Dez 1, 2018
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Welchen Platz hat Auschwitz in der deutschen Identität?

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(www.conservo.wordpress.com)

Von Adrian F. Lauber *)

(Korrigierte Version des Artikels vom 27.11.2018)

Diese Frage stellt sich mir nicht zum ersten Mal, aber eine wenige Wochen zurückliegende Begegnung hat sie wieder hochkommen lassen.

Mit einer alten Bekannten habe ich alle möglichen politischen Themen durchgesprochen, aber in erster Linie die Selbstzerstörung Deutschlands und Westeuropas, den Import des Islam-Fundamentalismus und des Judenhasses, aber auch die jüngste deutsche Geschichte und in dem Zusammenhang stellte mein Gegenüber eine These auf, die mich nicht mehr loslässt.

Meine Bekannte sagte sinngemäß, eine politische Gemeinschaft brauche offenbar so etwas wie einen Gründungsmythos und selbst wenn die Gründung einer solchen Gemeinschaft historische Tatsache ist, wird sie gern mit Mythen und Legenden ausgeschmückt.

Aber das Nachkriegsdeutschland hat Auschwitz zu seinem Gründungsmythos erhoben und wenn das die Basis unseres ganzen Seins sein soll, könnte das auch erklären, wieso Deutschland schlussendlich den Weg der Selbstvernichtung gewählt hat. (Auf diese These gehe ich im weiteren Verlauf dieser Arbeit wieder ein.)

Und in der Tat: kein geringerer als der ehemalige Außenminister Joschka Fischer (Die Grünen) hat seinerzeit Auschwitz zum Gründungsmythos des heutigen Deutschland erklärt.1 Und ich denke, er ist nicht der einzige, der diese Auffassung vertritt.Wenn ich mir vorstelle, das wäre die Basis meines ganzen Seins, hätte ich auch das dringende Bedürfnis nach Selbstvernichtung.

I. Die Bedeutung des Holocaust

Klar ist eins: der Holocaust ist ein in mancherlei Hinsicht singuläres Verbrechen. Auschwitz war ein Zivilisationsbruch, ein Abgrund.

Gewiss ist es nicht der einzige Fall von Genozid. Vorher gab es den Völkermord an den christlichen Armeniern im Osmanischen Reich, nachher gab es den Genozid an den Tutsi in Ruanda und massive ethnische Säuberungen auf verschiedenen Schauplätzen in der Welt. Genozid an sich ist erst einmal kein singuläres Ereignis in der Menschheitsgeschichte.

Einzigartig am Holocaust ist zweierlei: erstens die bürokratisch-industrielle Präzision, mit der er ausgeführt wurde. So etwas hat es vorher oder nachher nie gegeben. Völkermord als logistisches Problem. Aufbau eines logistisch-bürokratisch-industriellen Apparats, der keinen anderen Zweck hatte als Menschenvernichtung, daran sind in dieser Form keine anderen Völkermörder der Geschichte herangekommen. Wobei die Rede von der „fabrikmäßigen“ oder industriellen Ermordung von Menschen nur einen Teil der Wahrheit wiedergibt. Der andere Teil sieht so aus, dass unzählige Juden auch erschlagen, erschossen, zu Tode gehungert, lebendig begraben, tot gefoltert oder in Gewaltmärschen zu Tode gebracht wurden.

Zweitens das Ziel, das die Nazis damit verfolgten. Der Holocaust war der grausige Höhe-punkt einer antisemitischen Tradition und zielte auf nichts geringeres als totale Extermination, auf Vernichtung jedes einzelnen Juden. Aber es ging in der Konsequenz um weitaus mehr:

Hitler und die Seinen wollten das eliminieren, was sie als den „jüdischen Geist“ in der Welt ausgemacht hatten, wie es Manfred Gerstenfeld ausdrückt.

Der „jüdische Geist“ – oder das, was die Nazis dafür hielten – hatte mit seiner – aus Sicht der Nazis – verderblichen Vorstellung von der Gleichheit der Menschen die ganze Welt verpestet.2 Aus ihrer Sicht steckte sowieso hinter allen Übeln dieser Welt eine Verschwörung des „internationalen Judentums.“ Die Juden waren für Hitler das personifizierte Böse, das alles durchdrang und alle die Welt bedrohenden Kräfte wie den Liberalismus, den Pazifismus und den Kommunismus erschaffen habe.

Aus Hitlers Sicht verhielt es sich so3: Träger allen geschichtlichen Geschehens waren für ihn Völker oder Rassen. Klassen, Religionen und – streng genommen – sogar Staaten spielten für ihn keine entscheidende Rolle. Für Hitler war Geschichte die „Darstellung des Verlaufs des Lebenskampfes eines Volkes.“ Der Staat ist in diesem Zusammenhang höchstens ein Mittel zum Zweck, diesen Lebenskampf zu führen und den „Rassenwert“ eines Volkes zu erhalten.

Bei Hitler las sich das so: „Politik ist die Kunst der Durchführung des Lebenskampfes eines Volkes um sein irdisches Dasein. Außenpolitik ist die Kunst, einem Volke den jeweils notwendigen Lebensraum in Größe und Güte zu sichern. Innenpolitik ist die Kunst, einem Volke den dafür notwendigen Machteinsatz in Form seines Rassenwertes und seiner Zahl zu erhalten.“

Und der permanente Lebenskampf, in dem sich die Völker laut Hitler befinden, läuft auf folgendes hinaus: Was der „aristokratische Grundgedanke der Natur wünscht, ist der Sieg des Stärkeren und die Vernichtung des Schwachen oder seine bedingungslose Unterwerfung.“

Letztendlich geht es darum, welches Volk sich als Vormacht aller anderen am Ende durchsetzt. „Jedes Wesen strebt nach Expansion und jedes Volk strebt nach Weltherrschaft.“, sagte Hitler am 13. November 1930.

Und hier mutiert Hitler fast schon zum Internationalisten, wenn er diese Erlangung von Weltherrschaft rechtfertigt. In Zukunft werde es die Menschheit nämlich mit Problemen zu tun bekommen, deren Bewältigung nur die „höchste Rasse“ wird lösen können, wenn sie über „die Mittel und Möglichkeiten eines ganzen Erdballs“ verfügt. (Überhaupt machen sich viele Menschen eine völlig falsche Vorstellung, wenn sie glauben, Hitler sei einfach nur ein Nationalist gewesen. Er lässt sich nicht so eindeutig in diese Kategorie einordnen, wie es scheint. Klar, einige Aspekte seiner Weltanschauung waren nationalistisch. Hitler war aber auch ein in mancherlei Hinsicht durchaus internationalistisch-modernistisch denkender Rassist. (Modernistisch deshalb, weil er und seine Gefolgsmänner sich mit ihrer Rassentheorie für voll auf der Höhe der Zeit, für auf dem aktuellsten Stand der Wissenschaft hielten.) Die Nation erscheint manchmal mehr wie ein Sprungbrett zur Verwirklichung weitaus höherer Ambitionen. Seine Rassenutopie hat, so scheint es mir, auch internationalistische Züge.)

Allerdings wirft Hitler mit einigen Begrifflichkeiten sehr großzügig um sich. Volk und Rasse, das wird nicht so genau abgegrenzt. So ist es nicht ganz klar, ob er als diejenigen, die zur Weltherrschaft berufen sind, speziell die Deutschen sieht oder alle so genannten „Arier.“ Auch nicht hundertprozentig klar ist, wer eigentlich alles als „Arier“ gilt. Alle germanischen Völker? Alle Weißen?

Warum ich das alles überhaupt erwähne, ist, weil es Voraussetzung dafür ist, wie Hitler seinen eliminatorischen Judenhass rationalisiert hat.

Laut Hitler kämpfen die Völker oder Rassen permanent um ihr Leben und um Vorherrschaft über andere, bis sich dann diejenige mit dem höchsten „Rassenwert“ durchsetzt. Parallel findet in Hitlers Vorstellungswelt aber noch ein ganz anderer Kampf statt. Der Kampf der Juden gegen alle anderen. Und in diesem Kampf geht es nicht nur um Macht und „Lebensraum“, sondern in einem ganz wörtlichen Sinne ums Überleben. Ein Kampf auf Leben und Tod.

Hitler schreibt über „den Juden“: „Sein Endziel ist (…) die Durcheinanderbastardisierung der anderen Völker, die Senkung des Rassenniveaus der Höchsten sowie die Beherrschung dieses Rassenbreies durch Ausrottung der völkischen Intelligenzen und deren Ersatz durch Angehörige des eigenen Volkes.“

Aus Hitlers Sicht haben die Juden den Liberalismus, den Pazifismus, den Kommunismus, überhaupt alles, was aus seiner Sicht schädlich war, geschaffen, um die Völker von innen zu zersetzen, ihre Wehrkraft auszusaugen und schlussendlich zu vernichten. Als was die Völker zersetzt, alles, was „international“ ist, ist für Hitler jüdisch. Diese Adjektive gebraucht er fast schon synonym.

Hitler spricht sogar von einem alles durchdringenden „jüdischen Staat“, der aber kein Staat im üblichen Sinne ist, sondern etwas, das „nie räumlich begrenzt“ war, ein weltumspannendes Netzwerk zur Beherrschung der Welt und zur Bekämpfung und Vernichtung der anderen.

 

Hitler schreibt: „Siegt der Jude mit Hilfe seines marxistischen Glaubensbekenntnisses über die Völker dieser Welt, dann wird seine Krone der Totenkranz der Menschheit sein, dann wird dieser Planet wieder wie einst vor Jahrmillionen menschenleer durch den Äther ziehen.“

 

Er gibt sich geradezu als Internationalist, Menschheitserlöser und -beglücker, wenn er sagt: „Indem ich mich des Juden erwehre, kämpfe ich für das Werk des Herrn.“

 

 

Dieser mörderische Irrsinn ist nicht ganz ohne Widersprüche. Wenn Hitler zum Beispiel behauptet, die Juden stürzen andere Völker in Kriege, fragt man sich unwillkürlich, warum er ihnen das eigentlich übel nimmt, wenn das so wäre. Laut Hitler sind doch die Völker sowieso dazu da, permanent um die Erhaltung ihres „Rassenwertes“ und um Vorherrschaft zu kämpfen. Das sind so die „ausgefransten Ränder der Hitlerschen Gedankenwelt“, wie Sebastian Haffner sie nannte.

 

Sebastian Haffner (1907-1999); viele seiner Bücher zur jüngsten deutschen Geschichte sind zeitlos gut geblieben

Hitler hat übrigens durchaus versucht, diesen Widerspruch aufzulösen. Seine Theorie sah so aus: gerade weil sie sich dem Kampf um Lebensraum und Vorherrschaft widmen müssen, müssen die anderen Völker oder Rassen zunächst einmal die Juden beseitigen. Denn die Juden zersetzen die anderen Völker von innen, mindern ihren „Rassenwert“, zerstören ihre Kampfmoral mit verderblichen Ideologien wie dem Pazifismus, dem Liberalismus, mit Humanitätsduselei, mit der Vorstellung von der Gleichwertigkeit von Menschenleben usw. Sie halten die „arischen“ Völker davon ab, sich ihrem eigentlichen Daseinszweck zu widmen.

 

Deswegen mussten sie weg. Bereits 1919 taucht bei dem damals dreißig Jahre jungen Hitler das Wort von der „Entfernung der Juden überhaupt“ auf.4 (In jenem Jahr taucht der junge Mann auch bei einem damals noch unbedeutenden Bierkeller-Verein, der Deutschen Arbeiterpartei (DAP), in München auf, die unter seiner Führung zur Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) werden wird.) Der Gedanke an Ausrottung muss sich über einen längeren Zeitraum entwickelt haben. Am 30. Januar 1939 drohte Hitler vor dem versammelten Reichstag explizit an, dass, wenn es „dem internationalen Finanzjudentum“ gelingen sollte, „die Völker noch einmal in einen Weltkrieg zu stürzen“, werde das Ergebnis „nicht die Bolschewisierung der Erde und damit der Sieg des Judentums sein, sondern die Vernichtung der jüdischen Rasse in Europa.“ Dafür gab es donnernden Applaus.5

Zeitweise wurde die Idee verfolgt, die „Judenfrage“ durch Auswanderung zu lösen, aber im Laufe des Krieges fiel endgültig die Entscheidung zum Genozid.

 

Auch das rationalisierten die Nazis im Einklang mit dem, was sich ihr Führer schon vorher zurechtgelegt hatte.

 

Aus Sicht der Nationalsozialisten war Deutschland nicht etwa derjenige, der den Zweiten Weltkrieg angefangen hatte, sondern Opfer einer jüdischen Verschwörung, die das Reich von allen Seiten eingekreist und in diesen Krieg gestürzt hatte. (Wie auch die Juden – aus Sicht der Nazis – natürlich schon den Ersten Weltkrieg zu verantworten hatten) Vor dem Hintergrund war es konsequent, dass Hitlers Drohung vom 30. Januar 1939 auch in die Tat umgesetzt wurde. In der wirren Wahrnehmung der Nazis ergab das alles Sinn.

 

Diese Wahnvorstellungen erwiesen sich als immun gegen jedwede Vernunft und jede Empirie und in der rechtsextremen Szene halten sich ja bis heute Mythen wie die „jüdische Kriegserklärung“ an Deutschland schon im Jahre 1933.6

 

Die Nazis vermochten sich auch die ungleiche, in mancherlei Hinsicht unnatürliche Allianz zwischen Westmächten und Sowjetunion gegen Deutschland nicht anders zu erklären als mit dem Wirken der jüdischen Weltverschwörer, die Deutschland nun vollends „eingekreist“ hatten.7 Dabei war es die Nazi-Führung selbst gewesen, die mit ihren Kriegen diese unnatürliche Allianz zustande gebracht hatte und zusammenhielt. Als der gemeinsame Feind Hitler dann verschwunden war, dauerte es auch nicht lange, bis diese seltsame Koalition implodierte und der Kalte Krieg zwischen Ost und West begann.

Die vollendete Einkreisung des Reiches durch den imaginierten Feind, der Deutschland in einen Weltkrieg hinein „gezwungen“ habe, diente denn auch zur Rationalisierung der Entscheidung zum Völkermord. „Der Weltkrieg ist da, die Vernichtung des Judentums muss die notwendige Folge sein.“, notierte Reichspropagandaminister Joseph Goebbels am 13. Dezember 1941 in sein Tagebuch.8

 

Und am 27. März 1942 schrieb er: An den Juden wird ein Strafgericht vollzogen, das zwar barbarisch ist, das sie aber vollauf verdient haben. (…) Man darf in diesen Dingen keine Sentimentalitäten obwalten lassen. Die Juden würden, wenn wir uns ihrer nicht erwehren würden, uns vernichten. Es ist ein Kampf auf Leben und Tod zwischen der arischen Rasse und dem jüdischen Bazillus. Keine andere Regierung, kein anderes Regime könnte die Kraft aufbringen, diese Frage generell zu lösen. Auch hier ist der Führer der unentwegte Vorkämpfer und Wortführer einer radikalen Lösung, die nach Lage der Dinge geboten ist und deshalb unausweichlich erscheint.“ 9

Der Reichsführer SS, Heinrich Himmler, hat in seinen Posener Reden die Durchführung des Genozids eingestanden und zu seiner Begründung am 4. Oktober 1943 gesagt:

„Ich meine jetzt die Judenevakuierung, die Ausrottung des jüdischen Volkes. Es gehört zu den Dingen, die man leicht ausspricht. – ‚Das jüdische Volk wird ausgerottet’, sagt ein jeder Parteigenosse‚ ‚ganz klar, steht in unserem Programm, Ausschaltung der Juden, Ausrottung, machen wir.’ (…) Von allen, die so reden, hat keiner zugesehen, keiner hat es durchgestanden. Von Euch werden die meisten wissen, was es heißt, wenn 100 Leichen beisammen liegen, wenn 500 daliegen oder wenn 1000 daliegen. Dies durchgehalten zu haben, und dabei – abgesehen von menschlichen Ausnahmeschwächen – anständig geblieben zu sein, das hat uns hart gemacht und ist ein niemals geschriebenes und niemals zu schreibendes Ruhmesblatt unserer Geschichte. (…) Wir würden wahrscheinlich jetzt in das Stadium des Jahres 1916/17 gekommen sein, wenn die Juden noch im deutschen Volkskörper säßen.“ 10

Die Juden hätten also Deutschland von innen heraus „zersetzt“, geschwächt und letztendlich zerstört, wenn man sich ihrer nicht entledigt hätte. Und „anständig geblieben“ ist die SS dabei auch noch!

Am 29. April 1945, einen Tag vor seinem Selbstmord, ließ Adolf Hitler sein politisches Testament aufzeichnen und beteuerte darin: „Es ist unwahr, dass ich oder irgendjemand anderer in Deutschland den Krieg im Jahre 1939 gewollt haben. Er wurde gewollt und angestiftet ausschliesslich von jenen internationalen Staatsmännern, die entweder jüdischer Herkunft waren oder für jüdische Interessen arbeiteten. (…) Es werden Jahrhunderte vergehen, aber aus den Ruinen unserer Städte und Kunstdenkmäler wird sich der Hass gegen das letzten Endes verantwortliche Volk immer wieder erneuern, dem wir das alles zu verdanken haben: dem internationalen Judentum und seinen Helfern. (…)

Ich habe aber auch keinen Zweifel darüber gelassen, dass, wenn die Völker Europas wieder

nur als Aktienpakete dieser internationalen Geld- und Finanzverschwörer angesehen werden, dann auch jenes Volk mit zur Verantwortung gezogen werden wird, das der eigentlich Schuldige an diesem mörderischen Ringen ist: Das Judentum! Ich habe weiter keinen darüber im Unklaren gelassen, dass dieses Mal nicht nur Millionen Kinder von Europäern der arischen Völker verhungern werden, nicht nur Millionen erwachsener Männer den Tod erleiden und nicht nur Hunderttausende an Frauen und Kindern in den Städten verbrannt und zu Tode bombardiert werden dürften, ohne dass der eigentlich Schuldige, wenn auch durch humanere Mittel, seine Schuld zu büssen hat. (…)“

 

Er bestimmte in seinem Testament eine neue Reichsregierung mit Großadmiral Dönitz als Reichspräsidenten und Goebbels als Reichskanzler. Dieser neuen Regierung gab er noch etwas mit auf den Weg: „Vor allem verpflichte ich die Führung der Nation und die Gefolgschaft zur peinlichen Einhaltung der Rassegesetze und zum unbarmherzigen

Widerstand gegen den Weltvergifter aller Völker, das internationale Judentum.“11

 

Führers Geburtstag, 20. April 1945: eine der letzten Foto-Aufnahmen zeigt Hitler – zehn Tage vor seinem Selbstmord – bei der Auszeichnung von Kämpfern der Berliner Hitler-Jugend, die in Volkssturm-Einheiten zusammengefasst worden waren

 

 

An allem waren die Juden schuld und nur zu seiner Selbstverteidigung hat Deutschland das getan, was es getan hat. Den Juden ist es laut Hitler recht geschehen, denn sie haben „gebüßt“ für das, was sie getan haben. Und der Kampf gegen sie muss weitergehen, denn er selbst hat ihn ja nicht vollenden können und wird ihn auch nicht vollenden können. Dass der Kampf verloren ist (aber eines Tages wieder aufgenommen werden soll), steht zu diesem Zeitpunkt für Hitler fest. Ebenso der Entschluss, sein Leben zu beenden. Am nächsten Tag ist es vorbei.

 

 

Kein anderer Völkermörder der Geschichte hat solche Ideen gehabt. Es ging nicht nur um die physische Vernichtung von Menschen, sondern um die totale Eliminierung einer ganzen – von Hitler und seinen Getreuen imaginierten – Geisteshaltung, letztendlich um eine „Reinigung“ der ganzen Welt von allem, was die Völker existenziell bedroht und sie, nebenbei bemerkt, davon abhält, sich ihrem eigentlichen Lebenszweck zu widmen.

 

Diese kranken Ideen sind der andere Faktor, der den Holocaust singulär macht. Ehe hier ein Missverständnis aufkommt: Die Feststellung der Singularität bedeutet dabei keineswegs, dass andere Genozide weniger zu verurteilen wären, dass die Leben der ermordeten Armenier und anderer Opfer von Völkermorden geringer gewesen wären. Nichts dergleichen.

 

Singulär war der Holocaust wegen der bürokratisch-industriellen Präzision, mit der er ausgeführt wurde, und aufgrund des Ziels, das damit verfolgt wurde. Ein solches „Weltreinigungsprogramm“, einen solchen Vernichtungsfeldzug nicht nur gegen die physische Existenz von Menschen, sondern gegen einen bestimmten „Geist“ dieser Menschen, wie die Nazis ihn sich vorstellten und von dem die Welt „befreit“ werden sollte, das finden wir bei keinem anderen Fall von Völkermord. Das ist – im schlimmsten Sinne des Wortes – einzigartig.

 

 

 

Gunnar Heinsohn argumentiert, den Nationalsozialisten sei es im Kern darum gegangen, die jüdische Ethik auszulöschen. Er schrieb vor Jahren:

 

„Hitler wollte die archaischen Stammespraktiken des Infantizids und der Völkervernichtung wiederherstellen und dafür das Volk des Tötungsverbotes der Zehn Gebote auslöschen. Bald nach dem Ersten Weltkrieg hatte er das Judentum als Verursacher für die ethische Überwindung dieser uralten Tötungssitten identifiziert. Die Niederlage des Deutschen Reiches im Krieg von 1914–18 schob er auf „religiöse Prinzipien“. Sie seien allein von deutscher Seite eingehalten worden, wodurch der Wille zum bedingungslosen Töten für den Sieg „zersetzt“ worden sei. (…)

 

Hitler selbst wollte keineswegs ein besonders rücksichtsloser Übertreter des jüdisch geschöpften Tötungsverbotes sein, sondern dessen kompromissloser Beseitiger. Aus dem Studium der Geschichte hatte er die Überzeugung gewonnen, dass vor Entstehung der jüdischen Ethik der Lebensheiligkeit und des Fremdenschutzes ganz andere Normen geherrscht hatten – die Stärkung nach innen durch Tötung behinderten Nachwuchses und die Unüberwindbarkeit nach außen durch Ausrottung und nicht nur Niederwerfung des Gegners. Diesen althergebrachten Tötungsrechten wollte er für eine globale Führungsrolle Deutschlands – und deshalb die Germanisierung Europas bis zum Ural – von neuem Geltung verschaffen. 100 Millionen Slawen sollten durch sofortige Tötung, Zwangsarbeit, „Umvolkung“ oder Deportation nach Sibirien eliminiert werden. Etwa 11 Millionen wurden bis Kriegsende getötet.

 

Der Beseitigung der Juden als Voraussetzung für die Ausmerzung der jüdischen Ethik war von Hitler mithin als Maßnahme zur Wiederherstellung eines Rechts auf Tötung aller internen „Schwächer“ und „Zersetzer“ sowie aller – vorzüglich jedoch slawischen – raumpolitischen Gegner gedacht. Sie erfolgte deshalb gleichzeitig mit der Eroberung östlichen Lebensraums. Dabei handelte es sich nicht wie bei den Feldzügen gegen Frankreich, Dänemark und Norwegen um reguläre Kriege, sondern um genozidale Tötungen unter dem Schutz der Wehrmacht.

 

In einer kalt-modernen Sprache könnte man sagen, dass Hitler die Hardware, die jüdischen Menschen, zerschmettern ließ, um die Software, das jüdische Programm der Lebensheiligkeit, aus dem deutschen Bewusstsein zu löschen.“ 12

 

 

Zu dieser These passt, dass Hitler ja unterstellte, Liberalismus und Pazifismus, ja, alles, was die Wehrkraft der Völker zersetzt, vor allem alles, was seiner Rassentheorie widerspricht und von der Gleichwertigkeit von Menschenleben ausgeht, sei von den Juden erfunden worden, um sie zu schwächen und ihren „Rassenwert“ zu mindern. Und dass der Gedanke der Lebensheiligkeit zur jüdischen und damit letztlich auch zur christlichen Tradition gehört, dass diese Tradition im diametralen Gegensatz zu Hitlers Vorstellung von der Welt steht, das ist evident. (Vom Christentum, das bekanntlich als jüdische Sekte angefangen hat, haben die Nazis ja auch nichts gehalten. Wäre alles nach ihnen gegangen, hätte die ganze Kultur völlig umgekrempelt und entchristianisiert werden müssen, jedenfalls die Kultur der Eliten des „Tausendjährigen Reiches.“ Bei der SS wurde das versucht, aber nur mit begrenztem Erfolg. So einfach ist es eben nicht, über Jahrhunderte gewachsene Strukturen auszulöschen.) Die Juden behindern den darwinistischen Überlebenskampf, den Hitler für den natürlichen Zustand der Völker hielt. Sie zerstören die anderen Völker von innen und werden letztendlich die ganze Menschheit vernichten, wenn man sich ihrer nicht erwehrt. Der gesamte „jüdische Geist“ muss aus der Welt geschafft werden und dann ist der Weg frei für den Kampf der Übrigen, an dessen Ende sich die Herrenrasse durchsetzen und die Welt zu ihrem eigenen Besten neu ordnen wird.

