doch eigentlich ihrerseits ‚maximalen Druck‘ auf den Iran ausüben wollten. Das brachte Teheran nicht zum Einlenken im Atomstreit, und zuletzt scheint Donald Trump auf Entspannung gesetzt zu haben.

Dieses Entgegenkommen beantwortet Teheran nun offenkundig nicht mit Dankbarkeit, sondern mit umso größerer Härte.“ (Daniel-Dylan Böhmer, Welt Online: „Gegen diese Taktik sind die USA machtlos“)

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Artikel · Außenpolitik · Mena Watch

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