 

Hinrichtungen im Osten durch die Einsatzgruppe D im Jahr 1941

 

 

So krank, so absurd, so abartig das alles ist, das die Art, wie Hitler und seine Gefolgsmänner ihren Wahn rationalisierten.

 

 

 

  1. Der Hass, den man nicht sehen will

 

Ein Grund, warum ich die selbstherrliche Eloge des Historikers Eberhard Jäckel auf das Berliner Holocaust-Mahnmal („In anderen Ländern beneiden manche die Deutschen um dieses Denkmal. Wir können wieder aufrecht gehen, weil wir aufrichtig bewahren. Das ist der Sinn des Denkmals, und das feiern wir.“13) zum Kotzen finde, ist die Anmaßung, die mir daraus zu sprechen scheint.

 

Denkmal für die ermordeten Juden Europas (Wikipedia)

 

 

Es wirkt, als erteile ein Deutscher sich selbst und diesem Land so etwas wie eine Absolution. Klopft Euch auf die Schultern, Landsleute, wir gedenken so vorbildlich und damit ist es wieder gut.

 

Ich glaube nicht, dass Deutschen eine solche Selbstgerechtigkeit zusteht.

 

Was war, kann nicht wieder gut gemacht, nicht ungeschehen gemacht werden. Auch Entschädigungszahlungen an die Opfer, die überlebt haben, können nicht aufwiegen, was ihnen und denen, die nicht überlebt haben, angetan wurde.

 

Wenn überhaupt, dann sind nur Überlebende des Holocaust oder ihre Nachfahren in einer Position, zu sagen: Die, die damals noch Kinder waren oder noch nicht einmal gelebt haben, können nichts dafür, also fangen wir neu an. Wenn solche Leute das sagen (und ob sie das möchten, ist ihre ganz persönliche Entscheidung), ist das etwas anderes. Dann kann man dieses Angebot dankbar annehmen. Aber mit jeglicher Selbstbeweihräucherung über das angeblich so vorbildliche Lernen aus der Geschichte sollten wir uns zurückhalten. Manchmal ist es besser, einfach das Richtige zu tun und sich große Worte gänzlich zu sparen. Und am vorbildlichen Handeln fehlt es heute, wie wir noch sehen werden.

 

 

Dieses Kapitel deutscher Geschichte bleibt unauslöschlich Teil dieser Geschichte. Die Frage ist bloß, was man draus macht.

 

Ich behaupte: die Deutschen haben viel, viel, viel weniger gelernt, als sie sich selbst einreden.

 

Ich kann mich an meine Schulzeit recht gut erinnern und was ich sagen kann, ist, dass Antisemitismus immer nur im Zusammenhang mit Nazis ein Thema war. Und dann in aller Regel mit den historischen Nazis. Ganz, ganz wenige Male auch im Zusammenhang mit Neonazis. Ich kann mich an eine Episode erinnern, da ging ich noch auf das Gymnasium in Berlin, das ich später erfolgreich abgebrochen habe: ein Klassenkamerad von mir wurde vor unserem Schulgebäude antisemitisch beleidigt. Irgendwelche angebräunten Kerle hatten, wenn ich das richtig erinnere, gemeint, er sehe jüdisch aus (was immer das konkret bedeutete; das weiß ich nicht mehr) und deswegen wurden sie zudringlich. Mein Klassenkamerad war übrigens gar kein Jude. Ihm ist zum Glück nichts passiert, aber er war über dies Erlebnis sichtlich geschockt. Da kam es mal zu Bewusstsein, dass Antisemitismus nichts ist, was 1945 aus Deutschland verschwunden wäre.

 

 

Naiv wie ich mal war, glaubte ich früher auch, dass Antisemitismus nur noch in rechtsextremen Randgruppen ein Thema ist. Außerhalb von den Cliquen der springergestiefelten Neonazi-Glatzen habe ich ihn praktisch für nicht-existent gehalten.

 

Noch vor ca. fünf Jahren habe ich bezüglich des Antisemitismus Ansichten gehabt, die mir heute extrem peinlich sind und für die ich mir am liebsten selber in den Allerwertesten treten würde, wenn mir das anatomisch möglich wäre.

 

 

Was ich inzwischen über die verschiedensten Erscheinungsformen des Judenhasses auch von links und aus der Mitte weiß, das musste ich mir auf eigene Faust aneignen. Irgendeiner Schule verdanke ich diesbezüglich nichts, nicht das geringste.

 

 

Und je mehr ich mich damit beschäftige, desto mehr erhärtet sich der Verdacht, dass das ach so geschichtsbewusste Deutschland von bestimmten Formen des Judenhasses überhaupt nichts wissen will.

 

Der Antisemitismus von Nazis ist bequem. Er ist am leichtesten zu erkennen und vor allem sind sich vermutlich über 95 Prozent der Deutschen ganz schnell darüber einig, dass er abzulehnen und zu verurteilen ist. Schaut man sich die Ergebnisse der Bundestagswahlen seit Bestehen dieser Republik, seit 1949, an, kann man feststellen, dass die Stimmen für rechtsextreme Parteien wie die NPD, die DVU oder die REP zum Glück nie für die Überschreitung der Fünf-Prozent-Hürde ausgereicht haben.14 Wohl aber erzielten manche dieser Parteien in ein paar Bundesländern zeitweise bedenklich gute Ergebnisse. (Die NPD konnte 1968 mit 9,8 Prozent der Wählerstimmen in den Landtag von Baden-Württemberg einziehen, 2004 gelang ihr erstmals wieder der Einzug in ein Landesparlament, nämlich in Sachsen mit 9,2 Prozent. Die DVU war 1992 nach den Landtagswahlen drittstärkste Partei in Schleswig-Holstein, in Sachsen-Anhalt kam sie 1998 auf 12,9 Prozent. Allerdings wurde die DVU schließlich so schwach, dass sie sich mit der rechtextremen Schwester zusammentat. Zum 1. Januar 2011 fusionierten NPD und DVU zur „NPD – Die Volksunion“, die sich seit einer Weile wieder einfach nur NPD nennt.)

 

Übrigens räumt sogar die Bundeszentrale für politische Bildung ein, dass die größte heute bestehende rechtsextreme Organisation in Deutschland nicht etwa die NPD ist, sondern die türkischen Grauen Wölfe, die dem Diktator Recep Tayyip Erdoğan mit Begeisterung huldigen.15 Erdogan selbst hat bekanntlich ganz offen den so genannten Wolfsgruß gezeigt16 (wie auch das Rabia-Zeichen der Muslimbruderschaft17) und spätestens damit (durch seine Worte und Taten eigentlich auch schon vorher) unmissverständlich zu erkennen gegeben, wo er steht.

 

 

Weiter im Text:

 

Wenn also eine klare Mehrheit gegen einen bestimmten Extremismus ist und man keine Courage aufbringen muss, um couragiert zu sein, ist man doch gerne dabei, gell? Sich gegen den von rechts außen kommenden Antisemitismus zu positionieren, ist nicht wirklich viel verlangt. Er ist so vulgär, so offensichtlich, so widerwärtig, dass das den wenigsten schwer fallen dürfte, sofern sie nicht selber Neonazis sind.

 

 

Beim Antisemitismus von links und links außen und aus Teilen der Mitte ist das aber was ganz anderes und ich glaube, der Hauptgrund dafür, dass viele davon nichts wissen wollen, ist der, dass eine Menge Leute mit sehr unangenehmen Dingen konfrontiert werden müssten. Eine Menge Leute müssten sich dann der Erkenntnis stellen, dass der Antisemitismus in deutlich stärkerem Ausmaß heute in dieser Gesellschaft präsent ist und dass er deutlich vielgestaltiger ist, als man es wahrhaben will, und viele, die auf Nachfrage vehement abstreiten würden, irgendwelche Ressentiments dieser Art zu hegen, müssten sich selbst einige sehr schmerzhafte Fragen stellen.

 

Erst recht schmerzhaft könnte es sein, die Moralität der grenzenlosen Einwanderung aus der islamischen Welt in Zweifel zu ziehen. So viele Menschen in diesem Land scheinen nur noch daraus ihr Selbstwertgefühl zu beziehen. Sie hassen sich selbst und Deutschland so sehr, dass sie diese Migrationswelle brauchen, um endlich das verhasste Land bis zur Unkenntlichkeit zu verändern und etwas zu haben, worauf sie stolz sein können. Ihre eingebildete moralische Überlegenheit. Plötzlich erkennen zu müssen, dass diese Masseneinwanderung auch den Massenimport von Judenhass bedeutet, der in der islamischen Welt endemisch ist18, dass in anderen sich islamisierenden Ländern wie Schweden und Frankreich Juden seit Jahren terrorisiert werden und das Weite suchen, das kann verdammt wehtun … Die ganze schöne Illusion von der moralischen Unanfechtbarkeit dieses Unternehmens löst sich im Nichts auf.

 

 

 

Da ist es doch viel angenehmer, sich selbst zu suggerieren, man sei über jeden Zweifel erhaben und nur die Neonazis trügen das Übel des wahnhaften Judenhasses in sich. Alle anderen sind darüber erhaben und die illegale Masseneinwanderung, aus der wir heute unser moralisches Selbstwertgefühl beziehen, ist in jederlei Hinsicht bereichernd, sie bringt keinerlei gefährliche Weltanschauungen mit, überhaupt nicht. Inchalla und Allahu Akbar!

 

 

 

Der Judenhass in der islamischen Welt, der sich auch in Europa ausbreitet, dürfte die heute radikalste und gewalttätigste Form des Antisemitismus sein. Er ist ein Gemisch aus der im Islam selbst angelegten Judenfeindschaft, die mit dem Wiederaufleben des Fundamentalismus neu entfacht und radikalisiert und mit dem aus Europa übernommenen antisemitischen Gedankengut vermengt wurde. So hielten die Wahnvorstellungen von Juden als diabolische Weltverschwörer und „kosmische Quelle des Bösen“ auch in diesem Kulturkreis Einzug.19 Erst förderten die Nazis die Ausbreitung dieser Ideen in der Region20, später die Sowjetunion.21

 

Der Politikwissenschaftler und Islamologe Bassam Tibi nimmt eine interessante und richtige Differenzierung vor, nämlich zwischen Judenhass und modernem Antisemitismus.22 Judenhass gab es im Islam von Anfang an, Juden als Verfälscher der göttlichen Wahrheit, als Lügner und Betrüger, das alles finden wir in den Lehren des Propheten und seiner Erben. Juden waren – wie Christen – nur als „Dhimmis“, Menschen zweiter Klasse unter islamischer Oberhoheit, geduldet. Die islamische Welt war durchaus fruchtbarer Boden für die modernen Wahnideen, die später hinzu kamen. Dieser Wahn ist der Antisemitismus, der nicht einfach nur Hass auf Juden ist oder nur Vorurteile gegen Juden. (Ich drücke mich jetzt wahrscheinlich schlecht aus, aber ich meine das nicht als Verharmlosung. Auch der vormoderne, religiöse Judenhass hat immer wieder zu Gewalt, Mord, Pogromen geführt!) Antisemitismus ist ein „neuzeitlicher Totalitarismus“, wie Tibi ihn nennt. Das stimmt. Er ist totalitär, weil er den Anspruch hat, die ganze Gesellschaft, eigentlich sogar die ganze Welt, zu durchdringen und – zu ihrem eigenen „Besten“ natürlich – aufzuwecken und umerziehen, damit sie erkennt, von welchem Übel sie „befallen“ ist, und schlussendlich dieses Übel ausmerzt. Dieser moderne Totalitarismus, der in den Juden die Quelle so ziemlich aller Übel dieser Welt sieht, die bekämpft und nach Möglichkeit für immer beseitigt werden muss, kam aus Europa in die islamische Welt. Wie schnell sich dieser mörderische Irrsinn ausgebreitet hat, deutet aber darauf hin, dass sehr viele auch aufgrund der schon im Islam angelegten Judenfeindschaft dafür empfänglich gewesen sind. Den heutigen islamischen Fundamentalismus – Tibi nennt ihn Islamismus, was ich nicht so gern tue, weil er meines Erachtens verschleiert, dass die Probleme in der islamischen Lehre selbst liegen – nennt Tibi den „antisemitischen Totalitarismus des 21. Jahrhunderts.“

 

Bassam Tibi (Wikipedia)

 

 

Heute ist moderner Antisemitismus integraler Bestandteil der politischen Kultur in der islamischen Welt. Die berüchtigten „Protokolle der Weisen von Zion“ und „Mein Kampf“ verkaufen sich gut23 und wenn man als Deutscher in dieser Region unterwegs ist, kann es passieren, dass man mit Wärme und Begeisterung auf einen gewissen Herrn Abu Ali und seine Taten angesprochen wird. Ehe man sich deswegen geschmeichelt fühlt, sollte man lieber wissen, dass Abu Ali ein Ehrenname und damit Adolf Hitler gemeint ist, der von vielen dafür bewundert wird, was er getan hat.24

 

Dieses grausige, islamo-faschistische Hassgebräu kam mit der islamischen Masseneinwanderung auch nach Europa und dort wo der Islam durch zahlenmäßige Stärke Macht bekommt, da dauert es nicht mehr lange, bis es – wieder einmal – in Europa heißt: Juden sind hier nicht erwünscht.

 

In anderen sich islamisierenden Ländern wie Schweden25 und Frankreich26 werden Juden seit Jahren nicht nur, aber eben zu einem großen Teil von radikalen Muslimen terrorisiert und suchen das Weite. Entweder fliehen sie innerhalb dieser Länder woandershin oder sie kehren ihnen und Europa für immer den Rücken. Die deutsche Politik tut mit der grenzenlosen Einwanderung von mehr und mehr Menschen aus dem islamischen Kulturkreis gerade alles dafür, dass es auch hier passieren wird. Und ausgerechnet die Hauptverantwortliche, Angela Merkel, besitzt die bodenlose Frechheit, am 80. Jahrestag der „Reichskristallnacht“ vor dem zunehmenden Judenhass in Deutschland zu warnen.27 Dass ausgerechnet sie es wagt, sich an diesem Tag hinzustellen und so etwas zu sagen! Woher nimmt diese Person ihre Chuzpe?! Wie kann sie morgens noch in den Spiegel schauen?!

 

Michael Klonovsky kommentierte auf seinem Blog (Acta diurna): „Zum Jahrestag der „Kristallnacht“ warnt die Kanzlerin, also jene europäische Politikerin, die sich mit ihrer Politik der sturheil offengehaltenen Grenzen und gleichzeitiger u.a. via Selfie ausgesendeter Lockrufe als nicht ganz unbedeutende Antisemitenimportspediteurin hervorgetan hat, vor dem wachsenden Antisemitismus in Deutschland – und niemand lacht sie aus. Direkt unter dem Artikel über Merkels Auftritt meldet die online-Ausgabe der FAZ, dass es in Frankreich in den ersten neun Monaten dieses Jahres „fast 70 Prozent mehr antisemitische Übergriffe“ gegeben habe, „auch 80 Jahre nach der Reichspogromnacht“.“28

 

Das Innere der Synagoge in der Berliner Fasanenstraße nach der so genannten Kristallnacht

 

 

Aber es wäre reichlich verlogen, nur auf radikale Muslime zu zeigen. Der Judenhass ist nicht 1945 aus der deutschen Gesellschaft verschwunden, auch nicht aus den Gesellschaften unserer Nachbarländer. Der Judenhass ist 2.000 Jahre alt, er führt ein zähes Leben und ist flexibel. Er ist wandelbar.

 

Der Nazi-Antisemitismus ist unter autochthonen Deutschen heute – Gott sei Dank – nur ein Minderheitenphänomen. Damit lässt sich keine Massengefolgschaft mehr mobilisieren.

 

 

Viel, viel, viel gefährlicher ist heute etwas ganz anderes. Ein Großteil der Deutschen hat sich als unfähig oder unwillig erwiesen, mit der schrecklichen NS-Vergangenheit rational und vernünftig umzugehen – und das mit schrecklichen Folgen.

 

Die Vorschatten dieser Entwicklung hätte man früh erkennen können, schon in der Zeit der Achtundsechziger Revolution, mit der wir uns kürzlich beschäftigt haben. Schon damals wurde etwas erkennbar, dessen Existenz erst Jahrzehnte später in seiner Tragweite langsam mal zur Kenntnis genommen wird.

 

Schon in der Zeit von 68 wurde deutlich, dass es einen Antisemitismus nicht trotz, sondern wegen Auschwitz gibt. Schon damals finden wir bei Judenhassern wie Dieter Kunzelmann (Tupamaros West-Berlin) und Ulrike Meinhof (RAF) das unbändige Bedürfnis des Aufrechnens der Taten der Deutschen im Dritten Reich gegen die Taten der noch lebenden Juden. Wir finden das Wehklagen über den „Judenknacks“, der die armen Deutschen nicht mehr loslässt und sie zu willenlosen Dienern derjenigen macht, die aus Sicht dieser fanatischen Ideologen die neuen Nazis sind: die Juden im Nahen Osten, in Israel. Schon damals geht es los. Für die besonders Radikalen unter den Berufsrevolutionären stand die Auslöschung von Schuld und Scham offenbar im Zentrum ihres Bestrebens und fundamental dafür war die Verteufelung des einen jüdischen Staates der Welt. Für sie war ganz klar: Israel will die palästinensischen Araber ausrotten, Mosche Dajan ist die jüdische Ausgabe Heinrich Himmlers und die Deutschen müssen abschütteln, was war, um sich gegen die neuen Nazis erheben zu können.29

 

Das waren lupenreine Projektionen, nichts weiter.

 

Es hat sich gezeigt, dass ein großer Teil der deutschen Gesellschaft für dieses Bedürfnis nach Schuldabwehr durch Projektion empfänglich ist. Bei Meinungsumfragen in der jüngsten Vergangenheit waren es jeweils zwischen 20 und 40 Prozent, die behaupteten, der jüdische Staat mache mit den palästinensischen Arabern im Prinzip dasselbe wie die Nazis mit den Juden.30 Zur Zeit der Zweiten Intifada beschuldigte kein geringerer als der ehemalige Bundesarbeitsminister Norbert Blüm (CDU) Israel, einen „Vernichtungskrieg“ zu führen und „blindwütige Rache“ zu üben.31 Damit befand er sich in bester Gesellschaft, denn laut einer zwei Jahre später veröffentlichten Umfrage des Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung der Universität Bielefeld sahen es 68,3 Prozent (!) der befragten Deutschen genauso. 51,2 Prozent meinten, die Israelis machten mit den Palästinensern dasselbe wie das Dritte Reich mit den Juden.32 Auch das war nichts anderes als eine Projektion: eine Projektion der Vernichtungskriege, die Deutschland in Osteuropa geführt hatte, und des Holocaust in die jüdisch-israelische Gegenwart.

 

Die Zweite Intifada hatten der Palästinenserführer Jassir Arafat und seine Getreuen vom Zaun gebrochen, obwohl ihm wenige Wochen zuvor die Gründung eines Staates Palästina angeboten worden und ihm der israelische Premier Ehud Barak weit entgegen gekommen war. Doch Arafat wollte über nichts verhandeln, lehnte ab und entschied sich für Krieg, obwohl er Yitzhak Rabin schriftlich zugesagt hatte, Terror als Mittel der Politik zu entsagen. Wie man heute weiß, war das alles nur ein Schwindel.33 Doch die Deutschen nahmen es den Juden erkennbar übel, sich zu wehren. Wenn sie sich einfach hätten messern oder in die Luft sprengen lassen, hätte ja keiner was gesagt. Aber als die Israelis sich wehrten, brach der geballte Zorn der Gerechtigkeit aus den vorbildlichen Deutschen nur so heraus. Viele Unwahrheiten wurden über Israels Kampf verbreitet, zum Beispiel über ein angebliches „Massaker“ an Zivilisten in Dschenin – zum Teil wurden Behauptungen schlichtweg von der palästinensischen Führung abgeschrieben.34 Natürlich hat es unschuldige Opfer gegeben. Aber keinen „Vernichtungskrieg.“35

 

Nach einem Bombenanschlag auf einen Bus in Haifa 2003 (Wikipedia)

 

 

Aber Ideologen sind durch Fakten nicht zur Besinnung zu bringen. Ein Ken Jebsen, dessen YouTube-Kanal viele Fans und aktuell über 227.000 Abonnenten hat, behauptet in Videos wie „Zionistischer Rassismus“, „Die deutsch-israelische Freundschaft“ und „Kai-Roh!“ steif und fest, dass erstens mal sowieso die jüdische Idee vom „auserwählten Volk“ im Wesentlichen dasselbe sei wie die Herrenmenschideologie der Nazis und dass ein Ausrottungskampf gegen die Palästinenser stattfinde. Außerdem ist Israel natürlich der ständige Aggressor der Region.36

 

Was „auserwähltes Volk“ konkret heißt, scheint er nicht zu wissen oder er will es nicht wissen.37

 

Dass die arabischen Nachbarn von Anfang an den Staat der Juden auslöschen wollten und ihn bereits Stunden nach seiner Gründung zwecks Vernichtung überfallen haben, will er wohl auch nicht wissen. Dass Israel 1967 und 1973 wieder um seine Existenz kämpfen musste, auch nicht. Dass die arabischen Staaten nach dem verlorenen Sechstagekrieg Frieden mit Israel kategorisch ausgeschlossen haben, auch nicht. Dass die Fatah und die PLO von Anfang an keine Koexistenz, sondern Israels Zerstörung wollten, auch nicht. Dass sich das bis heute offenbar nicht geändert hat, auch nicht. Dass die Hamas noch offenherziger nicht nur die Zerstörung Israels, sondern die Ermordung aller Juden fordert und seit Jahren immer wieder Raketen auf Israel feuert, auch nicht. Dass Israel inzwischen mehrfach die Gründung eines Staates Palästina angeboten hat, aber abgewiesen worden ist, erst recht nicht.

 

 

In den Jahrzehnten zwischen 1948 und 2007 wurden vor allem in Verteidigungskriegen und bei der Terrorabwehr ca. 35.000 Araber von Israelis getötet. (Und ca. 16.000 Israelis von ihren Feinden) Die Opfer des Israel-Palästina-Konflikts machen 0,06 Prozent (!) aller Opfer von politischer Gewalt im 20. Jahrhundert aus, wenn man folgende Zahl zugrunde legt: Im letzten Jahrhundert starben – ohne die beiden Weltkriege! – ca. 85 Millionen Menschen durch politische Gewalt. Was die muslimischen Opfer anbelangt, ist festzustellen: rund 90 Prozent dieser Muslime starben durch die Hand ihrer Glaubensbrüder. Laut Nachforschungen von Gunnar Heinsohn und Daniel Pipes starb einer von 315 Muslimen, die durch politische Gewalt zu Tode kamen, im Israel-Palästina-Konflikt.38

 

Heinsohn bilanzierte im Jahr 2016: „Unter den bewaffneten Auseinandersetzungen seit 1948 mit mehr als 10.000 Toten liegen die Kriege arabischer Staaten gegen Israel auf Platz 50. Betrachtet man lediglich den israelisch-palästinensischen Konflikt der Jahre 1948 bis 2016 ergibt sich Rang 72.“39

 

Gunnar Heinsohn (Wikipedia)

 

 

Die palästinensischen Araber zählen zu den am schnellsten wachsenden Populationen der Welt. 1998 lebten im Westjordanland, Gaza und Ost-Jerusalem ca. 2,89 Millionen Menschen. 2008 waren es schon 3,76 Millionen.40 Die Bevölkerung Gazas und des Westjordanlandes wird, wenn es so weitergeht, bis 2050 auf 9,5 Millionen steigen.41 In Israel selbst gab es nach dem Unabhängigkeitskrieg 125.000 Araber (bei einer Gesamtbevölkerung von 800.000). Heute gibt es rund 8,7 Millionen Israelis, davon 1,8 Millionen Araber, die Staatsbürger mit denselben Rechten sind wie die jüdische Mehrheit.42

 

Eine Sensation: der erste „Genozid“ der Weltgeschichte, bei dem eine Population nicht dezimiert oder eliminiert, sondern vergrößert wird! Das sollten Soziologen, Historiker, Politologen, Militärs, Ethnologen dringend mal erforschen. Da bedarf es einer groß angelegten interdisziplinären Anstrengung, um ein solches Wunder zu ergründen.

 

 

Aber die Gutmensch- oder Schuldabwehr-Antisemiten interessiert das einen feuchten Kehricht. Sie brauchen die Wahnvorstellung von Israel als neuem Dritten Reich und Völkermörder, weil sie nur so die NS-Vergangenheit aushalten. Wenn die, an denen Deutschland sich so furchtbar versündigt hat, heute anderen dasselbe antun, ist das eine große Erleichterung für manche. Man fühlt sich nicht mehr so schuldig, weil man „quitt“ ist. Außerdem kann man sich über andere erheben und nun mal denen, die im Gegensatz zu uns Vorbildlichen nichts aus Auschwitz gelernt haben, zeigen, was ‘ne Harke ist. Wolfgang Porth kommentierte sarkastisch: Die Erben der Täter sind nun die Bewährungshelfer, die aufpassen, dass die Opfer nicht rückfällig werden. Judenfeindliche Ressentiments sind auch nicht zu übersehen: es gehört ja was dazu, Menschen zu unterstellen, dass sie so eiskalt und diabolisch sind, dass sie anderen dasselbe antun, wie ihnen von den Nazis angetan wurde.

 

 

 

Darüber hinaus ist dank der massiven Hilfsgeldzahlungen aus dem Ausland der Lebensstandard der palästinensischen Araber deutlich höher als der der meisten anderen Araber. Allein bis 2002 bekam Otto-Normal-Palästinenser pro Kopf im Schnitt mehr als das Vierfache dessen, was die Westeuropäer nach dem Zweiten Weltkrieg im Rahmen des Marshallplans pro Kopf an Wiederaufbauhilfe erhielten.43

 

Man kann nur ahnen, was mit den vielen Milliarden von Dollars für sinnvolle Dinge hätten angestellt werden können, wenn die palästinensische Führung nicht den Großteil davon in die Indoktrinierung zum Hass und in ihren antijüdischen Krieg investieren würde … Im Juli 2017 kam zum Beispiel heraus, dass die „moderate“ und „friedensbereite“ Palästinensische Autonomiebehörde aktuell rund 344 Millionen Dollar für inhaftierte Terroristen, die Anschläge auf Israelis begangen haben, und ihre Familien ausgibt. Das entspricht ungefähr der Hälfte der internationalen Hilfsgelder, die die PA zur Zeit bezieht.44 Sie entlohnt die „Märtyrer“ und ihre Familien und benennt Straßen, Schulen und Plätze nach ihnen.45

 

In Gaza herrscht indessen die radikal-islamische Hamas, die in ihrer Charta die Vernichtung Israels und die Tötung aller Juden fordert46 und die seit Jahren immer weiter Raketen und Granaten auf Israel abfeuert. In den letzten Monaten kamen Stürme auf die Grenze (der so genannte „Marsch der Rückkehr“), Feuerdrachen und Feuerballons hinzu.47 Hamas-Premier Yayha Sinwar hat vor einigen Monaten verkündet: „Wir werden die Grenzen einreißen, wir werden ihre Herzen herausreißen und wir werden in Jerusalem beten.“48

 

Yahya Sinwar (Mitte) und Hamas-Politbürochef Ismail Haniyeh (links) mit Kampfgenossen (MENA Watch)

 

 

Die Organisation hat Geld, sie hat viel Geld, vor allem dank ihrer Sponsoren im Iran und im Emirat Katar. Indessen herrscht im Gazastreifen vor allem unter jungen Leuten eine erschreckend hohe Arbeitslosigkeit und dank der Hamas-Herrschaft auch keinerlei Aussicht darauf, dass es besser wird. Doch statt das Los der Menschen zu verbessern, steckt die Hamas pro Jahr im Schnitt – umgerechnet – ca. 130 Millionen Dollar in ihren Anti-Israel-Krieg, statt sich um die Instandsetzung der Infrastruktur, um Arbeitsplätze, um Energieversorgung, kurz gesagt: um die Lebensqualität der Gazaner, zu kümmern.49 Denn dass es den Menschen in Gaza, die praktisch Geiseln der Hamas sind, schlecht geht, daran besteht kein Zweifel.

 

Allerdings nicht so, wie sich das ein Jürgen Todenhöfer vorstellt, der allen Ernstes behauptet hat, Gaza sei ein – ich zitiere – „Konzentrationslager.“50 Wenn laut WHO in Gaza mehr Menschen über- als untergewichtig sind, wenn die Kindersterblichkeit geringer ist als in über hundert anderen Ländern und wenn über 90 Prozent der Einwohner alphabetisiert sind (mehr als beispielsweise in Saudi-Arabien oder in Mexiko), muss man schon eine große Portion Phantasie aufbringen, um hier die Zustände von KZs im Dritten Reich wiederzuerkennen.51 Auch hier handelt es sich um eine lupenreine Projektion.

 

Strand in Gaza-Stadt; laut Todenhöfer und anderen sieht so ein KZ aus (Getty Images)

 

 

Manche gehen nicht ganz so weit wie Todenhöfer, schwadronieren dafür aber von Belagerung und Blockade, die die gnadenlosen Israelis gegen den Gazastreifen durchführen. Tatsache ist indessen: Vor der Machtübernahme der Hamas (2007) fuhren monatlich 10.400 LKWs mit Hilfsgütern aus Israel nach Gaza. Bis zum Jahr 2016 erhöhten sich diese Fahrten auf 14.460 pro Monat. Israels so genannte „Blockade“ ist, wie man sieht, durchlässig. Allerdings wird kontrolliert, welche Güter in den Gazastreifen gelassen werden und welche nicht, weil keine Waffen zur Hamas gelangen sollen.52 (Der Erfolg hält sich in Grenzen, wie man sieht. Die Hamas und der Islamische Dschihad sind nach wie vor gut gerüstet.)

 

Auch jetzt, da die Hamas Israel wieder massiv unter Beschuss genommen hat, wurden weiter Waren nach Gaza geliefert.53 Was sind diese Israelis für Unmenschen!

 

 

Es sieht nichts nach Besserung aus. Wie sollte es auch? Der Fanatismus und der eliminatorische Hass der Hamas kennen keine Grenzen. Allein zwischen 2001 und 2014 wurden aus Gaza rund 11.000 Raketen auf Israel abgefeuert.54

 

Aber deutsche (zum Teil auch österreichische) Medien bringen nur dann Schlagzeilen, wenn Israel es wagt, sich zu wehren, und deuten es mal mehr, mal weniger subtil zum Aggressor um.55 Das Feuer der Hamas kommt unter „ferner liefen.“ Daran hat sich heute auch nichts geändert.56 Es tut einfach zu gut, Israel zu verteufeln. Die Beschäftigung mit gewissen Realitäten würde dabei nur stören. Je schlimmer Israel erscheint, desto wohler ist dem deutschen Schuldabwehrkämpfer.

 

Die sind sich ihrer verzerrten Wahrnehmung oftmals überhaupt nicht bewusst und wehren sich mit dem empörten Ausruf: „Man wird ja wohl Israel kritisieren dürfen!“ Ja, darf man. Aber das ist ein alter Hut.

 

 

 

III. Kritikverbot? Uneingeschränkte Solidarität? Wo? Wann?

 

Der Mythos, dass man Israel nicht kritisieren dürfe, hält sich vermutlich schon seit Bestehen der Republik. Immer wieder bekommt man zu hören, man würde sofort mit der Antisemitismus-Keule zum Schweigen gebracht. Dabei wurde das durch ausführliche Studien umfassend widerlegt. Man lese die Untersuchungen von Monika Schwarz-Friesel57, von Anatol Stefanowitsch58 oder die Erfahrungsberichte des ehemaligen AP-Reporters Matti Friedman.59

 

Wenige Länder werden so oft kritisiert und so oft verzerrt dargestellt wie Israel in deutschen Medien. Zu nennen sind vor allem der „Spiegel“60 und die „Süddeutsche“61, aber auch andere Organe des Mainstreams.

 

Spiegel-Titelseiten im Laufe der Jahrzehnte

(Fundstelle: Lizas Welt; siehe auch Spiegel Online)

 

 

Ein besonders bizarres Beispiel lieferte die Hamburger Morgenpost ab, die in ihrer Ausgabe vom 10.3.2017 unter dem Titel „Die sieben durchgeknalltesten Führer der Welt“ den israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu, den Regierungschef der einzigen Demokratie im Nahen Osten, in eine Liga mit Nordkoreas Diktator Kim Jong-Un, Irans Oberstem Führer Ali Khamenei, Zimbabwes Diktator Robert Mugabe und anderen Gewaltherrschern der Gegenwart stellte.62 Abgesehen davon enthielt der Artikel die glatte Lüge, Netanjahu weigere sich, eine Zwei-Staaten-Lösung Israel/Palästina zu akzeptieren. Er hatte schon 2009 seine Akzeptanz einer solchen Lösung erklärt und später bekräftigt. Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hat eine solche Lösung 2008 abgelehnt, als Netanjahus Vorgänger Ehud Olmert sie – mit sehr weit reichenden Konzessionen – angeboten hat und er hat 2014 und 2016 entsprechende Vermittlungsversuche der Amerikaner zurückgewiesen. Ein Gipfeltreffen mit Netanjahu, direkte Verhandlungen mit Netanjahu will er auch nicht. Für die Mopo ist darüber hinaus Netanjahu der Aggressor im „Dauer-Zoff“ mit dem Iran. Demselben Iran, der der größte Staatssponsor des Terrorismus ist und Israel ausradieren will, was sein Führer Khamenei auch ständig in aller Deutlichkeit kundtut.

 

Dieses Bild, das der Künstler keineswegs mit einer solchen Botschaft verbunden sehen wollte, wurde von der Süddeutschen Zeitung am 2.7.2013 abgedruckt und zwar mit folgendem Untertitel: „Deutschland serviert. Seit Jahrzehnten wird Israel, teils umsonst, mit Waffen versorgt. Israels Feinde halten das Land für einen gefräßigen Moloch. Peter Beinart beklagt, dass es dazu gekommen ist.“

 

 

In einigen alternativen Medien ist Israel sowieso eins der liebsten Feindbilder. Siehe zum Beispiel Ken Jebsen / KenFM. (Aber auch im Ausland gibt es viele, in denen Israel aus Prinzip der Buhmann ist oder in denen es zumindest regelmäßig verzerrte, fragwürdige Darstellungen gibt.63)

 

In den Medien wird auch berechtigte Kritik geübt, kein Zweifel, aber sehr viel öfter wird die Realität verzerrt.

 

Trotzdem beharren viele unbeirrbar darauf, man könne ja gar nichts sagen, wenn’s um Israel geht. Vermutlich steckt bei vielen auch ein antisemitisches Ressentiment mit drin, wenn sie sich durch noch so viele Fakten davon nicht abbringen lassen. Die alte Vorstellung, die Juden beherrschen die Welt, manipulieren uns und bringen alle zum Schweigen, die es wagen, einen Pieps dagegen zu sagen.

 

 

Eng verbunden mit dem Irrglauben, Kritik an Israel wäre tabuisiert, ist die Vorstellung, gerade deswegen tanze Deutschland und tanzen vor allem die USA nach Israels Pfeife. Auch hier drin steckt natürlich die alte Vorstellung vom bösen jüdischen Strippenzieher. Auch das hält einer Überprüfung nicht stand:

 

Die DDR können wir in dieser Hinsicht sowieso abhaken, denn die war – brav dem Beispiel des Großen Bruders Moskau folgend – stramm antizionistisch und unterstützte den Krieg gegen den jüdischen Staat. Die DDR kooperierte mit der terroristischen PLO, empfing ihren Anführer Jassir Arafat freundlich in Ost-Berlin und belieferte die Organisation mit Waffen. Die Beteuerung, dass man die von der PLO angestrebte Vernichtung Israels nicht unterstütze, kommt vor diesem Hintergrund nicht besonders überzeugend daher. Die Hinwendung zu den extremsten Gruppen im arabischen Raum mag auch etwas mit dem zu tun gehabt haben, was Israels Botschafter in Bonn, Eliashiv Ben-Horin, voraus geahnt hatte: „Beide deutsche Staaten werden sich in absehbarer Zukunft in einigen arabischen Staaten in Konkurrenz miteinander wiederfinden. Dies verpflichtet die kalte ostdeutsche Logik dazu, dass sie die arabische Sache vollständig auf das Extremste gegen uns unterstützen werden.“64

 

PLO-Führer Jassir Arafat zu Gast in Ost-Berlin, der Hauptstadt der DDR

 

 

Auch blieb der Antisemitismus unter der SED-Diktatur ein Problem, aber dessen Existenz wollte man einfach nicht wahrnehmen.65 Man lebte schließlich im braven, „antifaschistischen“ Arbeiter- und Bauernstaat. Die SED-Betonköpfe, die – wie es extreme Ideologen eben so an sich haben – einfach nichts kapiert hatten, meinten, mit der Enteignung der verhassten Kapitalisten hätten sie Faschismus und Antisemitismus sowieso „an der Wurzel ausgerottet.“ Dieses Dogma hatte nicht hinterfragt zu werden. Fertig. Man lebte im guten, neuen Deutschland, das mit der Vergangenheit nichts mehr zu tun hatte und auch niemandes Rechtsnachfolger war. Nur hatte es mit der Realität nichts tun.

 

 

Wenden wir den Blick nach Westen:

 

Diplomatische Beziehungen gab es zwischen der Bundesrepublik und Israel zunächst einmal gar nicht. Kein Wunder. Nach dem, was passiert war, konnten diese zwei Länder kaum über Nacht normale Beziehungen zueinander knüpfen, so als wäre nichts gewesen.

 

In den Fünfziger Jahren gab es nur informelle Kontakte und am 10. September 1952 wurde das Luxemburger Abkommen geschlossen, in dem die Regierung von Bundeskanzler Adenauer Wiedergutmachungszahlungen in Höhe von drei Milliarden Mark versprach, zu zahlen in einem Zeitraum von zwölf bis vierzehn Jahren, außerdem 450 Millionen Mark zugunsten der Claims Conference zur Unterstützung, Eingliederung und Ansiedlung jüdischer Flüchtlinge außerhalb Israels. Übrigens gegen erhebliche Widerstände. Es war keineswegs so, dass sich alle darüber einig gewesen wären, dass schon der menschliche Anstand eine Wiedergutmachung gebot, auch wenn das, was passiert war, materiell gar nicht aufgewogen werden konnte. Finanzminister Fritz Schäffer (CSU) hielt Israels Forderungen für überzogen, andere aus den Reihen von CDU/CSU, FDP und DP waren der Meinung, Israel habe gar keinen Anspruch auf Wiedergutmachungsleistungen, weil es zur Zeit der NS-Herrschaft noch nicht existiert hatte. (Adenauer konnte das Abkommen nur mit Unterstützung der sozialdemokratischen Opposition durch den Bundestag bekommen.) Führende Wirtschaftsvertreter wie Hermann Josef Abs, der Direktor der Deutschen Bank, und der ehemalige Reichsbankpräsident Hjalmar Schacht („Hitlers Finanzzauberer“) warnten vor finanzwirtschaftlichen Folgen der Wiedergutmachungsleistungen und empfahlen, lieber in arabische Staaten zu investieren. Eine Umfrage des Allensbach-Instituts ergab außerdem, dass 44 Prozent der befragten Deutschen ein solches Wiedergutmachungsabkommen für „überflüssig“ hielten.

 

Konrad Adenauer beteuerte in seinen Memoiren, die Wiedergutmachungen seien aus einer „zwingenden moralischen Verpflichtung“ geleistet worden. Allerdings war die Realität nicht ganz so rosig, wie der Alte von Rhöndorf sie rückblickend darstellte. Jahrzehnte später wurden die Kabinettsprotokolle nach Ablauf der Sperrfrist eingesehen und so kam heraus, dass es seitens der damaligen US-Administration einen erheblichen Druck auf Bonn gab.

 

Konrad Adenauer (1876-1967), von 1949 bis 1963 unser erster Bundeskanzler

 

 

Adenauer selbst hat laut den erhaltenen Protokollen am 17. Juni 1952 gesagt, der „ergebnislose Abbruch von Verhandlungen mit Israel würde die schwersten politischen und wirtschaftspolitischen Gefahren für die Bundesrepublik heraufbeschwören.“66

 

Es ging also auch um bundesdeutsche Interessen und um die guten Beziehungen zu Washington, nicht nur um die von Adenauer beschworene „moralische Verpflichtung.“

 

Allerdings ist es trotzdem glaubhaft, dass Adenauer auch ganz persönlich an Wiedergutmachung gelegen war. Schon der Kölner Oberbürgermeister unterhielt in den Zwanziger Jahren gute Beziehungen zu jüdischen Mitbürgern und war Mitglied des Pro-Palästina-Komitees. Er unterstützte die Idee einer Heimstätte für das jüdische Volk.67 Dass der Bundeskanzler es ehrlich damit meinte, das jüdische Volk und den Aufbau Israels zu unterstützen, das kann man ihm glauben, auch wenn Eigeninteressen eine Rolle gespielt haben mögen. Sicherlich hat Druck von außen eine Rolle gespielt. Wollte Deutschland wieder einen Platz in der Völkergemeinschaft haben, musste es Wiedergutmachung leisten und glaubhaft zeigen, dass es sich geändert hatte.

 

 

Weiterhin gab es über zehn Jahre lang nur informell Kontakt zwischen Bonn und Tel Aviv. Hochrangige Beamte und Ratgeber im Umfeld Adenauers, auch Angehörige des Bundesnachrichtendienstes (BND) knüpften Kontakte nach Israel, sie halfen zum Beispiel dabei, in verschiedene Länder geflohene Nazi-Kriegsverbrecher ausfindig zu machen. Etliche ehemalige Widerständler gegen die Hitler-Diktatur, darunter Mitglieder des Kreisauer Kreises oder frühere Untergebene des Admirals Canaris, hatten Kontakte zu Israelis. Oder auch prominente Personen wie Ludwig Erhard, Kurt Schumacher und Theodor Heuss.68 Schon in den Fünfziger Jahren kaufte Israel aus Deutschland dual-use-Güter, die sowohl zivil als auch militärisch genutzt werden konnten. In einem ersten größeren Waffendeal erwarb Israel 1956/57 zwei Patrouillenboote der Bremer Jacht- und Bootswerft Burmester, die noch bis in die Achtziger Jahre ein wichtiger Bestandteil der israelischen Marine war.

 

Eine wichtige Rolle beim Aufbau deutsch-israelischer Beziehungen spielten damals Schimon Peres, zu der Zeit Generaldirektor des israelischen Verteidigungsministeriums, und ein ehrgeiziger, temperamentvoller Bayer namens Franz Josef Strauß, seines Zeichens Bundesverteidigungsminister. Am 27. Dezember 1957 reisten drei Männer – Peres in Begleitung von Ascher ben Nathan (des späteren israelischen Botschafters) und des Generals Chaim Laskow – in einem geliehenen Mittelklassewagen durch die bayerische Winterlandschaft nach Rott am Inn – zum Privathaus der Eheleute Strauß.

 

Nur zwölf Jahre nach dem Holocaust sprachen die höchsten Verantwortlichen für die äußere Sicherheit Israels und Westdeutschlands miteinander und das ging erstaunlich gut. Strauß und Peres scheinen sich einfach gemocht zu haben und so konnte ein guter, vertrauensvoller Kontakt geknüpft werden. Peres hatte trotz der Vergangenheit keine Berührungsängste mit Deutschen und mit einem Strauß dürfte er sie umso weniger gehabt haben, da der unzweifelhaft ein Gegner der Nazis gewesen war.

 

Franz Josef Strauß (1915-1988)

 

 

Strauß hatte sich, entgegen der öffentlichen Meinung, für eine „restlose individuelle Wiedergutmachung“ für die Überlebenden der Nazi-Verbrechen ausgesprochen. Außerdem wollte er Israel in seiner Selbstverteidigung gegen die feindliche Nachbarschaft unterstützen, die schon 1948 nur Stunden nach seiner Gründung den Judenstaat auszuradieren versucht hatte. Schimon Peres wünschte Geld und schwere Waffen, um die israelische Armee zu modernisieren.

 

Die beiden wurden sich einig. Die erst zwei Jahre zuvor gegründete Bundeswehr sollte von den USA übernommene Bestände an Artillerie, Panzerabwehrraketen und Hubschrauber einfach an Israel weiterleiten. Der Personalaufbau des westdeutschen Heeres ging damals so schleppend voran, dass diese Waffen zumindest einstweilen noch nicht gebraucht wurden. Das an Israel gelieferte Material hatte einen Wert von ca. 300 Millionen Mark. (1 Prozent des Bundeshaushalts) Außerdem bestellte die Bundeswehr Waffen in Israel, was der dortigen Rüstungsindustrie zugute kam.69

 

Peres hatte ein lohnendes Geschäft gemacht. Israel konnte diese Hilfe gut gebrauchen, da die feindlich gesonnenen arabischen Staaten inzwischen massiv von der Sowjetunion unterstützt wurden. Aber auch Bonn hatte einen Nutzen davon. Die Bundesregierung wollte unbedingt geheimdienstliche Erkenntnisse über die Waffensysteme der Sowjetunion und die bekam sie aus Israel, das hierfür die beste Informationsquelle war, weil seine arabischen Feinde vornehmlich mit sowjetischen Waffen ausgerüstet wurden. Schon nach der Suez-Krise (1956) hatte Israel den Westdeutschen erbeutete sowjetische Technologie zur Verfügung gestellt und lieferte u. a. Uniformen, Munition und die berühmte Uzi-Maschinenpistole an die Bundeswehr.70

 

Dass Israel ausgerechnet Deutschland Rüstungsgüter verkaufte, war übrigens nicht unumstritten. Als es herauskam, gab es Aufruhr im israelischen Parlament. In der Knesset wurde „große Furcht“ vor einem wieder bewaffneten Deutschland bekundet. Doch Premierminister David Ben-Gurion sagte nur: „Nur Idioten und politische Scharlatane (…) können nicht einsehen, dass es Israels Position in der Welt, seiner Zukunft und vielleicht sogar seiner Existenz schaden würde, wenn wir uns eine Großmacht, deren politisches und ökonomisches Gewicht ständig zunimmt, zum Feind machen und den Arabern als Verbündete überlassen. (…) Und ich sehe keine moralischen, emotionalen oder andere Hindernisse dagegen, ebenso wenig wie ich ein moralisches oder emotionales Verbot für Gespräche mit England akzeptiere, obwohl England früher Juden aus seinen Landesgrenzen vertrieben hat – ich kenne keine Nation der Welt, die das nicht getan hat. Adenauer ist nicht Hitler.“

 

David Ben-Gurion (1886-1973), von 1948 bis 1953 und von 1955 bis 1963 Premierminister und Verteidigungsminister von Israel (Wikipedia)

 

 

Bundeskanzler Konrad Adenauer und David Ben-Gurion trafen sich zum ersten Mal sozusagen auf neutralem Boden am 14. März 1960 im Hotel Waldorf Astoria in New York City. Eigentlich hatte Adenauer nach Israel selbst kommen wollen, aber Ben-Gurion hatte das Treffen in New York vorgezogen und da der Bundeskanzler sowieso auf einer Amerika- und Japan-Reise unterwegs war, ließ sich das verbinden. Bei dieser Begegnung ging es Adenauer auch darum, zu demonstrieren, dass es ein neues Deutschland, ein besseres Deutschland gibt. Das war ihm gerade zu dieser Zeit so wichtig, weil um die Jahreswende 1959/60 die neu errichtete Kölner Synagoge, bei deren Einweihung er zugegen gewesen war, mit Hakenkreuz-Schmierereien geschändet worden war. Auch hatte es Übergriffe auf jüdische Friedhöfe in der Bundesrepublik gegeben. Heute weiß man, was Adenauer damals nicht wusste: dass diese Angriffe, die für große Empörung sorgten, vom Ministerium für Staatssicherheit der DDR in Auftrag gegeben worden waren. Adenauer wollte mäßigend und im Gespräch mit Ben-Gurion vertrauensbildend wirken. Und tatsächlich war Ben-Gurion bereit, sich mit Adenauer zu verständigen. Er glaubte daran, dass es ein besseres Deutschland gab und dass man ihm eine Chance geben sollte. Vor dem israelischen Parlament erklärte er: „Es ist klar, dass es in Deutschland einen Antisemitismus gibt und dass dort noch Nazis leben, aber das deutsche Volk von heute ist keine Nation von Mördern und seine Jugend von heute ist keine Hitler-Jugend.“71 Solche Worte so kurz nach dem Holocaust – alles andere als selbstverständlich!

 

Ben Gurion und Adenauer am 14.3.1960 in New York (konrad-adenauer.de)

 

 

Ab 1962 wurde die Rüstungskooperation ausgeweitet. Bis dahin hatte man den Israelis in erster Linie überschüssiges oder ausgemustertes Material überlassen, jetzt gab es Haubitzen, U-Boote, Schnellboote, Hubschrauber, Transportflugzeuge, Flugabwehrwaffen und Panzer im Wert von ca. 240 Millionen Mark. Diese Lieferungen wurden damals streng geheim gehalten, um die arabischen Staaten nicht zu verärgern. Teilweise erfolgte die Geheimhaltung unter abenteuerlichen Umständen. Franz Josef Strauß erzählte später: „Wir haben die Israel zugesagten Geräte und Waffen heimlich aus den Depots der Bundeswehr geholt und hernach als Ablenkungsmanöver bei der Polizei in einigen Fällen Diebstahlanzeige erstattet.“

 

 

Offizielle diplomatische Beziehungen wurden immer noch nicht geknüpft (obwohl Israel das bereits 1956 wollte), denn die Bundesrepublik folgte zu dieser Zeit noch der Hallstein-Doktrin, das heißt: sie vertrat den Anspruch, der einzig legitime Vertretung des deutschen Volkes zu sein. Die DDR wurde nicht anerkannt und die Anerkennung der DDR durch fremde Länder wurde als „unfreundlicher Akt“ gegen Bonn gewertet.

 

Davon ausgehend fürchtete Bonn, dass die Aufnahme offizieller diplomatischer Beziehungen zu Israel die arabische Welt, mit der man es sich nicht verscherzen wollte, gegen die Bundesrepublik aufbringen und zur Verbrüderung mit der DDR bringen könnte.

 

Als aber herauskam, dass die Bundesrepublik inoffiziell Waffen an Israel lieferte, lud der ägyptische Präsident Gamal Abd al-Nasser, der mächtigste Wortführer des panarabischen Nationalismus und geschworener Israel- und Judenfeind, den Ersten Sekretär des ZK der SED und Staatsratsvorsitzenden Walter Ulbricht nach Kairo ein. Ende Februar 1965 kam der DDR-Staatschef nach Ägypten.

 

So vor vollendete Tatsachen gestellt, entschied sich die deutsche Bundesregierung für einen Kurswechsel. Bundeskanzler Ludwig Erhard und Israels Premierminister Levi Eschkol vereinbarten am 12. Mai 1965, offizielle diplomatische Beziehungen aufzunehmen. Daraufhin brachen zwölf arabische Staaten – vorübergehend – ihre diplomatischen Kontakte zu Bonn ab, wagten es allerdings noch nicht, die DDR offiziell anzuerkennen.72

 

Nach der Aufnahme offizieller Beziehungen reiste der inzwischen neunzigjährige Altkanzler Konrad Adenauer im Mai 1966 nach Israel und besuchte David Ben-Gurion in dessen Privathaus.

 

 

Seit die Bundesrepublik Deutschland und Israel diplomatische Beziehungen aufgenommen haben, hat es auch nie eine uneingeschränkt solidarische oder gar selbstlose Politik Bonns bzw. Berlins gegenüber Israel gegeben.

 

Zunächst ging die Kooperation weiter. Bundesdeutsche Politiker hatten zur Beruhigung der Araber versichert, keine Waffen mehr in die Region zu liefern, also wurde die Rüstungskooperation mit Israel etwas modifiziert. Man lieferte nun vornehmlich Funk-, Radar- und Navigationssysteme oder Einzelteile für die Produktion von Waffen, parallel aber auch große Mengen Munition.

 

Israels Auslandsgeheimdienst Mossad teilte mit den Deutschen weiterhin Erkenntnisse über die von in den folgenden Verteidigungskriegen erbeuteten Waffen und gewährte manchmal auch deutschen Experten direkten Zugang dazu. Von einem konkreten Beispiel berichtet Marcel Serr: „Die Kenntnisse über den sowjetischen T-62-Panzer und BMP-1-Schützenpanzer, die die Israelis im Jom-Kippur-Krieg erbeutet hatten, wirkten sich direkt auf die Entwicklung des deutschen Leopard-II-Panzers und des Marder-Schützenpanzers aus: So wurde festgestellt, dass das Standardkaliber der NATO mit 105mm nicht genug Schaden an der neuen sowjetischen Panzerung anrichtete. Der Leopard II wurde daher mit einer 120mm Glattrohrkanone ausgestattet. Die technologischen Rückschlüsse der deutschen Ingenieure wurden wiederum an das israelische Militär weitergegeben. Die gleiche Kanone wurde Ende der 1980er Jahre auch im israelischen Merkava III verbaut.“73

 

 

Aktiven Beistand im Sinne eines militärischen Eingreifens gegen die existenzielle Bedrohung, der sich Israel im Sechstagekrieg (1967) und im Jom-Kippur-Krieg (1973) ausgesetzt sah, leistete die Bundesrepublik nicht. Im Gegenteil, im Vorfeld und während des Jom-Kippur-Krieges ließ sie Israel sträflich im Stich, weil der Regierung andere Dinge wichtiger waren.

 

Die als „Falke“ und Hardlinerin verschriene israelische Premierministerin Golda Meir suchte im Sommer 1973 die Verständigung mit Ägypten, um einen erneuten Krieg zu vermeiden. Zu diesem Zweck wollte sie den deutschen Bundeskanzler Willy Brandt (SPD) als Vermittler einschalten. Offenbar mochte sie ihn und vertraute ihm. Aber sie setzte aufs falsche Pferd.

 

Bundeskanzler Willy Brandt und Premierministerin Golda Meir (Willy Brandt Biografie)

 

 

Brandt war der erste amtierende deutsche Bundeskanzler, der offiziell nach Israel eingeladen wurde – und das auch noch besonders herzlich, geradezu schmeichelnd. Wovon er wenig begeistert war. Ausgerechnet Brandt sprach von einer alten deutsch-arabischen Freundschaft (diese „Freundschaft“ war erstens nicht gerade alt und zweitens tiefbraun gefärbt, war der Antifaschist Brandt derart geschichtsvergessen?) und wenn er von einer Verantwortung für Israel sprach, dann hört sich das ganz anders an. Als junger Mann sei er selbst Antizionist gewesen, sagte Brandt, aber die deutsche Verantwortung für den Mord an Millionen Juden und die veränderte Lage nach dem Krieg hätten eine neue Lage geschaffen. Klingt mehr nach Pflicht als nach Kür. Auch wenn Brandt es vielleicht nicht so gemeint hat, erinnert mich das an ein bis heute in Deutschland verbreitetes, fatales Missverständnis: nur wegen des Holocaust sei es moralisch richtig, zu Israel und dem jüdischen Volk beizustehen. Warum nicht deswegen, weil Israel das einzige freiheitliche Land der Region ist? Warum nicht deswegen, weil eliminatorischer Judenhass zu Brandts Zeiten noch existierte und heute noch existiert und heute wieder Juden und Israel bedroht? Warum einseitig auf die Vergangenheit konzentrieren, wenn doch die Gegenwart so viel Grund zum Handeln bietet? Aber dazu später mehr.

 

Brandt jedenfalls half nicht als Vermittler, obwohl er aus verlässlicher Quelle erfahren hatte, dass Ägypten den Krieg vorbereitete, und der Krieg kam. Schon vor seiner Reise zu Golda Meir hatte der Kanzler mit Israels Botschafter bemerkenswert brüsk Klartext geredet und schon vorab deutlich gemacht, dass Israel ihm bloß nicht mit irgendwelchen Forderungen kommen möge, sonst könnte noch der Eindruck entstehen, Deutschland werde in Wiedergutmachungsfragen unter Druck gesetzt. In Israel angekommen, stellte Brandts Begleiter Paul Frank, Staatssekretär im Auswärtigen Amt, klar, dass man nicht vergessen könne, was passiert war, die Debatte darüber aber allmählich abgeschlossen sein müsse. So wurden die Fronten geklärt. Im Gespräch mit Willy Brandt versuchte Golda Meir, ihm darzulegen, dass Ägypten nicht mit Israel ins Gespräch kommen wolle und dass es der Kern des ganzen Konflikts sei, dass die arabische Seite Israel vernichten wolle. (Völlig korrekt)

 

Brandt verwies auf die UNO als „geeigneten Rahmen“ für eine Lösung des Konflikts, was angesichts der schon damals ausgeprägten Israel- und Judenfeindlichkeit der Organisation eine, gelinde gesagt, originelle Idee war. Abgesehen davon, dass die UNO kaum nennenswerte Machtmittel gehabt hätte, Israels Nachbarn von ihrem Tun abzubringen. Schließlich bat Golda Meir Willy Brandt ganz persönlich um aktive Vermittlung in Kairo. Freigegebene israelische Akten belegen das. Brandt möge den ägyptischen Präsidenten Sadat wissen lassen, dass Israel bereit sei, den Großteil des im Sechstagekrieg eingenommenen Sinai zurückzugeben. Das israelische Protokoll gibt nicht her, dass Brandt Meir auf ihr Anliegen in nennenswerter Weise geantwortet hätte. Überhaupt zeigte sich der Kanzler merkwürdig abwesend und wirklichkeitsfern. Als er mit Meirs Vize Jigal Allon zusammentraf, sprach er davon, dass Ägypten zu territorialen Zugeständnissen bereit sei, es aber zwischen ihm und Israel eine „große Kluft“ gebe. Dabei hatte ihm die Premierministerin doch eben ihre große Kompromissbereitschaft zu verstehen gegeben.

 

Sein Desinteresse, zu helfen, hatte möglicher Weise etwas damit zu tun, dass die SPD sich in jener Zeit immer mehr ideologisierte, es gab den Zustrom aus der linken bis linksradikalen APO und die war nun mal antizionistisch, folglich nicht an guten Beziehungen zum bösen Israel interessiert. Auch die Moderaten auf der Linken blieben davon nicht unbeeinflusst. Wesentliche Teile der SPD entfremdeten sich bald von Israel und die Ergebnisse sehen wir heute. Auch die Partei des Außenministers Walter Scheel, die FDP, war Israel gegenüber skeptisch-kritisch (sie hatte auch das Wiedergutmachungsabkommen von 1952/53 abgelehnt) und das Auswärtige Amt favorisierte unter Scheels Leitung sowieso die arabische Welt, auch wegen des schönen Öls.74 Scheel war, anders als Brandt, gegen Waffenkäufe aus und Waffenverkäufe an Israel. Aber der Kanzler wollte sich auf keinen Fall mit seinem Koalitionspartner anlegen, schon gar nicht in Nahost-Fragen.

 

Walter Scheel (Wikipedia)

 

 

Am 6. Oktober 1973 wurde Israel von Ägypten und Syrien überfallen. Mit Verspätung griffen die Amerikaner ein. Die Administration von Präsident Richard Nixon ließ u. a. – ohne es vorher anzukündigen – auch Kriegsgerät aus der Bundesrepublik abziehen, um es nach Israel zu schaffen. Bonn war darüber sehr ungehalten. Außenminister Scheel sorgte sich weniger um die Frage, ob Israel überleben würde, als darum, wie man den arabischen Staaten erklären sollte, dass amerikanisches Kriegsgerät aus Deutschland in die Region geschafft werden sollte. Was wird aus den schönen Ölgeschäften, um Himmels willen?! Trotzdem gab er dem Abzug des Kriegsgeräts seine Zustimmung. Scheels Alptraum drohte bald wahr zu werden, denn am 16. Oktober verhängten die arabischen Staaten gegen die aus ihrer Sicht besonders pro-israelischen USA und die Niederlande ein Ölembargo. Sollte die Bundesrepublik als nächste dran sein? Paul Frank, der schon erwähnte Staatssekretär im ohnehin pro-arabischen Auswärtigen Amt, verlangte am 24. Oktober vom US-Gesandten Frank Cash, die Waffenlieferungen nach Israel „unter Benutzung des Territoriums der Bundesrepublik Deutschland“ einzustellen. Denn die Notsituation sei „vorüber.“

 

In Washington war man damals sehr erstaunt, weil man selber gar nicht der Meinung war, eine besonders pro-israelische Politik zu machen. Das war sie, bei näherem Hinsehen, auch nicht. Der damalige Außenminister Henry Kissinger hat selber zugegeben, dass Washington absichtlich mit Verspätung in den Jom-Kippur-Krieg eingegriffen hat. „Lasst Israel ein bisschen bluten, aber nicht zu viel.“, das waren seine Worte, die damals nur vertraulich geäußert wurden. Man wollte sie erstmal ein bisschen geschwächt haben, um ihnen politische Zugeständnisse abzupressen.75

 

Abgesehen davon war die Notsituation keineswegs „vorüber.“ Just zu jener Zeit, als Bonn die Einstellung der Waffenlieferungen über bundesdeutsches Territorium verlangte und sich gegen die USA und Israel wandte, wurde es erst richtig gefährlich. An jenem 24. Oktober drohte die Sowjetunion, einer der größten Gegenspieler Israels und Verbündeter der arabischen Staaten, ihr militärisches Eingreifen an. Das war mitten im Kalten Krieg und prompt lösten die USA „Defcon 3“ aus, die erhöhte Einsatzbereitschaft für die Atomstreitkräfte. Auch die in der Bundesrepublik stationierten US-Truppen wurden alarmiert. Indessen befetzten sich Staatssekretär Paul Frank und der US-Botschafter Martin Hillenbrand. Das Auswärtige Amt war in dieser Auseinandersetzung der entscheidende Akteur. Brandt blieb abseits, im wahrsten Sinne des Wortes, denn der war erstmal eine Weile im Urlaub.

 

Am 29. Oktober kam man überein, dass die USA ihre Waffen nicht mit israelischen Flugzeugen und Schiffen nach Israel schaffen sollten, sondern mit eigenen oder mit denen solcher Länder, die nicht in den Nahost-Krieg involviert waren.

 

So wurde Israel doch noch gerettet, aber die massiven Widerstände aus Bonn gegen Amerikas Politik zeugen von allem möglichen, aber nicht von „uneingeschränkter Solidarität.“

 

 

Unter Willy Brandts Nachfolger Helmut Schmidt (gleichfalls SPD) waren die Beziehungen zu Israel jedenfalls auf höchster Ebene aufs Schwerste angespannt. Schmidt war ein sehr intelligenter, sehr gebildeter Mann, ein weitblickender Ökonom und ein entschlossener Kämpfer gegen den Linksterrorismus der Siebziger Jahre.76 Vor diesem Politiker hatte ich an und für sich hohe Achtung, aber seine Art des Umgangs mit Israel und der Geschichte war über einen langen Zeitraum einfach nur enttäuschend und leider hat auch er noch als alter Mann Ressentiments bedient, als er im Jahr 2010 zu Gast bei Reinhold Beckmann die ständig wiederholte Lüge vom Stapel ließ, wenn man als Deutscher Israel kritisiere, werde einem das automatisch als Antisemitismus ausgelegt. Ein Blick in zahlreiche Zeitungen hätte genügt, um das Gegenteil zu beweisen. Schmidt selbst kritisierte Israel, aber die andere Seite des Konflikts schien er gar nicht wahrzunehmen. Den eliminatorischen Judenhass in der Region, den Terror der Hamas, des Islamischen Dschihad, der Hisbollah, die Weigerung der Palästinenserführung, Israels Friedensangebote anzunehmen, das alles blendete er einfach aus.

 

 

In den Siebziger und Achtziger Jahren war es nicht besser. Damals, genauer gesagt: im Mai 1981, sorgte Schmidt für einen diplomatischen Eklat, als er bei einer Reise nach Saudi-Arabien und Abu Dhabi Saudi-Arabien als den – neben den USA und Europa – wichtigsten ökonomischen Partner der Bundesrepublik lobte. Außerdem sagte er, dass im Gegensatz zu dem „ganzen moralisch-historischen Gepäck“, das mit Auschwitz verbunden sei und die gegenwärtige deutsche Generation sowie die deutsche Außenpolitik gegenüber verschiedenen europäischen Ländern belaste, die „arabischen Völker so ziemlich die einzigen [seien], die mit den Deutschen keine negativen Erfahrungen gemacht haben“.

 

Auch hier kann ich mich nur dasselbe fragen wie bei Willy Brandt.

 

Bundeskanzler Helmut Schmidt im Jahr 1976 (Wikipedia)

 

 

Außerdem sagte Schmidt, dass man als Deutsche im Westen, die den Anspruch auf Selbstbestimmung des deutschen Volkes (im Osten) erheben, auch den moralischen Anspruch des palästinensischen Volkes auf Selbstbestimmung einschließlich des Rechtes auf eine staatliche Organisation anerkennen müsse.77 (Und den moralischen Anspruch des jüdischen Volkes? Den gibt es nicht?)

 

Das klingt für den Unbedarften sehr richtig und vernünftig, aber man muss wissen, dass die offen terroristische PLO nichts geringeres wollte als die Auslöschung Israels, nicht die Koexistenz zweier Staaten. Und inzwischen sieht alles danach aus, dass sich das auch nach dem Oslo-Prozess nicht geändert hat. Die Gründung eines Staates Palästina hätte es bereits 1947/48 auf der Basis des UN-Teilungsplans für das britische Mandat Palästina geben können. Sie wurde ausgeschlagen und die arabischen Staaten überfielen das eben gegründete Israel, um es zu vernichten. Der Judenhass hatte die islamische Welt bereits vergiftet, wenige Jahre zuvor noch gefördert von Deutschland! (Stichwort deutsch-arabische Freundschaft)

 

Die arabischen Staaten hatten nach dem Sechstagekrieg auf dem Gipfeltreffen von Khartum ihre berühmten „Drei Neins“ vereinbart: Nein zu Verhandlungen mit Israel, Nein zur Anerkennung Israels, Nein zum Frieden mit Israel. Ägypten änderte diese Haltung erst nach dem Jom-Kippur-Krieg und schloss Frieden, wofür Israel die im Sechstagekrieg eroberte Sinai-Halbinsel zurückgab. (Bis heute haben aus der arabischen Welt nur Ägypten und Jordanien mit Israel Frieden gemacht und Israels Existenzrecht verbindlich anerkannt.)

 

 

Schmidts Äußerungen zeugten von einer gewissen Überheblichkeit und ich kann zu seinen Gunsten nur hoffen, dass er sie bloß aus Mangel an Wissen über die Geschichte der Region tätigte. Man muss sich mal vorstellen, wie das auf die Israelis wirken musste, deren Land immer wieder mit Terror überzogen wurde und vernichtet werden sollte. Da kommt ausgerechnet der Regierungschef des Landes daher, das den Genozid an den Juden zu verantworten hat, macht einen auf Oberlehrer und erklärt, dass die Israelis gefälligst einen Staat akzeptieren sollen, der weiterhin die Existenz ihres Staates bis aufs Blut bekämpfen würde. Wer sollte bei solchen Aussichten einen solchen Staat akzeptieren? Und Schmidt spricht diese Belehrungen auch noch bei einem Besuch in der arabischen Welt aus.

 

Israels damaliger rechtskonservativer Premierminister Menachem Begin, der sehr emotional werden konnte, nicht unbedingt für diplomatisches Feingefühl bekannt war und dessen Likud-Partei (bzw. ihr Kern, der Chevrut) damals auf antideutschem Kurs war, reagierte mit einem verbalen Donnerkeil. Er warf Schmidt vor, die Geschäfte mit Saudi-Arabien nur aus Habgier abgeschlossen zu haben, unterstellte ihm, als Wehrmachtsoffizier doch wohl auch ein Hitler-Loyalist gewesen zu sein und schob die rhetorische Frage nach, was er denn an der Ostfront mit Juden gemacht hätte.78 (Begin selbst war hier besonders emotional, weil der Holocaust auch Teil seiner persönlichen Familiengeschichte war. Er war damals nach dem Einmarsch der deutschen Truppen aus Polen nach Litauen (damals UdSSR) geflohen und hatte überlebt, aber seine Eltern und andere Verwandte waren dem Genozid zum Opfer gefallen.)

 

Menachem Begin (links) mit US-Präsident Jimmy Carter und Ägyptens Präsident Anwar El Sadat bei den Verhandlungen von Camp David 1978 (Wikipedia)

 

 

Beide Männer haben sich auf ihre Art daneben benommen – Schmidts unüberlegter, oberlehrerhafter Umgang war falsch, aber die Unterstellung Begins, Schmidt selbst sei wohl ein Judenmörder gewesen, war es auch – und die Beziehungen der beiden Länder waren erheblich belastet, obwohl die wirtschaftliche Zusammenarbeit zu dieser Zeit schon sehr eng war und obwohl Schmidt früher Israel gegenüber eine sehr viel versöhnlichere Einstellung hatte. Israel war schon in den Sechziger Jahren an einer Zusammenarbeit mit diesem Mann interessiert, der den Ruf eines verteidigungspolitischen Experten genoss. Im Sommer 1966 war Schmidt bereits zu einem halb-offiziellen Besuch in Israel gewesen.

 

Und in den Siebzigern lief ja vieles ganz normal und vielversprechend weiter. Auch Sozialdemokratische und gewerkschaftliche Organisationen pflegten Kontakte zu Partnern in Israel, was für die gegenseitige Verständigung zwischen den Ländern gut war. Die Bundesregierung Schmidt war auch am Zustandekommen des ersten israelischen Freihandelsabkommens mit der EG beteiligt, auch die jährliche Wirtschaftshilfe von 140 Millionen Mark wurde erneuert und eine gemeinsame deutsch-israelische Wirtschaftskommission gegründet.

 

Doch auf der Ebene der Regierungschefs blieb man auf Distanz. Schmidt hing – wie viele – der Fehlvorstellung an, dass Israels Siedlungsbau das zentrale Friedenshindernis sei, dass er sogar eine Kriegsgefahr herauf beschwöre. Israels damalige Pläne, den 1967 eingenommenen Gebieten so etwas wie einen halb-autonomen Status zu gewähren, gingen ihm nicht weit genug. Er hatte einen vollständigen Abzug Israels vor Augen. (Den übrigens nicht mal die Resolution 242 des UN-Sicherheitsrates vorsah bzw. vorsieht, die nach dem Sechstagekrieg als völkerrechtliche Grundlage für die Lösung des Konflikts verabschiedet wurde. Eugene Rostow, Staatssekretär der damaligen US-Administration und federführend an der Abfassung dieser Resolution beteiligt, hat ausdrücklich betont, dass nicht alles zurück- oder aufgegeben werden muss79, da endgültige Staatsgrenzen erst noch im Rahmen eines Friedensvertrages zu ziehen sein würden, ggf. auch durch kompensatorischen Tausch von Land, den Israel ja in späteren Lösungsvorschlägen auch angeboten hat.) Aber immerhin: Ägypten schloss mit Israel Frieden, denn dort regierte nicht mehr Gamal Abd al-Nasser, sondern Anwar el Sadat, der zur Aussöhnung bereit war. Dafür gab Israel den Sinai vollständig zurück.

 

 

Während seiner Kanzlerschaft (1974-1982) besuchte Helmut Schmidt Israel kein einziges Mal, das tat er erst wieder im Mai 1985 auf Einladung des Premierministers Schimon Peres, der damals einer Koalitionsregierung aus der linken Arbeitspartei und dem konservativen Likud vorstand.

 

 

Die Beziehungen der beiden Länder besserten sich während der Kanzlerschaft Helmut Kohls (1982-1998), aber auch zu dieser Zeit gab es nie eine „uneingeschränkte Solidarität.“

 

Auch zu Kohls Zeiten ließen es Deutsche sich nicht nehmen, gute Beziehungen zu Israels Todfeinden zu unterhalten. Deutsche Firmen halfen dem irakischen Diktator Saddam Hussein dabei, seine Scud-B-Raketen umzurüsten und auf den neuesten Stand der Technik zu bringen, damit sie auch Israel erreichen konnten. Mit deutscher Hilfe wurde die Reichweite der Raketen auf 600 Kilometer verdoppelt.80 Und während des Golfkrieges ließ der Diktator sie im Januar 1991 auf den jüdischen Staat abfeuern. In Israel brach Panik aus.81 Die Menschen hatten Angst, der Irak würde diese Raketen auch noch mit Nervengas bestücken. Saddam Husseins Kalkül dabei war, die gegen ihn gerichtete Koalition zu sprengen. Der Westen hatte sich mit zwölf arabischen Staaten gegen den Irak verbündet. Nun wollte Hussein Israel zu einem Gegenschlag provozieren, weil er darauf spekulierte, dass in diesem Fall die arabischen Staaten von der von den USA geführten Koalition abfallen würden. Auf keinen Fall hätten sie mit den Juden Seite an Seite kämpfen wollen. Israel war auch drauf und dran, zurückzuschlagen82, doch US-Präsident George Bush (senior) brachte Israel mit massivem Druck dazu, sich passiv zu verhalten, und versprach, Patriot-Raketen zu Israels Schutz zu schicken und schnellstmöglich die Startrampen für Raketen im Westen des Irak zerstören zu lassen.83

 

Saddam Hussein, von 1979 bis 2003 Diktator des Irak (Wikipedia)

 

 

Ein deutscher Politiker, Hans-Christian Ströbele (Die Grünen), demonstrierte indessen, dass er als guter Pazifist richtig, richtig viel aus der Geschichte gelernt hatte und nahm den irakischen Despoten in Schutz. An den Angriffen auf Israel war wer schuld? Israel natürlich! Ströbele behauptete, das Raketenfeuer auf Israel sei „die logische, fast zwingende Konsequenz der Politik Israels.“

 

Auch bei der Entwicklung von Chemie-Waffen und Atomtechnologie haben deutsche Unternehmen dem Irak Hilfe geleistet, zu ihrem Nutzen natürlich.

 

Einige an diesen Geschäften beteiligte Manager landeten später wegen der illegalen Ausfuhr solcher Technologie vor Gericht. Zu dieser Zeit war schon bekannt, dass Bonn bereits seit den frühen Achtziger Jahren Hinweise auf die Beteiligung deutscher Firmen an der Aufrüstung des Irak vorlagen.84

 

 

Auch hat Deutschland problemlos „Fuchs“-Spürpanzer an Saudi-Arabien verkauft, sehr zum Missfallen Israels.85 Wo ist da die „uneingeschränkte Solidarität“? Auch Saudi-Arabien war ein Feind des jüdischen Staates (und ob sich das heute unter der Herrschaft Mohammed bin Salmans nachhaltig ändert, wollen wir mal abwarten).

 

Trotzdem muss man Helmut Kohl eins lassen: er hat sich sehr um die Verbesserung des Verhältnisses zu Israel verdient gemacht, trotz Anfangsschwierigkeiten. Während Kohls Kanzlerschaft wurden die Zusammenarbeit in Wissenschaft und Forschung ausgebaut.

 

Die positive Entwicklung der Beziehungen ist umso bemerkenswerter, wenn man bedenkt, dass Israel zu denen gehörte, die 1989/90 – wie nicht wenige andere – Angst davor hatte, dass das wieder vereinigte Deutschland noch einmal zu einer aggressiven Großmacht werden könnte, zumal an dieser Wiedervereinigung ja auch die Kommunisten aus dem Osten beteiligt waren, die erklärte Feinde des jüdischen Staates waren.

 

Kohl hat in den Neunziger Jahren durch sein gutes Verhältnis zum Botschafter Avi Primor und zum Premierminister Yitzhak Rabin positiv für die deutsch-israelischen Beziehungen gewirkt und auf seine Weise sicherlich auch dazu beigetragen, Ängste vor dem wiedervereinigten Deutschland abzubauen.86

 

Bundeskanzler Helmut Kohl mit Premierminister Yitzhak Rabin, Außenminister Schimon Peres u. a. (Getty Images)

 

 

Kohls Nachfolger Gerhard Schröder (SPD) zeigte mehr Interesse an der arabischen Welt als an Israel. Der Kanzler machte sich insbesondere für den Ausbau der wirtschaftlichen Beziehungen zu den Monarchien auf der arabischen Halbinsel stark. 2003 bereiste der Regierungschef den Mittleren Osten, wobei auch ein Treffen mit Zayed ibn Sultan al-Nahayan auf dem Programm stand, der nicht lange zuvor – im August 2002 – noch ein Symposium von Holocaust-Leugnern ausgerichtet hatte.87

 

Ab Ende Februar 2005 bereiste Schröder sieben arabische Golfstaaten in Begleitung einer 70 Mann starken Wirtschaftsdelegation, die sich über die Gelegenheit freuten, neue lukrative Geschäfte mit den Monarchien anzubahnen.88

 

Gerhard Schröder (Wikipedia)

 

 

Nachdem er von Bundeskanzler ganz offiziell auf Lobbyist umgesattelt hatte, wurden Schröders Präferenzen noch deutlicher. Sein Engagement für deutsche Geschäfte mit der arabischen Welt wurde gewürdigt, indem er im Mai 2006 zum Ehrenvorsitzenden des Nah- und Mittelostvereins (NUMOV) in Berlin ernannt wurde, einer schon seit den Dreißiger Jahren existierenden Lobby-Gruppe aus der glorreichen Frühzeit der deutsch-arabischen Freundschaft.89

 

Die Gelegenheit seiner Berufung zum NUMOV-Ehrenvorsitzenden nutzte Schröder, um zu fordern, dass es mit der „demokratisch gewählten“ Terrororganisation Hamas verhandelt werden solle. Ein Boykott der Hamas-Führung durch die USA und die EU sei falsch, so der Altkanzler.90 Aber worüber sollte man mit der Hamas eigentlich verhandeln? Die Hamas fordert in ihrer Charta die Vernichtung Israels und die Tötung aller Juden. In Artikel 13 heißt es außerdem: „Ansätze zum Frieden, die sogenannten friedlichen Lösungen und die internationalen Konferenzen zur Lösung der Palästinafrage stehen sämtlichst im Widerspruch zu den Auffassungen der Islamischen Widerstandsbewegung. Denn auf irgendeinen Teil Palästinas zu verzichten bedeutet, auf einen Teil der Religion zu verzichten (…)“91

 

Hamas-Kämpfer (MENA Watch)

 

 

(Und der weitere Verlauf der Geschichte bis heute hat gezeigt, dass die Hamas sich immer nur auf kurzzeitige Waffenstillstände eingelassen hat, aber nicht im Traum daran denkt, von ihren eliminatorischen Zielen abzurücken.)

 

Nicht einmal die Arabische Liga wollte mit der Hamas zusammenarbeiten. Vielleicht hatte Schröders merkwürdiger Vorstoß – das vermutete jedenfalls Henryk Broder – etwas mit seiner Freundschaft zum russischen Präsidenten Wladimir Putin zu tun, denn der richtete zu jener Zeit Hilfsangebote an die Hamas, wohl um mit ihrer Hilfe im Nahen Osten wieder mitreden und mitmischen zu können.92 Vielleicht wollte Schröder das Anliegen seines Freundes unterstützen.

 

2007 bedachte die Universität von Damaskus Schröder mit der Ehrendoktorwürde für sein Engagement in der arabischen Welt.93

 

2009 reiste Schröder „privat“ – im Klartext: wieder als Lobbyist – in den Iran, das seit der Islamischen Revolution und der Machtübernahme der Mullahs die Auslöschung Israels als eines seiner obersten Staatsziele verfolgt. Der Iran ist der größte staatliche Sponsor des Terrorismus und versorgt die Dschihadisten, die Israel bekämpfen, mit Geld, Waffen und mehr. Derselbe Schröder, der zum 60. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz – noch als Bundeskanzler – verkündet hatte „Nie wieder darf es den Antisemiten gelingen, jüdische Bürger, nicht nur unseres Landes, zu bedrängen, zu verletzen“ hatte nun scheinbar kein Problem damit, mit Vertretern eines totalitären Antisemiten-Regimes in freundlichen Kontakt zu treten.94

 

 

Schröders Nachfolgerin Angela Merkel, die dieses Land seit nunmehr dreizehn Jahren zu seinem Unglück immer noch regiert, plustert sich zwar verbal als Kämpferin gegen Antisemitismus auf und hat sogar die Sicherheit Israels zu einem Teil der deutschen Staatsräson erklärt, als sie 2008 in Jerusalem vor der Knesset sprach95, aber es gibt im Englischen eine wunderschöne Redensart, die da lautet: „I can’t hear your words over your actions.“

 

Wenn die Taten etwas anderes sagen als die Worte, wird es immer schwerer, letztere überhaupt noch zu vernehmen. Die enge wirtschaftliche Zusammenarbeit, die Rüstungs- und sicherheitspolitische Kooperation blieb intakt, soweit gibt es nichts zu meckern.

 

Aber Merkel hat im Herbst 2015 durch de-facto-Abschaffung der deutschen Grenzen die möglich gewordene Auflösung dieses Landes eingeleitet – zu Gunsten einer unkontrollierten Masseneinwanderung aus der islamischen Welt, also auch zu Gunsten eines massenhaften Imports von Israel- und Judenhass, der in diesem Land nicht nur, aber zu einem großen Teil dank dieser Immigration stetig schlimmer wird.

 

Merkel mag bekunden, was sie will, aber im Zweifel setzt auch ihre Regierung eher auf Eigeninteressen. Ihr Gefolgsmann Heiko Maas (SPD), der pathetisch von sich sagt, dass er wegen Auschwitz in die Politik gegangen sei, hat als Bundesgesinnungsprüfungsminister (offiziell: Bundesjustizminister) mittels NetzDG erstmal dafür gesorgt, dass Kritik an der Merkel’schen Masseneinwanderung (und dem, was sie mit sich bringt) möglichst großflächig unterbunden wird. Als Außenminister versuchte er anschließend, dem totalitären Antisemiten-Regime des Iran zur Seite zu springen, die von den USA verhängten Sanktionen zu umgehen und den ebenso dubiosen wie desaströsen Atom-Deal mit Teheran am Leben zu erhalten, der Milliarden von Dollars in die Kriegskassen der hegemonialen Mullahs gespült hat, die mit Hilfe der von ihnen gesponserten Milizen die Vorherrschaft in der Region einzunehmen versuchen.96

 

Der wackere Verhinderer des nächsten Auschwitz

 

 

Iran ist für Deutschland ein bedeutender Handelspartner und im Zweifel kommt nun mal das Fressen vor der Moral.97

 

 

Summa summarum: es gab niemals eine einseitig pro-israelische deutsche Nahost-Politik, es gab ein Hin und Her zwischen einem pro-israelischen und einem pro-arabischen und pro-iranischem Verhalten. Deutschland hat Israel unterstützt, aber nie selbstlos und nie ohne darauf bedacht zu sein, sich die Ölförderer und Geschäftspartner bloß nicht zu vergrätzen.

 

Solange der Kalte Krieg dauerte, fand vor allem die Rüstungskooperation mit Israel unter der Hand statt. Bonn wollte die arabische Welt nicht verärgern und deshalb die Kooperation mit Israel nur ja nicht an die große Glocke hängen. Erst nach 1990/91 wurde diese Zusammenarbeit offener. Und diese Zusammenarbeit war nicht einseitig zu Gunsten Israels, sondern Deutschland hatte in Form von geheimdienstlichen Informationen über die Waffen des sowjetischen Feindes und Weiterentwicklung der eigenen Rüstung auch einen Nutzen davon. (Wobei Deutschland seine Rüstung inzwischen zu Grunde gewirtschaftet hat, aber das ist ein anderes Thema. Daran ist es selbst schuld.)

 

Die Berliner Republik folgt auch ihren eigenen Interessen, was man ihr grundsätzlich nicht vorwerfen kann. Aber eine rote Linie ist dann überschritten, wenn zwischen hehren Moralpredigten und tatsächlichem Handeln eine so offensichtliche Kluft besteht wie heute. Einerseits behaupten, man bekämpfe Judenhass und stehe für die Sicherheit Israels ein, andererseits mit den schlimmsten Fundamentalisten, Judenfeinden und Terrorsponsoren zusammenarbeiten?! Irans Regime ist ein Aggressor, der Israels Existenz, aber auch die Stabilität einer ganzen Weltregion bedroht und dessen Terror auch vor der westlichen Welt nicht Halt macht.98

 

Wie kann man beteuern, aus der Geschichte gelernt zu haben und vehement gegen Antisemitismus zu sein, aber seine Grenzen für den Massenimport von Antisemitismus öffnen?!

 

Die enge Zusammenarbeit Deutschlands und Israels auf wirtschaftlichem und sicherheitspolitischem Gebiet wird sicherlich erst einmal intakt bleiben, aber wer weiß, wie lange das so bleibt? In diesen verrückten Zeiten gibt es nicht mehr viel, was sicher ist. Immerhin hat der ehemalige Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) in einer Rede in Tel Aviv die Möglichkeit zumindest angedeutet, dass Deutschland Israel seine Unterstützung auch entziehen könnte. Denn es sei jungen Leuten in Deutschland immer schwerer zu vermitteln, warum die Unterstützung für Israel anhalten müsse, wie er vor seinen israelischen Zuhörern wehklagte.99

 

Gabriel war es auch gewesen, der – damals noch als Wirtschaftsminister – im Juli 2015 nach Unterzeichnung des Atom-Deals nichts Eiligeres zu tun hatte, als in den Iran zu reisen, den Mullahs seine freundliche Aufwartung zu machen und neue Geschäfte anzubahnen. Selbst die alles andere als sonderlich pro-israelische Süddeutsche Zeitung fand das „peinlich.“100 Von seinen Freundschaftsbekundungen für den Judenhasser Mahmud Abbas gar nicht zu reden.101

 

In diesen Tagen, im November 2018, reiste Gabriel, obwohl nicht mehr Minister, übrigens wieder in den Iran.102 Mit dabei eine Wirtschaftsdelegation. Eingeladen hatte der iranische Außenminister Mohammad Javad Zarif. Auf dem Programm standen Treffen mit dem Chef der iranischen Notenbank, dem Energie-Minister und dem Parlamentssprecher Ali Laridschani, der in der Vergangenheit schon dadurch von sich reden gemacht hat, dass er die Historizität des Holocaust in Frage gestellt hatte.103 (Holocaust-Leugnung ist sowieso ein fester Bestandteil der antisemitischen Doktrin der Mullahs.) Mit dabei beim Empfang des Parlamentssprechers war auch Hossein Amir-Abdollahian, der im Februar bei der Eröffnung des „Sanduhr-Festivals“ Israels Vernichtung angekündigt hatte. (Die Sanduhr symbolisiert für die Mullahs, dass Israels Lebenszeit abläuft. Der Oberste Führer des Iran, Ayatollah Ali Khamenei, hat bereits im September 2015 ein konkretes Zeitlimit gesetzt und erklärt, dass Israel in 25 Jahren nicht mehr existieren werde.104)

 

Organisiert wurde die Reise übrigens vom 1934 gegründeten Nah- und Mittelostverein, der uns schon begegnet und dessen Ehrenvorsitzender Gabriels Parteifreund Gerd Schröder ist. Große Firmen wie Daimler und die Telekom haben sich in Folge der US-Sanktionen aus dem Iran zurückgezogen, jetzt sollen kleinere dazu angeregt werden, mit diesem Regime Geschäfte zu machen. „Es wird sehr darauf ankommen, dass die EU ihre Versprechen in die Tat umsetzt, sich der Sanktionspolitik der USA zu widersetzen und die Unternehmen schützt, die weiterhin im Iran wirtschaftlich tätig sein wollen.“, sagt Sigmar Gabriel dazu.

 

Wahrlich interessante Kontinuitäten in der deutschen Geschichte …

 

Sigmar Gabriel 2015 (Wikipedia)

 

 

Je weiter Deutschland auf dem Weg des Appeasement und der Islamisierung voranschreitet, desto größer dürfte auch die Distanz zu Israel und Juden im Allgemeinen werden.

 

 

Wenn Jakob Augstein behauptet, Jerusalem brauche nur anzurufen und Berlin beuge sich dann seinem Willen, artikuliert er jedenfalls nur seine persönlichen Vorstellungen und seine Ressentiments, aber nicht die Realität.105

 

 

 

  1. Deutschland wird mit sich selbst nicht fertig

 

Nein, nicht jeder, der Unwahrheiten über Israel verbreitet oder glaubt, man könne kein Wort der Kritik gegen Israel sagen, ist ein Antisemit. Natürlich nicht. Viele werden es tatsächlich nicht besser wissen, zumal unsere Schulen und unsere Medien in Sachen Aufklärung einen miserablen Job machen.106

 

 

Erschwerend hinzu kommt, dass sich die Deutschen nach der völligen Pervertierung und Entsittlichung des Militärischen zur Zeit des Dritten Reiches hinterher in einen absolut weltfremden, kompromisslosen Pazifismus geflüchtet haben. Alles, was mit Militär zu tun hat, steht prinzipiell unter Faschismus-Verdacht. Dennis Prager schrieb einmal, die Deutschen haben aus dem Zweiten Weltkrieg nicht gelernt, dass das Böse bekämpft werden muss, sondern dass Kämpfen böse ist. Einen solchen Pazifismus muss man sich allerdings auch leisten können. Diesen Luxus kann sich nur einer leisten, der nicht bedroht ist. Militärisch bedroht uns zur Zeit keiner.

 

Israel lebt seit seiner Gründung unter völlig anderen Bedingungen und muss sich ständig gegen kriegerische Bedrohungen und Terrorismus wehren. Die Deutschen sagten nach dem Holocaust „Nie wieder Täter sein!“ Die Juden bzw. die Israelis sagten „Nie wieder Opfer sein!“ Aus genau derselben Vergangenheit wurden aus offensichtlichen Gründen sehr unterschiedliche Schlüsse gezogen. Die Israelis wollen nicht Opfer sein und verteidigen die Existenz ihres Landes. Wenn jemand sein Existenzrecht bestreitet und seine Existenz vernichten will, hört der Spaß auf. Viele Deutsche wollen das nicht verstehen. Für sie ist einer, der sich so wehrt, ganz schnell ein Aggressor. Abgesehen davon, dass für sie, die sie ihre eigene Nation gerade auflösen, es wahrscheinlich sowieso hinterwäldlerisch bis rechtsradikal ist, am Bestand einer Nation und ihrer Identität festzuhalten.

 

 

Davon abgesehen, gibt es aber auch viele Menschen in Deutschland, die obsessiv feindselig gegen Israel sind und die mit keinerlei Argumenten davon abgebracht werden können. Diese Leute nehmen Israel alles übel, weil ihr Problem ist, dass der jüdische Staat überhaupt existiert. Und die Stereotype, die sie zur Dämonisierung und Verleumdung Israels benutzen, stehen in einer bemerkenswerten Kontinuität.

 

Gerd Buurmann fasst zusammen:

 

„Zunächst tauchte der Judenhass in Europa als Antijudaismus auf und war lange Zeit von Christen geprägt. Sie schimpften Juden Kindermörder, verfolgten sie und griffen ihre Synagogen an. Einer der bekanntesten Einpeitscher des Antijudaismus war Martin Luther. In seiner Abhandlung „Über die Jüden und ihre Lügen“ schrieb er, Juden seien ein „verzweifeltes, durchböstes, durchgiftetes Ding“ und daher müssten sie verfolgt, ihre Synagogen niedergerissen und ihre Bücher verbrannt werden.

 

Mit der Aufklärung nahm der christliche Antijudaismus ab. Seinen Platz nahm jedoch der Antisemitismus ein. Antisemiten erklärten Juden zu einer minderwertigen Rasse, nannten Juden Kindermörder, verfolgten und ermordeten sie und griffen ihre Synagogen an. (…)

 

Als der Antisemitismus aufkam, kannten viele Menschen nur den klassischen Antijudaismus. Sie sahen im Antijudaismus keine große Gefahr mehr. Das Christentum hatte schließlich seine absolute Macht eingebüßt, und in Deutschland konnten Juden Ende des 19. Jahrhunderts vollwertige Bürger des Deutschen Kaiserreichs werden. Der Antisemitismus konnte sich entfalten, weil er unterschätzt wurde.

 

Unterschätzt wird ebenfalls die neue Form des Judenhasses, die heute wütet. Es ist der Antizionismus! Antizionisten behaupten, dass Juden nichts aus dem Holocaust gelernt haben. Antizionisten nennen Juden Kindermörder, verfolgen und ermorden sie. Antizionismus ist der Hass auf das Judentum als Nation. Der alte Hass auf Juden hat sich neu kostümiert, besonders in linken Kreisen. Wieder wird dieser Hass maßlos unterschätzt!“107

 

 

Ja, auch der Antizionismus – die Gegnerschaft zur Existenz Israels – ist eine Form des Antisemitismus.108 Antizionisten werden mit aller Vehemenz bestreiten, dass sie Antisemiten seien. Sie werden beteuern, sie seien nur gegen das böse Israel, hätten aber keineswegs was gegen Juden. Überlegt Euch mal folgendes Szenario: stellt Euch vor, jemand würde Euch verkünden, er sei für die Zerstörung Griechenlands, aber im nächsten Atemzug versichern, er habe überhaupt kein Problem mit Griechen. Würdet Ihr ihm glauben?

 

Wer noch Zweifel hat, der möge die Sprache linksradikaler, rechtsradikaler oder radikal-islamischer Antizionisten studieren, z. B. die Sprache des iranischen Regimes. Vielfach mag das Wort „jüdisch“ gegen „zionistisch“ ausgetauscht worden sein, aber der Inhalt der Thesen ist dem Antisemitismus, den man noch von früher gewohnt ist, sehr, sehr ähnlich: blutrünstige, diabolische Verschwörer kontrollieren die Welt, lenken alles in ihrem Sinne, räumen alles aus dem Weg, was sich zu widersetzen wagt, damit sie ungestört weiter erobern und unterwerfen können. Auch uralte judenfeindliche Stereotype vom Kindermörder, vom Brunnenvergifter und von spezifisch jüdischer Rachsucht und Grausamkeit sind immer wieder mit dabei.109 Es ist dasselbe wie früher, nur hier und da ein bisschen modifiziert.

 

Der Oberste Führer des Iran, Ayatollah Ali Khamenei, wettert immer wieder gegen zionistische Verschwörer und fordert die Vernichtung Israels. Er meint es ernst. Unter dem Mullah-Regime ist der Iran der größte Staatssponsor des Terrorismus und finanziert und bewaffnet u. a. die Organisationen Hamas und Hisbollah, die Israel ausradieren wollen

 

 

Es ist kein Zufall, dass die obsessive Feindseligkeit sich gegen den einen Staat der Welt richtet, der jüdisch ist. Es ist kein Zufall, dass das Existenzrecht gerade dieses einen Staates wie selbstverständlich zur Diskussion gestellt wird.

 

 

Und gerade Deutschland tut sich hier unrühmlich hervor. Der Historiker Michael Wolffsohn schreibt zusammenfassend: „Der Befund ist eindeutig und durch zahlreiche seriöse Umfragen seit Anfang der 1980er Jahre vielfach belegt: Israel zählt für „die“ Deutschen zu den unbeliebtesten Staaten der Welt. Mehr noch, und wieder vielfach durch Umfragen belegt: Israel ist bei „den“ Deutschen viel unbeliebter als in fast allen EU-Staaten. Und noch mehr: Bei einigen Umfragen wird Deutschland im Israel-Hass nur noch von extremen arabisch-islamischen Staaten übertroffen.“110

 

Viele Deutsche werden mit sich selbst und der Vergangenheit ihres Landes nicht fertig. Um ihre unausgeglichenen Gemütszustände besser auszuhalten, ist es längst ein wesentlicher Bestandteil ihres politischen Selbstverständnisses geworden, gegen den Staat der Juden zu sein. Ihn zu dämonisieren und die NS-Zeit auf ihn zu projizieren, hilft nur begrenzt, aber es erleichtert etwas.

 

„Die Deutschen werden den Juden Auschwitz nie verzeihen.“, hat Zvi Rex gesagt111 und leider wird das inzwischen Wort und für Wort bestätigt. Schon der Linksterrorist Dieter Kunzelmann von den Tupamaros West-Berlin hat seinerzeit über den „Judenknax“ geklagt, dessentwegen wir armen Deutschen heute unter der Knute des faschistischen Israel stehen und nicht aufzumucken wagen.112 Bis heute ist ein großer Teil der politischen Linken von dieser Form von antisemitischem Ressentiment durchdrungen. Dieser Gutmensch-Antisemitismus, der ja so vehement gegen Nazismus ist, wird allerdings oft nicht als das erkannt, was er ist.

 

 

Viele Deutsche wollen einfach nicht sehen, dass wahnhafter Antizionismus auch nur eine Form des Antisemitismus ist. Man versucht, sich die Lage schön zu reden und hier eine Trennung vorzunehmen, aber Bassam Tibi hat schon im Rahmen seiner Forschungen zum radikal-islamischen Judenhass herausgefunden, dass im arabischen Raum die Begriffe „Yahudi“ (Jude) und „Sahyuni“ (Zionist) synonym verwendet werden.113

 

Und wenn es „nur“ gegen Israel geht, warum gab es dann in Europa 2006, 2009, 2012 und 2014 Ausbrüche von blankem Judenhass auf großen Demos, als Israel sich gegen die Hisbollah und die Hamas zu wehren wagte?114 (Wobei auch wieder und wieder die Lüge wiederholt wurde, Israel begehe einen – ich zitiere – „Holocaust.“ Grotesker Unsinn, zumal Israels Streitkräfte die Zivilbevölkerung vor Angriffen gewarnt haben und bemüht waren, den Schaden zu begrenzen. Aber die Hamas benutzt ihre Bürger als menschliche Schutzschilde und errichtet ihre militärischen Installationen mit voller Absicht in zivilen Wohngebieten.115) Wieso auch im Dezember 2017, nachdem US-Präsident Donald Trump – den Jerusalem Embassy Act von 1995 umsetzend – Jerusalem als Israels Hauptstadt anerkannt hatte?116 Wenn es „nur“ um Israel geht, warum auch dann die Hassausbrüche gegen Juden auf offener Straße und in Internetforen? Was haben in Berlin, Amsterdam, Paris, Dortmund oder London lebende Juden mit der Politik der Regierung in Jerusalem zu tun?

 

Hassdemo auf deutscher Straße im Jahr 2006: Juden als Kindermörder und Blutsäufer, ein uraltes antisemitisches Stereotyp (haGalil.com)

 

 

Israel ist für zahllose Judenhasser nur ein Alibi, nichts weiter.

 

 

Und ein erheblicher Teil dieser Gesellschaft hat die Schwelle vom Israelhass zum Judenhass offenbar längst überschritten. Im April 2017 wurden die Ergebnisse einer von der Friedrich-Ebert-Stiftung in Auftrag gegebenen Studie veröffentlicht, bei der 40 Prozent der befragten Deutschen angegeben hatten, dass es verständlich sei, aufgrund der Politik Israels etwas gegen Juden zu haben. (2014 waren es noch 28 Prozent der Befragten gewesen.)117

 

 

Wir haben hier also eine Gesellschaft, die massenhaft Antisemitismus aus dem islamischen Raum willkommen heißt und für diesen Hass Verständnis aufbringt, denn irgendwie sind die Juden – bzw. das jüdische Kollektiv im Nahen Osten – wieder mal selber an allem schuld. (Vor achtzig Jahren wäre auch so argumentiert worden, wetten dass?)

 

Neulich las ich einen Artikel über die Erlebnisse eines Juden aus iranischer Familie, der in Berlin aufgewachsen ist und der schon als Kind den importierten muslimischen Antisemitismus brutal am eigenen Leibe erfahren hat. Darunter schrieb ein Kommentator leider zutreffend: „Der politisch korrekte Gegen-Rechts-Deutsche hasst nicht die Juden. Natürlich nicht. Er macht es eleganter. Er lässt hassen.“

 

 

Viel zu viele Deutsche haben überhaupt nicht verstanden, wie Antisemitismus funktioniert, dass es sich um einen wahnhaften Hass handelt, der mit dem realen Verhalten seiner Objekte nichts zu tun hat. Der Antisemit hasst Juden, völlig egal was sie tun. Denn sein Problem ist nicht ein konkretes Verhalten, sondern dass es die Juden gibt.

 

 

In Deutschland entsteht eine Symbiose des einheimischen und des importierten Hasses. Hinzu kommt – und das ist mindestens genauso grausig – Gleichgültigkeit. Mir geht es nicht aus dem Kopf, was ein Bekannter vor kurzem erwidert hat, als ich ihm vom Massenimport des Judenhasses nach Deutschland erzählte und was in Ländern wie Schweden und Frankreich seit Jahren los ist. Er antwortete: „Na ja, die Juden sind aber schon Leute, die sich in der Opferrolle gefallen.“ Das war es, was ihm dazu einfiel! Und es war nicht das erste Mal, dass ich die vollkommene Gleichgültigkeit des braven deutschen Untertanen erleben durfte, der selig darauf vertraut, dass nichts Schlimmes passieren kann, egal welche Scheiße die Politik baut.

 

Die Gleichgültigen und die schlecht Informierten sind sicherlich zahlreicher als die Antisemiten in der autochthon-deutschen Gesellschaft, das ist grundsätzlich nicht schlecht, aber wenn die Gleichgültigen durch Nichtstun den Hasserfüllten den Weg ebnen, hilft das alles auch nichts mehr.

 

Im Gegenteil, gerade Gleichgültige und Unwissende können unter Umständen zum Werkzeug der Fanatiker werden, weil sie so wenig wissen, dass sie schnell für bare Münze nehmen könnten, was man ihnen für Propaganda auftischt.

 

 

 

Es kursiert heute ein sehr böser Witz, der geht so: Wer sind die Lieblingsjuden der heutigen Deutschen? Na, die Familie Stolperstein!

 

Leider hat sich gezeigt, dass die „Wiedergutwerdung der Deutschen“118 mit einem echten, praxisbezogenen Lernen aus der Geschichte nur wenig zu tun hatte. Eike Geisel nannte die Erinnerung in diesem Land „die höchste Form des Vergessens.“

 

Henryk M. Broder hat etwas geschrieben, was in die gleiche Richtung geht:

 

„Die Deutschen, die so stolz darauf sind, sich ihrer Vergangenheit zu stellen, haben keinen Bezug zur Gegenwart. Sie rufen ‚Wehret den Anfängen!’ und ‚Nie wieder 33!’ – und sie meinen es wörtlich. Nie wieder soll die NSDAP an die Macht kommen, und nie wieder soll die Judenfrage in Deutschland gelöst werden. Hitler war ein böser Mann, und wer den Holocaust leugnet, kommt vor Gericht. Was freilich im Nahen Osten passiert, ist eine andere Geschichte.“ 119

 

(Ebenso das, was in Europa mit dem Massenimport von Antisemitismus passiert, aber das war zum damaligen Zeitpunkt noch nicht so schlimm wie jetzt. Diese Zeilen sind über zwölf Jahre alt.)

 

 

Das wackere Engagement der inzwischen 85 Jahre zu spät kommenden Anti-Hitler-Widerständler hat etwas ungemein Bequemes. Denn solange niemand eine Zeitmaschine erfindet, ist es unmöglich, dass sich 1933 wiederholt. Die NSDAP wird auch nicht wieder an die Macht kommen, weil sie nicht mehr existiert.

 

Aber schon Johannes Gross wusste: „Je länger das Dritte Reich zurückliegt, umso stärker wird der Widerstand gegen Hitler und die Seinen.“120

 

Johannes Gross (Wikipedia)

 

 

Das Praktische dabei ist, dass Widerstand gegen einen toten Diktator, der niemandem mehr etwas antun kann, keinerlei Mut erfordert. Positionierung gegen das alte Nazi-Gedankengut erfordert auch keinen Mut, weil die allermeisten Mitmenschen dem problemlos zustimmen werden. Das ganze Nie-wieder-1933-Getue ist ebenso wohlfeil wie bedeutungslos geworden. Und es dient offenbar nur der Selbstbeweihräucherung der Deutschen, die ja ach so viel aus der Geschichte gelernt haben und jetzt den Rest der Welt Mores lehren.

 

Genau diese selbstherrliche Attitüde kam auch in Eberhard Jäckels Worten zum Ausdruck, als er allen Ernstes meinte, anderswo beneide man uns Deutsche um das Berliner Holocaust-Mahnmal. Ähnliches meine ich aus den Worten des früheren Kanzlers Schröder herauszuhören, der sagte, er wünsche sich ein Holocaust-Mahnmal, zu dem man „gerne geht.“ Gerne, weil man so stolz auf den eigenen, ach so vorbildlichen Umgang mit der Geschichte ist, oder wie?

 

 

Während die Deutschen also wacker den toten Führer nachträglich an der Machtergreifung hindern und sich selbst wegen ihres vorbildlichen Lernens auf die Schultern klopfen, erstarken in ihnen antisemitische Ressentiments, sie importieren massenhaft Antisemitismus und vielen von ihnen ist das alles völlig egal.

 

Wer sich so verhält, hat nicht oder nur mangelhaft gelernt.

 

 

Thomas Eppinger hat es bestens auf den Punkt gebracht: „ (…) kommende Generationen werden das demokratische Deutschland einmal nicht daran messen, wie es sich an die toten Juden erinnert hat, sondern wie es mit den lebenden umgegangen ist.“121

 

Was das angeht, schneidet dieses Land mangelhaft ab.

 

 

 

  1. Was heißt Lernen aus der Geschichte?

 

Es gibt keine Kollektivschuld. Sebastian Haffner hat schon vor Jahrzehnten richtig geschrieben, dass die Frage von Schuld und Verantwortung immer individuell beantwortet werden muss. Hannah Arendt hat nach dem Krieg einmal gesagt „Irgendwie sind wir alle schuldig“ und das später ausdrücklich zurückgenommen, weil sie richtiger Weise das Gefühl hatte, mit einem solchen Satz deckt man gewissermaßen Leute wie Höß, Eichmann, Heydrich und wie sie alle hießen.122 Sehr viel mehr Menschen müssen gewusst haben, was vor sich ging, als sie es später eingestehen wollten, das ist wahr. Die meisten Deutschen jener Zeit waren wohl führergläubige Verdrängungskünstler. Leider sehr menschlich und ziemlich ekelhaft. Aber die Mitläufer und Verdränger stehen deshalb, moralisch gesprochen, noch nicht auf derselben Stufe wie die SS-Einsatzgruppen, wie die Mörder in den Todeslagern, wie die Hitlers und Himmlers, die das alles befohlen haben.

 

Hannah Arendt

 

 

Auch ererbte Schuld existiert nicht. Wer zur Zeit des Dritten Reiches ein Kind oder noch gar nicht auf der Welt war, hat sich selbst nichts vorzuwerfen.

 

Aber aus dieser Geschichte folgt eine Verantwortung, daraus zu lernen und das Gelernte umzusetzen.

 

Echtes Lernen aus Auschwitz müsste beinhalten:

 

1) Den Antisemitismus in seinen verschiedenen Erscheinungsformen klar zu benennen

 

2) Den Antisemitismus (und natürlich auch jede andere Form von Rassismus und genozidalem Hass) entschieden zu bekämpfen durch Aufklärung, die schon in den Schulen beginnen sollte

 

3) Dafür zu sorgen, dass niemand mehr in diesem Land Angst haben muss, dass ihm etwas getan wird, weil er Jude ist. Heute haben Juden in Deutschland wieder berechtigte Angst davor, auf der Straße als Juden erkannt zu werden, und das ist das absolute Armutszeugnis dieses „vorbildlichen“ Gemeinwesens. Das darf so nicht sein!

 

4) Holocaust-Opfer entschädigen. Mit Geld kann man zwar nicht aufwiegen, was diesen Menschen angetan wurde, aber es ist eine Selbstverständlichkeit. Außerdem sollte nicht vergessen werden, dass der Holocaust nicht zuletzt ein „Massenraubmord“ war. Sozialneid und Habgier gehörten auch zu den Motiven dieses Verbrechens. Geraubtes Eigentum muss den Eigentümern oder, wenn die nicht mehr leben, den Erben zurückgegeben werden.

 

Der Autor und Filmemacher Maurice Remy schätzt, dass noch etwa 60 Prozent der deutschen Museen Raubgut in ihren Beständen haben. Im Jahr 2015 hatten ungefähr 10 Prozent von ihnen angefangen, mal nachzuschauen, was denn noch so alles da ist.123

 

 

5) Den Juden gegen diejenigen beistehen, die ihre Existenz heute bedrohen, also dabei helfen, die Existenz Israels zu schützen, Israel gegen die Terrorsponsoren und Vernichtungsantisemiten im Iran und seine weiteren Feinde verteidigen und wahrheitsgemäß über die ganze Israel-Palästina-Geschichte aufklären, um den Israel-bezogenen Antisemitismus zu bekämpfen.

 

Wenn Deutschland es mit seiner Verantwortung ernst meint, muss es dafür Sorge zu tragen helfen, dass die Existenz der Heimat und des Schutzraums des jüdischen Volkes gesichert ist.

 

Das hat Deutschland seit Adenauer auch ganz richtig gemacht. Wäre Israel nicht so gut gerüstet, hätten es die Nachbarn vermutlich schon 1967 oder 1973 ausgelöscht und den nächsten Massenmord an den Juden angerichtet. Wäre Israel nicht so gut gerüstet, wären die vernichtungswütigen Antisemiten von der Hamas und der Hisbollah heute längst einmarschiert und hätten jeden Juden umgebracht, den sie in die Finger gekriegt hätten.

 

 

Ich weiß auch nicht, wo hier das gedankliche Problem liegen soll. Ich behaupte nicht, dass man deswegen alles an Israel toll finden soll. Alles, was man an jedem anderen Land kritisieren würde, darf und soll man auch an diesem kritisieren. Aber es ist doch wohl nicht zu viel verlangt, eine rote Linie zu ziehen, wenn einem Land sein Existenzrecht abgestritten wird.

 

 

Es gibt eine moralische Verpflichtung, dem jüdischen Volk beizustehen, aber die ergibt sich nur zum Teil aus der Geschichte des Holocaust.

 

Ich halte es – wie bereits angedeutet – für ein von vielen vielleicht gut gemeintes, aber in der Konsequenz fatales Missverständnis, die Solidarität mit Israel einseitig mit Auschwitz zu begründen.

 

Damit wird suggeriert, wir müssten nur wegen dieser Geschichte solidarisch sein und was heute ist, wird völlig ausgeblendet.

 

Wenn wir jetzt noch einkalkulieren, wie weit verbreitet groteske Fehlvorstellungen von Israel und antijüdische Ressentiments in dieser Gesellschaft sind, ist es nicht mehr weit zu folgendem Schluss: eigentlich ist Israel böse, faschistisch, ein Aggressor, aber wegen des Holocaust müssen wir die Klappe halten und brav zu allem Ja und Amen sagen. Der Holocaust ist der einzige Grund, aus dem wir – gezwungener Maßen – zu diesem Land stehen.

 

So denkt es in unzähligen Menschen, die keine Ahnung haben.

 

Antisemitische Parole auf einer Anti-Israel-Demo in Bochum, Sommer 2014 (Lizas Welt)

 

 

Auf dem Blog „arprin“, der immer wieder gute Beiträge bringt, erschien schon vor Jahren ein lesenswerter Kommentar zum deutschen Umgang mit der Geschichte, der es verdient, ausführlich zitiert zu werden:

 

„Was tun wir denn, um unserer angeblichen Verantwortung nachzugehen? Eigentlich nur eines: Wir erkennen das Existenzrecht Israels an. Aber ist das nicht eigentlich was völlig selbstverständliches? Sind wir nicht auch für das Existenzrecht von Guatemala, Usbekistan oder Tansania? Ansonsten interpretieren wir unsere besondere Verantwortung für Israel insbesondere dadurch, dass wir Israel für jede noch so kleine Korinthenkackerei verurteilen, während uns die Massaker im Kongo, Darfur und Sri Lanka kein Stück interessieren. Sind ja keine Juden am Werk, da hört unsere besondere Verantwortung auf. (…)

 

Wer kann sich erinnern, wann der Bundestag das letzte Mal einen parteiübergreifenden Beschluss gefasst hat? Neben der Rehabilitierung von Kriegsverrätern während der NS-Zeit geschah das in den letzten Jahren nur einmal: CDU, SPD, FDP, Linke und Grüne forderten gemeinsam eine Aufhebung der Blockade des Gazastreifens (dabei liefert Israel selbst ständig Waren in die Region, die Blockade dient lediglich der Verhinderung von Waffenlieferungen an die Hamas). Der deutsche Volkswille ist mehr als eindeutig: 65% der Deutschen halten Israel für die größte Gefahr für den Weltfrieden [Anm. von mir: das ergab jedenfalls eine Eurobarometer-Umfrage aus dem Jahr 2003], 49% glauben, Israel führt einen Vernichtungskrieg gegen die Palästinenser und 40.5% bejahten die Ansicht: „Was der Staat Israel heute mit den Palästinensern macht, ist im Prinzip auch nichts anderes als das, was die Nazis im Dritten Reichen mit den Juden gemacht haben.“

 

Im Klartext: Deutschland ist einerseits ein extrem antiisraelisches Land, andererseits aber wie besessen, die Erinnerung an den Holocaust hochzuhalten. Wie kommt es zu diesem scheinbar widersprüchlichen Phänomen? Nun, ganz einfach: Der Holocaust wird gegen Israel ausgespielt. Da wir unsere Geschichte aufgearbeitet haben, sind wir verpflichtet, gegen jede Art von Rassismus oder Gewalt auf der Welt einzustehen. Und da die Juden am meisten unter uns gelitten haben, liegt unser Hauptaugenmerk auf den jüdischen Staat Israel. Wie ein verurteilter Bankräuber, der nach seiner Haftentlassung gegen die Gier der Banker demonstriert: „Ich muss es ja wissen, ich war selber mal ein Dieb!“. Der Holocaust wird zu einem deutschen Privileg. Wenn es ihn nicht gegeben hätte, könnten wir ihn nicht aufarbeiten und dann „gerade als Deutsche“ den anderen vorschreiben, was sie zu tun oder zu lassen haben.

 

Die Erinnerung an den Holocaust liefert eine moralische Rechtfertigung, um Israel zu hassen. „Die Israelis sind die Nazis von heute“- diese Behauptung ist in etwa so zutreffend wie das (sic!) Nordkorea eine lupenreine Demokratie ist. Aber für einen geschichtsbewussten Deutschen ist diese Behauptung sehr nützlich, denn obwohl man gar keine Schuld mehr für den Holocaust empfindet, was ja auch verständlich ist, waren seine Großeltern eben doch Nazis, und deshalb muss er jetzt, um seine Lektion zu lernen, gegen Israel sein. Die Gefühle, die die Deutschen bei der Erinnerung an den Holocaust empfinden, gingen von Scham und ehrlicher Schuld zur heutigen Phase über: dem Sündenstolz. Der israelische Psychoanalytiker Zvi Rex brachte es auf den Punkt: „Die Deutschen werden den Juden Auschwitz niemals verzeihen“.

 

(…) Unsere Geschichtsaufarbeitung ist zwar immer noch besser als die der Türken oder Japaner, aber weit davon entfernt, vorbildlich zu sein. Wie wir mit Israel umgehen sollten, sollte die derzeitige Situation bestimmen:

 

Es ist heute so, dass in den muslimischen Ländern ein genozidaler Hass gegen Juden und den Staat Israel propagiert wird. Es ist heute so, dass jüdische Schulen in Deutschland wie Hochsicherheitstrakte ausgestattet werden müssen und das Wort „Jude“ als ein Schimpfwort gebraucht wird. Es ist heute so, dass Juden in den Niederlanden, Schweden und Ungarn auswandern wollen, weil sie den täglichen Antisemitismus nicht mehr ertragen können. Und vor allem: Es ist heute so, dass Israel der einzige Staat im Nahen Osten ist, der freie Wahlen abhält, ein Mehrparteiensystem besitzt, wo regierungskritische Demonstranten nicht niedergeschossen und kritische Organisationen nicht verfolgt werden, Frauen und Homosexuelle nicht wie Menschen zweiter Klasse behandelt werden, ethnische und religiöse Minderheiten weitgehend gleichberechtigt sind und wo es den Palästinensern- trotz der übertrieben Märchen vom Gegenteil- noch am besten geht.

 

Wir sollten nicht aus Gründen der Vergangenheit für Israel sein, sondern aus Gründen der Gegenwart. (…)

 

Aber vielleicht sollten wir Deutschen doch lieber gar nichts tun. Wir haben nicht den Genozid in Ruanda verhindert, wir haben bei den Massenmorden in Darfur zugesehen, bei Srebrenica, in Sri Lanka und in Libyen. Wir haben sogar Saddam die Chemiewaffen geliefert, mit denen er dann später Tausende Kurden ermordet hat, und heute machen wir Milliardengeschäfte mit den nächsten potenziellen Völkermördern, den iranischen Mullahs. Auf uns ist kein Verlass, wir werden nicht mal mit Piraten vor der somalischen Küste fertig. Wir sollten uns einfach raushalten. Die Israelis können sich selbst verteidigen. Sie haben ihre Lektion gelernt, sie nehmen die Vernichtungsdrohungen von verrückten Diktatoren ernst, anstatt sie zu verharmlosen, und das ist doch das Wichtigste.“124

 

 

Eben. Genauso ist es. (Nur mit dem Plädoyer fürs Nichtstun bin ich nicht einverstanden.)

 

Israel verdient Solidarität, weil es das einzige freiheitliche Land der Region ist. (Trotz aller auch dort existierender Defizite und Probleme)

 

Aber viele unserer Medien interessieren sich kein Stück dafür, mal über was anderes als Terror und Krieg zu erzählen, wenn es um Israel geht. Würden sie umfassender von diesem Land berichten, hätten vielleicht weniger Menschen eine so verzerrte Wahrnehmung. Wer weiß denn schon, dass Israel inzwischen zu über 160 Staaten diplomatische Beziehungen pflegt, dass es zu einer der innovativsten Wirtschaftsmächte und international ein gefragter Partner in Sachen High-Tech und Sicherheit geworden ist? Dass es die einzige Demokratie der Region ist?125 Das einzige Land der Region, in dem religiöse Minderheiten keine Furcht haben müssen, ihre Religion zu praktizieren. Das einzige Land der Region, das Homosexuelle nach ihrer Façon leben lässt. Und und und. Es ist ja irgendwo schon kurios, dass gerade viele Linke Israel so hassen, obwohl Israel der eine Staat der Region ist, der das, was Linken so wichtig ist, am ehesten verwirklicht hat.126

 

 

 

Israel und die Juden verdienen Solidarität, weil der Antisemitismus nicht ein Phänomen aus den Geschichtsbüchern ist, sondern weil er heute lebt und immer stärker wird und das jüdische Leben in Europa sowie die Existenz der Heimat und des Schutzraums der Juden bedroht, wobei Israel sich heute wenigstens verteidigen kann. Juden in Europa sehen sich dem wachsenden Hass oftmals hilflos gegenüber und schließlich keine andere Möglichkeit mehr als die Auswanderung.

 

Wenn diese Brücke zur Gegenwart nicht geschlagen wird, ist die ganze Beschäftigung mit der NS-Zeit im Endeffekt – ganz hart gesagt – nutzlos.

 

 

Auschwitz hat als eine niemals zu vergessende Mahnung seinen Platz in der deutschen Identität und es wird ihn immer haben. (Wobei mir auch das schon etwas anmaßend erscheint, denn natürlich haben andere Menschen genauso aus dieser Geschichte zu lernen.) Solange Deutschland existiert, ist es ein Teil seiner Geschichte, aber wenn daraus nichts gemacht wird, um die heutigen Bedrohungen zu bekämpfen, dann haben wir nichts gelernt.

 

Deutschland nutzt die Vergangenheit nur als Vorwand, um imaginierte oder hoffnungslos verzerrt dargestellte Bedrohungen zu bekämpfen, zur Zeit also in erster Linie die einzig übrig gebliebene konservative Partei in diesem Land bzw. die Kritiker und Gegner der grenzenlosen Migration. Überall steht das neue 1933 vor der Tür. Wird eine Frau von Asylbewerbern auf bestialische Weise missbraucht, was ist das naheliegende? Recht und Ordnung durchsetzen? Kriminelle des Landes verweisen? Nein, mehr Engagement „gegen rechts“, was zur Zeit nur eine Tarnung für „gegen alles Nicht-Linke“ zu sein scheint. Im Ausland fasst man sich schon an den Kopf und kann es nicht fassen, was hier los ist.127

 

Mit Lernen aus der Geschichte hat das alles nichts zu tun. Wir haben es hier mit hochgradiger Verwirrung und mit dem Verlust eines moralischen Kompasses zu tun.

 

 

Und jetzt müssen wir noch einmal auf die These vom Anfang dieser Arbeit zurückkommen. Was passiert, wenn man – der fatalen deutschen Neigung zu Extremen und ideologischem Fanatismus nachgebend – allen Ernstes Auschwitz zum Gründungsmythos des heutigen Deutschland kürt?

 

 

 

  1. Endstation Zerstörung

 

Ich habe mich mit meiner am Anfang erwähnten Gesprächspartnerin, wie gesagt, auch über die jüngste deutsche Geschichte unterhalten und über die verschiedenen Formen des Antisemitismus, der sich u. a. im obsessiven Israelhass äußert. Wir sprachen über die deutsche Selbstzerstörung und kurioser Weise war sie zu einer ganz ähnlichen „Diagnose“ gekommen wie ich. Sie benutzte sogar exakt dieselben Worte, nämlich „Selbsthass“ und „Größenwahn“, um die geistige Verfasstheit des heutigen Deutschland zu beschreiben.

 

Auch was den weiterlebenden Antisemitismus in seinen verschiedenen Formen und den Massenimport solchen Hasses aus der islamischen Welt angeht, stimmte sie mir zu.

 

Und jetzt kommt’s. Sie wagte eine These, von der ich nicht beweisen kann, dass sie so stimmt, die mir aber erschreckend plausibel erscheint und die mich nun nicht mehr loslässt.

 

Sie stellte die Frage in den Raum, ob das Deutschland, das sich Auschwitz zum Gründungsmythos erkoren hat, nicht gerade dabei ist, einen Zerstörungsfeldzug sowohl gegen den Bestand der deutschen Nation im Allgemeinen als auch gegen die Juden im Speziellen zu führen, denen man Auschwitz nicht verziehen hat.

 

 

Und in der Tat, die Linksradikalen machen keinen Hehl aus dem, was sie wollen. Antifanten und besonders Radikale aus den Reihen der Grünen wünschen sich den – ich zitiere – „Volkstod“128 herbei und frohlocken geradezu darüber, dass Deutsche in diversen Städten und Gemeinden dieses Landes schon bald Minderheit sein werden. Die geilen sich geradezu an diesen Aussichten auf. (Und nebenbei erfüllen diese Vollidioten mit ihrem brennenden Wunsch nach Deutschlands Ende Adolf Hitler seinen letzten Wunsch, der am Ende Deutschland, das nicht so funktioniert hatte wie er es ihm zugedacht hatte, in seinen eigenen Untergang mitnehmen wollte. Diese bittere Ironie der Geschichte begreifen noch zu wenige.129 Abgesehen davon, ist „Deutschland verrecke!“ der Nazi-Parole „Juda verrecke!“ nicht bemerkenswert ähnlich?)

 

YouTube-Screenshot

 

 

Rassismus ist längst hof- und salonfähig, wenn er sich gegen Weiße richtet. Die grüne Spitzenkandidatin in Bayern, Katharina Schulze, kann hemmungslos in diese Richtung agitieren, ohne dass das nennenswerte Aufregung erzeugt.130 Anetta Kahane, Heiko Maas‘ Zensurgehilfin von der Amadeo-Antonio-Stiftung, klagte: „Im Osten gibt es gemessen an der Bevölkerung noch immer zu wenig Menschen, die sichtbar Minderheiten angehören, die zum Beispiel schwarz sind.“131 (Im Umkehrschluss also: da gibt’s einfach zu viele Weiße.) Nach der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten wurde die rassistische Hetze gegen weiße Menschen besonders deutlich, denn dieser bösen Spezies hat Trump es ja angeblich zu verdanken, dass er es überhaupt ins Weiße Haus geschafft hat. (Eine reine Propagandalüge, nichts weiter132)

 

Linksextreme, die „Deutschland ist Scheiße! Deutschland ist Dreck!“ skandieren, werden heute von höchstrangigen deutschen Politikern beworben.133

 

Einer der prominentesten linken Ideologen unseres Landes, Jakob Augstein, hat am 9. Juli auf Twitter proklamiert: „Plädoyer für eine andere Idee von Deutschland: Ein neuer „Schmelztiegel“, in dem Menschen aus Europa, dem Nahen Osten und Afrika gemeinsam eine neue Nation erschaffen.“134

 

Jakob Augstein (Wikipedia)

 

 

Ein Teil des politisch-medialen Establishments propagiert ganz offen die deutsche Selbstzerstörung. Dieses Land soll nicht mehr sein. Jedenfalls nicht mehr als Land der Deutschen. Auch Angela Merkels Worte nach der Grenzabschaffung im Herbst 2015 konnten dem aufmerksamen Zuhörer zu denken geben.135

 

 

Deutschland zerstört sich nicht nur mit den Mitteln grenzenloser Einwanderung, demographischer Umschichtung und Auflösung des Rechtsstaates. Darüber hinaus hat es sich zur Aufrechterhaltung des Euro finanzielle Lasten auferlegt, die dieses ohnehin völlig überschuldete Land eines Tages noch in den Ruin treiben könnten.136 (Ein Problem, das über die Kosten für die Finanzierung der Zuwanderer etwas aus dem Blickfeld geraten ist)

 

Dieses Land soll seine staatliche Souveränität zu Gunsten eines EU-Megastaates aufgeben. Dass es keine Grenzen mehr haben soll, ist in diesem Zusammenhang auch irgendwie konsequent.

 

Dieses Land läuft Gefahr, seine Schlüsselindustrien, also die Grundlagen seines (schwindenden) Wohlstandes kaputt zu machen137 und rechtfertigt es mit der Panik vor dem angeblich menschengemachten Klimawandel und der CO2-Hysterie. (Erstens wäre ohne CO2 gar kein Leben auf diesem Planeten möglich. Zweitens macht es 0,0038 Prozent der Erdatmosphäre aus und davon wiederum kommt nur ein Bruchteil aus industriellen Emissionen.) Ja, es gibt einen Klimawandel, aber den gibt es, seit die Erde existiert! Es gab schon Epochen in der Erdgeschichte, in denen es viel wärmer war als jetzt. Komischer Weise gibt es uns immer noch. Ich glaube nicht, dass man sich damit verrückt machen sollte. Man sollte lieber die realen Umweltprobleme angehen, auf die der Mensch auch Einfluss hat. Aber es geht längst nur noch im Ideologie, nicht um Wissenschaft und Technik. (Und es geht natürlich auch um einen ökologisch-industriellen Komplex, der mit dieser Politik den großen Reibach macht!138)

 

 

Während Donald Trump seinem Land den Grundsatz „America First“ verordnet hat, arbeitet Deutschland wie besessen daran, sich selbst in jederlei Hinsicht zu demontieren und seinen Abgang vorzubereiten.

 

 

Ideologischer Fanatismus und zerstörerische Energie richten dieses Land zu Grunde und niemand scheint in der Lage, die deutsche Dampfwalze noch zu stoppen. Es besteht die Möglichkeit, dass alles, was bisher passiert ist, nur ein läppischer Vorgeschmack war. Sollten unsere Politiker auch noch den UN-Migrationspakt unterschreiben und anschließend in nationales Recht umsetzen und sich die demographische Explosion Afrikas in Richtung Europa entladen, dann Gnade uns Gott.139

 

Die ehemals konservativen Unionsparteien sind gerade auf dem besten Weg, sich selbst überflüssig zu machen. Der große Hoffnungsträger Friedrich Merz, von dem sich manche die Erneuerung der CDU versprechen, könnte sich sehr schnell als Blendgranate herausstellen. Seine Lobeshymne auf die Grünen140 und seine absurde Behauptung, die AfD sei „offen nationalsozialistisch“141, sprechen jedenfalls dafür. Es steht zu befürchten, dass er die CDU auf dem gemerkelten links-grünen Kurs halten wird. (Für seine Konkurrenten AKK und JS gilt es erst recht.)

 

Indessen feiern die Grünen große Wahlerfolge, liegen laut einer aktuellen Meinungsumfrage auf Bundesebene bereits bei 23 Prozent142 und spätestens an diesem Punkt ist es berechtigt, zu verzweifeln. Deutschland hat 2015 die offene Selbstzerstörung eingeleitet und als Reaktion darauf wenden sich mehr und mehr Leute einer Partei zu, die wie keine zweite für Selbstaufgabe, Islam-Unterwerfung (doppelt gemoppelt, ich weiß), ideologischen Fanatismus, Vernunftfeindlichkeit und grenzenlose Einwanderung steht? Und wenn es Bürger ganz zaghaft wagen, auf der Straße ihren Unmut kundzutun, marschiert sofort eine drei bis vier Mal so große Demo gegen die vermeintlichen Nazis auf? Wenn dieser Trend so anhalten sollte, dann muss ich leider sagen: dieses Land will definitiv nicht mehr. Es will einfach nur noch sterben. Da ist dann auch nichts mehr zu machen.

 

 

Angenommen, meine Gesprächspartnerin hat Recht mit ihrer These von der deutschen Selbstvernichtung: wie viele Menschen in diesem Land sind es, die das so wollen?

 

Sie schätzte, dass zwischen 10 und 20 Prozent der deutschen Bevölkerung hoffnungslos ideologisch fanatisiert und durch kein Argument der Welt davon abzubringen sind. Bei allem, was sie tun, geht es ihnen nur noch darum, ihr persönliches Weltbild zu schützen. Alles, was diesem Bild widersprecht, muss mit aller Massivität und Aggressivität abgewehrt werden.

 

Wohin diese Fanatisierung führen kann, sieht man an folgendem Beispiel, über das ich auch mit meiner Gesprächspartnerin geredet habe. Die Eltern der von einem Asylzuwanderer getöteten Studentin Maria Ladenburger haben als Reaktion darauf eine Stiftung ins Leben gerufen, die ausländischen Studenten bei der besseren Integration helfen soll. In der Traueranzeige für ihre Tochter hatten die Eltern außerdem zu Spenden für die Flüchtlingshilfe aufgerufen. Dafür wurden die Ladenburgers mit dem Bürgerpreis der deutschen Zeitungen geehrt.143

 

Es tut mir leid, bei aller Humanität, aber ich habe nicht das geringste Verständnis für diese Reaktion der Eltern. Sie macht mich fassungslos. Ich kann mir nichts Schlimmeres vorstellen als den Tod der eigenen Kinder. Meine Urgroßeltern mussten zwei von drei Kindern zu Grabe tragen (mein Urgroßvater stand dicht vorm Selbstmord) und ich will mir gar nicht so genau vorstellen, wie sie auf eine solche Nachricht reagiert hätten. Da wird der Tod des eigenen Kindes auch noch instrumentalisiert, um die offensichtlich gescheiterte Ideologie, die in diesem Falle die furchtbarste Konsequenz hatte, weiter voranzutreiben.

 

Es erinnert mich an die unerträglichen Ergüsse des Bischofs Heinrich Bedford-Strohm, der im Grunde gesagt hat, dass es eine gute Sache ist, für die „richtige“ Ideologie sein Leben zu lassen. Nachdem eine Tramperin, die sich auch für echte oder vermeintliche Flüchtlinge engagiert hatte, mutmaßlich von einem marokkanischen LKW-Fahrer ermordet worden war, fiel dem Geistlichen dazu ein: „Vielleicht wäre sie noch am Leben, wenn sie aus dem Mißtrauen heraus gelebt hätte. Aber wäre das das bessere Leben gewesen?“ 144

 

Heinrich Bedford-Strohm 2011 (Wikipedia)

 

 

Ich muss sagen, die genannten Prozentsätze halte ich angesichts des Wahlverhaltens für realistisch. Das Gute daran ist, dass 10 bis 20 Prozent weit entfernt von einer absoluten Mehrheit sind. Aber ein Anlass zur Entwarnung ist das nicht. Die Realitätsresistenten und Zerstörungswütigen mögen nur eine Minderheit sein, aber nach meinem Dafürhalten eine erschreckend große und wenn diese Minderheit an die Schaltstellen der Macht und in führende Position bei großen, Meinung machenden Medien gelangt, dann reicht sie aus, um ein Land irreparabel kaputt zu machen. Es reicht besonders dann, wenn eine Mehrheit vielleicht nicht die Selbstzerstörung will, aber allem, was passiert, mehr oder weniger gleichgültig gegenüber steht oder wie in schlechten alten Zeiten als brave Untertanen agiert.

 

 

 

Ich kann nicht beweisen, ob es stimmt, dass Deutschland sich selbst und bei der Gelegenheit auch das hier noch existierende jüdische Leben zerstören will, weil es Auschwitz als seinen Gründungsmythos ansieht, mit diesem Kapitel seiner Geschichte nicht rational umgehen kann und letzten Endes durchgedreht ist. Diese These müsste man diskutieren, dann könnte man erörtern, was dafür und was dagegen spricht.

 

Der wirre Umgang mit der NS-Zeit allein erklärt wohl nicht, was hier los ist. Denn in Sachen Hitler haben sich Länder wie Belgien und Schweden nichts vorzuwerfen, doch auch sie scheinen reif für die Selbstaufgabe.145 Neben den spezifisch deutschen Erscheinungen – der Vehemenz der so genannten Willkommenskultur und dem ganz offen artikulierte Drang nach Selbstzerstörung – gibt es offenbar in weiten Teilen (West-)Europas einen Werteverfall und eine Gleichgültigkeit gegen den Wert der eigenen Kultur.

 

Wie sagte Dennis Prager? Europa steht für nichts mehr. Es verteidigt nichts mehr. Es steht nur noch dafür, sich gut zu fühlen.146 Gut wegen seiner eingebildeten moralischen Überlegenheit. Es setzt auf Appeasement und Selbstaufgabe. Immer schön lieb und nett sein und sich gut fühlen, nur darauf kommt es an.

 

Darüber hinaus haben wir viele Leute, die einfach denkfaul, behäbig und gleichgültig sind. Sie sind weitaus zahlreicher als die fanatischen Ideologen, aber von ihnen ist leider auch nicht zu erwarten, dass sie sich dem Treiben dieser Leute widersetzen.

 

Wenigstens formiert sich Widerstand gegen den UN-Migrationspakt, der in wenigen Wochen unterzeichnet werden soll und an dem Deutschland Berichten zufolge maßgeblich beteiligt war.147 (Merkel hatte ja angedroht, das Illegale legal zu machen.) Mehr und mehr Länder erklären, dass sie nicht mitmachen.148 Aber leider wird der Widerstand der anderen nur sie selbst (hoffentlich) retten können, aber Deutschland wird er nicht heilen. Deutschlands geistige Genesung kann nur in diesem Land selbst stattfinden, falls sie überhaupt noch möglich ist. Ohne eine geistige Genesung dieser Gesellschaft wird es keine Abkehr vom Weg der Zerstörung geben.

 

Nach Genesung sieht bislang nichts aus. Deutschland befreit sich nicht aus dem Strudel seiner Neurosen, sondern reißt andere Länder mit hinein, trampelt selbstherrlich über sie hinweg und gefährdet bei der Gelegenheit die Existenz Europas.

 

 

Apropos andere Länder:

 

Mit meiner Gesprächspartnerin habe ich auch über andere europäische Länder geredet. Sie hat schon in mehreren gelebt und ich würde sagen, dass sie – im besten Sinne des Wortes – eine Kosmopolitin ist, die im Laufe des Lebens unterschiedliche Sichtweisen kennengelernt hat. Im Gegensatz zu den größenwahnsinnig gewordenen Gutmenschen, die nur noch in ihrem eigenen Saft schmoren und sich zwar für weltoffen halten, aber total borniert und kurzsichtig sind.

 

Sie erzählte von der Diskussionskultur in der Schweiz, wo doch tatsächlich auch einem Andersdenkenden zunächst einmal mit Interesse begegnet und zugehört wird. Jedenfalls hat sie es so erlebt, dass man dort nicht gleich ein Aussätziger ist, mit dem Familie und Freunde tunlichst nichts mehr zu tun haben sollten, nur weil man beispielsweise konservativ zu sein wagt.

 

In Deutschland gibt es diese reife Diskussionskultur nicht. Dieser Meinung waren wir beide. Ein Grund, aus dem dieses Land heute kaputt zu gehen droht, denn wenn gar keine ernsthafte Auseinandersetzung mit dem stattfindet, was ist, wie soll dann irgendwas besser werden?

 

 

Tatsache ist jedenfalls, die heutige Politik läuft auf die Zerstörung dieses Landes und des hiesigen jüdischen Lebens hinaus, wenn sie nicht rechtzeitig gestoppt wird. Soll das die Konsequenz aus dem dunkelsten Kapitel unserer Geschichte sein?! Ist irgendjemand hier, der das so wünscht?!

 

 

 

Quellen:

 

  1. Welt am Sonntag, 16.1.2005: „Auschwitz taugt nicht als Gründungsmythos der Republik“ von Ralf Georg Reuth, Till-R. Stoldt https://www.welt.de/print-wams/article120531/Auschwitz-taugt-nicht-als-Gruendungsmythos-der-Republik.html

 

  1. Arutz Sheva – Israel National News, 21.12.2017: „Why the Holocaust is more than “a Genocide”“ by Dr. Manfred Gerstenfeld https://www.israelnationalnews.com/Articles/Article.aspx/21444

 

  1. Sebastian Haffner: „Anmerkungen zu Hitler“, Fischer Taschenbuch Verlag, 25. Auflage, Frankfurt am Main 2003, S. 87 ff.

 

  1. Süddeutsche Zeitung, 8.6.2011: „Brief belegt Judenhass des jungen Hitler“ https://www.sueddeutsche.de/kultur/x-simon-wiesenthal-zentrum-kauft-brief-von-adolf-hitler-1.1106348

 

  1. Die Zeit, Nr. 05 / 1989: „Als Hitler den Massenmord prophezeite“ von L. J. Hartog https://www.zeit.de/1989/05/als-hitler-den-massenmord-prophezeite

 

Ausschnitt aus Hitlers Reichstagsrede vom 30. Januar 1939: https://www.youtube.com/watch?v=11fl8AykFqo

 

  1. Holocaust-Referenz – Argumente gegen Auschwitzleugner: „Jüdische „Kriegserklärungen“: Wie aus Opfern Täter werden“

https://www.h-ref.de/feindbilder/juedische-kriegserklaerungen/

 

Holocaust-Referenz – Argumente gegen Auschwitzleugner: „Jüdische „Kriegserklärungen“: Ingrid Weckert „bearbeitet“ den Daily Express“ https://www.h-ref.de/feindbilder/juedische-kriegserklaerungen/daily-express-weckert.php

 

Holocaust-Referenz – Argumente gegen Auschwitzleugner: „“Nathan“ Kaufman: Germany Must Perish: Wie aus einem Sonderling ein Staatsfeind wird“

https://www.h-ref.de/feindbilder/juedische-kriegserklaerungen/germany-must-perish.php

 

  1. The National Interest, 16.4.2018: „The Roots of Hitler’s Hate“ by Jeffrey Herf https://nationalinterest.org/feature/the-roots-hitlers-hate-25411

 

  1. Die Zeit, Nr. 03 / 1998: „Über die Vernichtung der Juden wurde zentral entschieden“ von Volker Ullrich https://www.zeit.de/1998/03/endloes.txt.19980109.xml

 

  1. „Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933 – 1945“, Band 9, Oldenbourg Verlag, München 2014, S. 231: https://books.google.de/books?id=uUrpBQAAQBAJ&pg=PA231&lpg=PA231&dq=Es+ist+ein+Kampf+auf+Leben+und+Tod+zwischen+der+arischen+Rasse+und+dem+j%C3%BCdischen+Bazillus.+Keine+andere+Regierung,+kein+anderes+Regime+k%C3%B6nnte+die+Kraft+aufbringen,+diese+Frage+generell+zu+l%C3%B6sen.+Auch+hier+ist+der+F%C3%BChrer+der+unentwegte+Vork%C3%A4mpfer+und+Wortf%C3%BChrer+einer+radikalen+L%C3%B6sung.&source=bl&ots=2tj3Cg9awA&sig=MqmCjrya-ZR3SXnYV_fNllHnkmc&hl=de&sa=X&ved=2ahUKEwjz4Yfjms_eAhUB3qQKHesrBHEQ6AEwAXoECAcQAQ#v=onepage&q=Es%20ist%20ein%20Kampf%20auf%20Leben%20und%20Tod%20zwischen%20der%20arischen%20Rasse%20und%20dem%20j%C3%BCdischen%20Bazillus.%20Keine%20andere%20Regierung%2C%20kein%20anderes%20Regime%20k%C3%B6nnte%20die%20Kraft%20aufbringen%2C%20diese%20Frage%20generell%20zu%20l%C3%B6sen.%20Auch%20hier%20ist%20der%20F%C3%BChrer%20der%20unentwegte%20Vork%C3%A4mpfer%20und%20Wortf%C3%BChrer%20einer%20radikalen%20L%C3%B6sung.&f=false

 

  1. Wikipedia: Posener Reden

https://de.wikipedia.org/wiki/Posener_Reden

 

  1. NS-Archiv – Dokumente zum Nationalsozialismus: Adolf Hitler: Politisches Testament 1945 https://www.ns-archiv.de/personen/hitler/testament/politisches-testament.php

 

  1. Der Tagesspiegel, 26.1.2007: „Warum Auschwitz?“ von Gunnar Heinsohn https://www.tagesspiegel.de/meinung/warum-auschwitz/803156.html

 

  1. Cicero Online, 24.4.2018: „Empathie gibt es nur für tote Juden“ von Alex Feuerherdt https://www.cicero.de/kultur/antisemitismus-in-deutschland-empathie-gibt-es-nur-fuer-tote-juden

 

  1. Wikipedia: Ergebnisse der Bundestagswahlen

https://de.wikipedia.org/wiki/Ergebnisse_der_Bundestagswahlen

 

Bundeszentrale für politische Bildung: Bundestagswahlen 1949-2009 https://www.bpb.de/politik/wahlen/bundestagswahlen/62559/bundestagswahlen-1949-2009

 

  1. Bundeszentrale für politische Bildung, 24.11.2017: „Graue Wölfe – die größte rechtsextreme Organisation in Deutschland“ von Kemal Bozay http://www.bpb.de/politik/extremismus/rechtsextremismus/260333/graue-woelfe-die-groesste-rechtsextreme-organisation-in-deutschland

 

WELT: „KÖLN: Erdogan-Anhänger zeigen umstrittenen „Wolfsgruß“ und „Rabia-Geste“‘ (Veröffentlicht: 29.9.2018) https://www.youtube.com/watch?v=h31wqnZccFE

 

  1. Huffington Post, 10.3.2018: „Erdogans beunruhigende Geste: Dieses Foto verrät, wohin die Türkei steuert“ https://www.huffingtonpost.de/entry/erdogans-beunruhigende-geste-dieses-foto-verrat-wohin-die-turkei-steuert_de_5aa424fde4b01b9b0a3bcb8d

 

  1. Aron Sperber, 28.9.2018: „Erdogan zeigt Berlin den Islamisten-Gruß“ https://aron2201sperber.wordpress.com/2018/09/28/erdogan-zeigt-berlin-den-islamisten-gruss/

 

  1. Basler Zeitung, 13.3.2017: „Die Rückkehr des Judenhasses“ von Bassam Tibi https://bazonline.ch/ausland/standard/die-rueckkehr-des-judenhasses/story/17648613

 

  1. The Tower Magazine, Issue 30, September 2015: „On the Roots and Branches of Shi’a Anti-Semitism“ by David Daoud http://www.thetower.org/article/on-the-roots-and-branches-of-shia-anti-semitism/

 

  1. Matthias Küntzel: „National Socialism and Anti-Semitism in the Arab World“ (Jewish Political Studies Review, Spring 2005) http://www.matthiaskuentzel.de/contents/national-socialism-and-anti-semitism-in-the-arab-world

 

  1. National Review, 24.8.2006: „Russian Footprints“ by Ion Mihai Pacepa https://www.nationalreview.com/2006/08/russian-footprints-ion-mihai-pacepa/

 

Clarion Project, 30.9.2012: „The Soviet-Jihad Connection: Interview with Pavel Stroilov“ by Meira Svirsky https://clarionproject.org/soviet-jihad-connection-interview-pavel-stroilov/

 

Gatestone Institute, 16.10.2016: „The Soviet-Palestinian Lie“ by Judith Bergman https://www.gatestoneinstitute.org/9090/soviet-union-palestinians

 

  1. Cicero Online, 3.7.2017: „Antisemitismus im Islam – Nie wieder!?“ von Bassam Tibi https://www.cicero.de/kultur/islamischer-antisemitismus-nie-wieder

 

  1. The Middle East Quarterly, Summer 2007, Vol. 14, No. 3: „Deciphering Ahmadinejad’s Holocaust Revisionism“ by George Michael https://www.meforum.org/articles/2007/deciphering-ahmadinejad-s-holocaust-revisionism

 

Stephen Wicken: „Views of the Holocaust in Arab Media and Public Discourse“ (Yale Journal of International Affairs, Winter / Spring 2006) http://yalejournal.org/wp-content/uploads/2011/01/061209wicken.pdf

 

Ynet News, 16.4.2015: „Holocaust denial a growing trend in the Arab world“ https://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-4647812,00.html

 

The Jerusalem Post, 9.5.2018: „Holocaust Denial in the Arab World“ by Seif Husseini and Emily Schrader https://www.jpost.com/Opinion/Holocaust-denial-in-the-Arab-world-555903

 

  1. haOlam.de, 3.2.2010: „Hitlergruss auf arabisch: Hat der Wahn der Nazis nur den Körper gewechselt?“ von Ulrich J. Becker, Kiryat Ono https://haolam.de/artikel_1029.html

 

Spiegel Online, 28.11.2014: „Tuvia Tenenbom in Israel: Jüdischer Selbsthass, deutsche Selbstgerechtigkeit“ von Sebastian Hammelehle http://www.spiegel.de/kultur/literatur/tuvia-tenenbom-in-israel-allein-unter-juden-a-1004641.html

 

  1. Welt Online, 3.9.2010: „Das schwedische Malmö vertreibt seine Juden“ von Elmar Jung https://www.welt.de/politik/ausland/article9382767/Das-schwedische-Malmoe-vertreibt-seine-Juden.html

 

Gatestone Institute, 16.8.2016: „Sweden: The Silence of the Jews – Part IV of a Series: The Islamization of Sweden“ by Ingrid Carlqvist https://www.gatestoneinstitute.org/8695/sweden-jews-islamization

 

Gatestone Institute, 17.2.2017: „Scandinavia: The West’s Citadel of Anti-Semitism“ by Giulio Meotti https://www.gatestoneinstitute.org/9924/scandinavia-antisemitism

 

Jewish Telegraphic Agency, 10.7.2018: „Caught between jihadists and neo-Nazis, Swedish Jews fear for their future“ by Cnaan Liphshiz https://www.jta.org/2018/07/10/news-opinion/caught-between-jihadists-and-neo-nazis-swedish-jews-fear-for-their-future

 

Audiatur Online, 7.9.2018: „Schweden: Die Verbindungen der Linkspartei zu terroristischen Gruppierungen“ von Tobias Petersson https://www.audiatur-online.ch/2018/09/07/schweden-die-verbindungen-der-linkspartei-zu-terroristischen-gruppierungen/

 

  1. n-tv, 10.1.2015: „Angst vor tödlichem Antisemitismus: Der Auszug der Juden aus Frankreich“ https://www.n-tv.de/politik/Der-Auszug-der-Juden-aus-Frankreich-article14296331.html

 

Gatestone Institute, 15.11.2017: „France: Muslims In, Jews Out“ by Giulio Meotti https://www.gatestoneinstitute.org/11311/france-muslims-jews

 

Gatestone Institute, 16.2.2018: „Islamic Anti-Semitism in France: Toward Ethnic Cleansing“ by Guy Millière https://www.gatestoneinstitute.org/11903/france-islam-antisemitism

 

MENA Watch, 30.8.2018: „In Deutschland ignoriert: Das französische Manifest gegen islamischen Antisemitismus“ von Matthias Küntzel https://www.mena-watch.com/mena-analysen-beitraege/in-deutschland-ignoriert-franzoesisches-manifest-gegen-islamischen-antisemitismus/

 

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 9.11.2018: „Frankreich: Fast 70 Prozent mehr antisemitische Übergriffe“ http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/antisemitismus-in-frankreich-fast-70-prozent-mehr-uebergriffe-15882247.html

 

  1. Welt Online, 9.11.2018: „Rede zum 9. November: Merkel warnt vor wachsendem Judenhass in Deutschland“ https://www.welt.de/politik/deutschland/article183539410/9-November-Merkel-warnt-vor-wachsendem-Judenhass-in-Deutschland.html

 

  1. Michael Klonovsky: Acta diurna

https://www.michael-klonovsky.de/acta-diurna

 

  1. Siehe meinen Artikel „1968: Die linke Kulturrevolution und ihre Folgen“

 

  1. Gatestone Institute, 18.4.2016: „False Moral Equivalence as a Tool to Demonize Israel“ by Manfred Gerstenfeld and Jamie Berk https://www.gatestoneinstitute.org/7813/israel-moral-equivalence

 

  1. Die Welt, 18.6.2002: „Blüm verurteilt israelischen „Vernichtungskrieg““ von AFP, AP https://www.welt.de/print-welt/article395205/Bluem-verurteilt-israelischen-Vernichtungskrieg.html

 

haGalil.com, 19.6.2002: „Blüm wirft israelischer Armee «Vernichtungsaktionen» vor“ http://www.nahost-politik.de/deutschland/bluem.htm

 

  1. Lizas Welt, 19.7.2006: „Neighborhood Bullies“

https://lizaswelt.net/2006/07/19/neighborhood-bullies/

 

  1. Siehe meine Arbeit „Erinnerungen an Yitzhak Rabin – und einen Traum“ und die beigefügten Quellen

 

  1. Committee for Accuracy in Middle East Reporting in America, 5.7.2018: „A Look Back: Electronic Intifada’s Falsehoods About Erekat’s Jenin Fictions“ by Gilead Ini https://www.camera.org/article/a-look-back-electronic-intifadas-falsehoods-about-erekats-jenin-fictions/

 

  1. Wikipedia: Second Intifada – Casualties

https://en.wikipedia.org/wiki/Second_Intifada#Casualties

 

  1. KenFM: „Zionistischer Rassismus“

https://www.youtube.com/watch?v=FpCS6KwZ63E

 

der Freitag, 21.4.2014: „KenFM: „Rassistischer Zionismus““ https://www.freitag.de/autoren/dame-von-welt/kenfm-rassistischer-zionismus

 

KenFM Archiv: „KenFM über: Die deutsch-israelische Freundschaft“ (Veröffentlicht: 20.11.2012) https://www.youtube.com/watch?v=3bXwTB9uT94

 

KenFM: „KenFM über: Kai-ROH!“ (Veröffentlicht: 12.1.2014) https://www.youtube.com/watch?v=amYYue-uSdE

 

Friedensdemo-Watch, 2.12.2017: „Antisemitismus made by Ken Jebsen“ http://friedensdemowatch.blogsport.eu/2017/12/02/antisemitismus-made-by-ken-jebsen/

 

  1. Deutschlandfunk Kultur, 2.4.2010: „Fluch oder Segen? Die Juden als auserwähltes Volk“ von Jens Rosbach https://www.deutschlandfunkkultur.de/fluch-oder-segen.1079.de.html?dram:article_id=176190

 

  1. Zeit Online, 19.12.2007: „Die Weltrangliste der blutigsten Konflikte – und der Nahostkonflikt“ von Jörg Lau https://blog.zeit.de/joerglau/2007/12/19/die-weltrangliste-der-blutigsten-konflikte-und-der-nahostkonflikt_948

 

  1. Welt Online, 23.9.2016: „Der Judenhass in den Vereinten Nationen ist maßlos“ von Gunnar Heinsohn https://www.welt.de/debatte/kommentare/article158337366/Der-Judenhass-in-den-Vereinten-Nationen-ist-masslos.html

 

  1. The Guardian, 11.2.2008: „Census finds Palestinian population up by 30%“ by Toni O’Loughlin https://www.theguardian.com/world/2008/feb/11/israelandthepalestinians.population

 

  1. Zeit Online, 21.12.2016: „Palästina: UN warnen vor starkem Bevölkerungswachstum“ https://www.zeit.de/politik/ausland/2016-12/palaestina-un-vereinte-nationen-bevoelkerungswachstum-arbeitslosigkeit

 

  1. Jüdische Allgemeine, 1.5.2017: „Statistik: 8,7 Millionen Israelis“

https://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/28426

 

The Middle East Quarterly, Summer 2014, Vol. 21, No. 3: „The Myth of Ethnic Inequality in Israel“ by Steven Plaut https://www.meforum.org/articles/2014/the-myth-of-ethnic-inequality-in-israel

 

Audiatur Online, 4.5.2017: „Aktuelle Studie: Arabische Israelis sehen das Land positiver als Juden“ von Stuart Winer https://www.audiatur-online.ch/2017/05/04/aktuelle-studie-arabische-israelis-sehen-das-land-positiver-als-juden/

 

Audiatur Online, 7.5.2018: „Studenten an israelischen Universitäten erlebten keine Apartheid“ von Dr. Glen Segell https://www.audiatur-online.ch/2018/05/07/studenten-an-israelischen-universitaeten-erlebten-keine-apartheid/

 

  1. The Washington Institute for Near East Policy, 9.8.2002: „The Palestinians‘ Lost Marshall Plans“ by Patrick Clawson https://www.washingtoninstitute.org/policy-analysis/view/the-palestinians-lost-marshall-plans

 

  1. New York Post, 28.7.2017: „Palestinian Authority now uses half of all foreign aid to reward terror“ by Post Editorial Board https://nypost.com/2017/07/28/palestinian-authority-now-uses-half-of-all-foreign-aid-to-reward-terror/

 

  1. Welt Online, 28.10.2016: „Palästinenser benennen Schulen und Straßen nach Terroristen“ von Gil Yaron https://www.welt.de/politik/ausland/article159115366/Palaestinenser-benennen-Schulen-und-Strassen-nach-Terroristen.html

 

  1. Ulrich W. Sahm: „Auszüge aus der Charta der Hamas“

http://usahm.info/Dokumente/Hamasdeu.htm

 

  1. MENA Watch, 7.10.2018: „Die Taktik der Hamas spiegelt ihren Vernichtungswunsch wieder“ von Tina Adcock https://www.mena-watch.com/mena-analysen-beitraege/hamas-die-taktik-und-ziele-einer-radikal-islamischen-terrororganisation/

 

Gatestone Institute, 13.11.2018: „Massive Missile Attack on Israel after Qatar Funds Hamas“ by Bassam Tawil https://www.gatestoneinstitute.org/13297/hamas-missiles-qatari-money

 

  1. MENA Watch, 18.10.2018: „Israel: Ein Krieg mit Gaza wird immer wahrscheinlicher“ von Tina Adcock https://www.mena-watch.com/mena-analysen-beitraege/israel-ein-krieg-mit-gaza-wird-immer-wahrscheinlicher/

 

  1. The Times of Israel, 14.6.2017: „Hamas could easily solve Gaza’s electricity crisis, but prefers to finance tunnels and rockets“ by Avi Issacharoff http://www.timesofisrael.com/hamas-could-easily-solve-gazas-electricity-crisis-but-prefers-to-finance-tunnels-and-rockets/

 

Tel Aviv University / The Moshe Dayan Center for Middle Eastern and African Studies: „The Crisis in Gaza“ https://dayan.org/content/crisis-gaza

 

  1. Tapfer im Nirgendwo, 23.3.2016: „Jürgen Todenhöfers Konzentrationslagerphantasien“ von Gerd Buurmann https://tapferimnirgendwo.com/2016/03/23/juergen-todenhoefers-konzentrationslagerphantasien/

 

  1. arprin – Gedanken eines liberalen Atheisten, 18.10.2013: „Todenhöfer und der Israelknacks“ https://arprin.wordpress.com/2013/10/18/todenhofer-und-der-israelknacks/

 

  1. The Begin-Sadat Center for Strategic Studies, 20.6.2017: „Gaza’s Humanitarian Crisis Is Fake News“ by Prof. Hillel Frisch (BESA Center Perspectives Paper No. 503) https://besacenter.org/perspectives-papers/gazas-humanitarian-crisis-fake-news/

 

  1. The Jerusalem Post, 13.11.2018: „Despite Rocket Attacks, Israel Continues Delivering Supplies to Gaza“ by Anna Ahronheim https://www.jpost.com/Arab-Israeli-Conflict/Despite-rocket-attacks-Israel-continues-delivering-supplies-to-Gaza-571815

 

  1. Israel Ministry of Foreign Affairs: Rocket fire from Gaza and ceasefire violations after Operation Cast Lead (Jan 2009) http://www.mfa.gov.il/mfa/foreignpolicy/terrorism/pages/palestinian_ceasefire_violations_since_end_operation_cast_lead.aspx

 

Israel Defense Forces (IDF): „Rocket Attacks on Israel From Gaza“

https://www.idfblog.com/facts-figures/rocket-attacks-toward-israel/

 

  1. Tapfer im Nirgendwo, 31.3.2018: „Der Goldene Orwell“ von Gerd Buurmann https://tapferimnirgendwo.com/2018/03/31/der-goldene-orwell/

 

  1. MENA Watch, 13.11.2018: „Eskalation in Gaza: Manche Medien ändern sich wohl nie“ von Florian Markl https://www.mena-watch.com/mena-analysen-beitraege/eskalation-in-gaza-manche-medien-aendern-sich-wohl-nie/

 

The Tower, 13.11.2018: „One Killed, Two Critically Injured as 460 Rockets from Hamas-controlled Gaza Hit Israel’s South“ http://www.thetower.org/6845-one-killed-two-critically-injured-as-460-rockets-from-hamas-controlled-gaza-hit-israels-south/

 

The Tower, 13.11.2018: „ALERT AND BACKGROUND: ISRAEL UNDER ATTACK“ http://www.thetower.org/6842-alert-and-background-israel-under-attack/

 

  1. Zeit Online, 4.8.2014: „Die Medien kritisieren kaum ein Land so oft wie Israel“ von Philipp Woldin https://www.zeit.de/politik/deutschland/2014-08/israel-medien-kritik

 

stern.de, 2.8.2014: „Die Mär von der verbotenen Israelkritik“ von Mareike Enghusen https://www.stern.de/politik/deutschland/israel-in-den-medien-die-maer-von-der-verbotenen-israelkritik-3950132.html

 

  1. Welt Online, 22.7.2014: „Gaza-Konflikt: „Großteil der Medien berichtet voreingenommen“‘ von Ulrich Clauß https://www.welt.de/politik/deutschland/article130455769/Grossteil-der-Medien-berichtet-voreingenommen.html

 

  1. Tablet Magazine, 26.8.2014: „An Insider’s Guide to the Most Important Story on Earth“ by Matti Friedman https://www.tabletmag.com/jewish-news-and-politics/183033/israel-insider-guide

 

  1. Lizas Welt, 5.1.2007: „Augstein um Augstein“

https://lizaswelt.net/2007/01/05/augstein-um-augstein/

 

Welt Online, 3.1.2013: „Augsteins Verteidiger sind auf dem linken Auge blind“ von Clemens Wergin https://www.welt.de/debatte/article112378427/Augsteins-Verteidiger-sind-auf-linkem-Auge-blind.html

 

Welt Online, 14.1.2013: „Jakob Augstein und der Israelkomplex“ von Matthias Küntzel https://www.welt.de/kultur/article112761041/Jakob-Augstein-und-der-Israelkomplex.html

 

Lizas Welt, 3.4.2016: „Sturmgeschütz gegen den jüdischen Staat“

https://lizaswelt.net/2016/04/03/sturmgeschuetz-gegen-den-juedischen-staat/

 

  1. Lizas Welt, 3.7.2013: „Das Arschgeweih des Feuilletons“

https://lizaswelt.net/2013/07/03/das-arschgeweih-des-feuilletons/

 

MENA Watch, 18.2.2016: „Weniger Münch wagen!“ von Alex Feuerherdt

https://www.mena-watch.com/mena-analysen-beitraege/weniger-muench-wagen/

 

  1. Hamburger Morgenpost, 10.3.2017: „Die sieben durchgeknalltesten Führer der Welt“ https://www.pressreader.com/germany/hamburger-morgenpost/20170310/281625305101911

 

  1. Committee for Accuracy in Middle East Reporting in America: New York Times (Search Results) https://www.camera.org/search_gcse/?search=New+York+Times

 

Committee for Accuracy in Middle East Reporting in America: Washington Post (Search Results) https://www.camera.org/search_gcse/?search=Washington+Post

 

Committee for Accuracy in Middle East Reporting in America: CNN (Search Results) https://www.camera.org/search_gcse/?search=CNN

 

Committee for Accuracy in Middle East Reporting in America: Newsweek (Search Results) https://www.camera.org/search_gcse/?search=Newsweek

 

UK Media Watch:

https://ukmediawatch.org/

 

  1. Welt Online, 1.2.2012: „Wie die DDR Waffen an Jassir Arafats PLO lieferte“ von Sven Felix Kellerhoff https://www.welt.de/kultur/history/article13842028/Wie-die-DDR-Waffen-an-Jassir-Arafats-PLO-lieferte.html

 

Welt Online, 11.7.2016: „Der unerklärte Krieg der DDR gegen Israel“ von Richard Herzinger https://www.welt.de/kultur/literarischewelt/article156939574/Der-unerklaerte-Krieg-der-DDR-gegen-Israel.html

 

  1. Bundeszentrale für politische Bildung, 28.11.2006: „Antisemitismus in der DDR“ von Dr. Thomas Haury http://www.bpb.de/politik/extremismus/antisemitismus/37957/antisemitismus-in-der-ddr?p=all

 

Mission Impossible, 11.10.2018: „Paul Merker, die DDR und der „wurzellose Kosmopolitismus“‘ by M. Breitenberger https://thinktankboy.wordpress.com/2018/10/11/paul-merker-die-ddr-und-der-wurzellose-kosmopolitismus/

 

  1. Spiegel Online, 18.3.2013: „Wiedergutmachung für Israel: Was Adenauer verschwieg“ von Felix Bohr http://www.spiegel.de/politik/deutschland/adenauers-wiedergutmachung-fuer-israel-a-888997.html

 

  1. konrad-adenauer.de: „Israel und Judentum“ von Hanns Jürgen Küsters https://www.konrad-adenauer.de/stichworte/aussenpolitik/israel-und-judentum

 

  1. Welt Online, 19.5.2015: „Zuerst gab es Geheimdienstkontakte zu Israel“ von Lord Weidenfeld https://www.welt.de/debatte/kolumnen/Weltlage/article141159576/Zuerst-gab-es-Geheimdienstkontakte-zu-Israel.html

 

  1. Welt Online, 28.9.2016: „Er begann mit Franz Josef Strauß die Aussöhnung“ von Sven Felix Kellerhoff https://www.welt.de/geschichte/article158421583/Er-begann-mit-Franz-Josef-Strauss-die-Aussoehnung.html

 

  1. Marcel Serr: „Zur Geschichte der deutsch-israelischen Rüstungskooperation“ (APuZ 6 / 2015) http://www.bpb.de/apuz/199900/zur-geschichte-der-ruestungskooperation?p=all

 

  1. konrad-adenauer.de: „Adenauer und David Ben Gurion“ von Hanns Jürgen Küsters, Wolfgang Tischner https://www.konrad-adenauer.de/stichworte/aussenpolitik/adenauer-und-david-ben-gurion

 

  1. Ludwig-Erhard-Stiftung, 12.5.2015: „50 Jahre diplomatische Beziehungen zwischen Deutschland und Israel“ von Andreas Schirmer https://www.ludwig-erhard.de/erhard-aktuell/standpunkt/50-jahre-diplomatische-beziehungen-zwischen-deutschland-und-israel/

 

  1. Marcel Serr, a.a.O.

 

  1. Welt Online, 9.6.2013: „Wie Willy Brandt den Nahost-Frieden verspielte“ von Hagai Tsoref, Michael Wolffsohn https://www.welt.de/politik/deutschland/article116955753/Wie-Willy-Brandt-den-Nahost-Frieden-verspielte.html

 

  1. Welt Online, 21.10.2013: „Für Erdöl setzte Bonn 1973 das Bündnis aufs Spiel“ von Michael Wolffsohn https://www.welt.de/geschichte/article121069722/Fuer-Erdoel-setzte-Bonn-1973-das-Buendnis-aufs-Spiel.html

 

  1. Deutscher Herbst: Helmut Schmidt – Rede an die Nation https://www.youtube.com/watch?v=aMxJ0Kn1r6o

 

  1. Compass-Infodienst, Online-Extra Nr. 91, Februar 2009: „Helmut Schmidt: Seine Beziehungen zu Israel und den Juden“ von Shlomo Shafir https://www.compass-infodienst.de/Shlomo-Shafir-Helmut-Schmidt-Seine-Beziehungen-zu-Israel-und-den-Juden.6315.0.html

 

  1. ebd.

 

  1. Eugene V. Rostow: „Historical Approach to the Issue of Legality of Jewish Settlement Activity“ (The New Republic, 23.4.1990)

 

Eugene V. Rostow: „Are the settlements legal? Resolved“ (The New Republic, 21.10.1991) http://maurice-ostroff.tripod.com/id45.html

 

The Six-Day War: Resolution 242 – The Drafters Clarify Its Meaning (Committee for Accuracy in Middle East Reporting in America) http://sixdaywar.org/content/242drafters.asp

 

  1. Der Spiegel 47 / 1991: „Eine fast deutsche Rakete“

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13491839.html

 

  1. Der Spiegel 7 / 1991: „Jeder betet“

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13488473.html

 

  1. The Times of Israel, 18.1.2018: „‘We’re going to attack Iraq,’ Israel told the US. ‘Move your planes’“ by Judah Ari Gross https://www.timesofisrael.com/were-going-to-attack-iraq-israel-told-the-us-move-your-planes/

 

  1. Welt Online, 18.1.2016: „Saddam Husseins gefährliche Schrottraketen“ von Johann Althaus https://www.welt.de/geschichte/article151121736/Saddam-Husseins-gefaehrliche-Schrottraketen.html

 

  1. Die Zeit, Nr. 07 / 1998: „Made in Germany“ von Wolfgang Hoffmann https://www.zeit.de/1998/07/Made_in_Germany

 

Die Zeit, Nr. 10 / 1992: „Irak, Irak und nochmals Irak“ von Wolfgang Hoffmann https://www.zeit.de/1992/10/irak-irak-und-nochmals-irak

 

  1. Frankfurter Rundschau, 25.11.2006: „Israel zu kritisieren war nie verboten“ von Dr. Markus A. Weingardt http://www.fr.de/politik/spezials/doku—debatte/israel-zu-kritisieren-war-nie-verboten-a-1194201

 

  1. Deutsche Welle, 17.6.2017: „Zum Tod von Helmut Kohl – Primor: „Kohl hat Israel immer Vorrang gegeben““ https://www.dw.com/de/primor-kohl-hat-israel-immer-vorrang-gegeben/a-39283798

 

  1. Wikipedia: Sultan bin Zayed bin Sultan Al Nahyan

https://en.wikipedia.org/wiki/Sultan_bin_Zayed_bin_Sultan_Al_Nahyan

 

  1. Lizas Welt, 30.5.2006: „Vereinsmeier“

https://lizaswelt.net/2006/05/30/vereinsmeier/

 

  1. Spiegel Online, 30.5.2006: „Merkwürdige Allianz: Hamas, Ben Schröder und die „Bild““ von Henryk M. Broder http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/merkwuerdige-allianz-hamas-ben-schroeder-und-die-bild-a-418791.html

 

  1. Spiegel Online, 29.5.2006: „Schröder spricht sich für Verhandlungen mit Hamas aus“ http://www.spiegel.de/politik/deutschland/nahost-konflikt-schroeder-spricht-sich-fuer-verhandlungen-mit-hamas-aus-a-418601.html

 

  1. Ulrich W. Sahm: „Auszüge aus der Charta der Hamas“ http://usahm.info/Dokumente/Hamasdeu.htm

 

  1. Spiegel Online, 30.5.2006, a.a.O.

 

  1. Lizas Welt, 23.6.2007: „Ehrenwerte Gesellschaft“

https://lizaswelt.net/2007/06/23/ehrenwerte-gesellschaft/

 

  1. Lizas Welt, 20.2.2009: „Lupenreine Demokraten unter sich“

https://lizaswelt.net/2009/02/20/lupenreine-demokraten-unter-sich/

 

  1. bundesregierung.de: Rede von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel vor der Knesset am 18. März 2008 in Jerusalem https://www.bundesregierung.de/breg-de/service/bulletin/rede-von-bundeskanzlerin-dr-angela-merkel-796170

 

  1. Siehe meine Artikel: „Heiko Maas: „Wegen Auschwitz in die Politik“ und deshalb an der Seite eines totalitären Antisemiten-Regimes?“ (Conservo, 26.8.2018) https://conservo.wordpress.com/2018/08/26/wegen-auschwitz-in-die-politik-und-deshalb-an-der-seite-eines-totalitaeren-antisemiten-regimes/

 

und:

„Heiko Maas und sein Kampf „gegen rechts“ in der Praxis“ (Conservo, 9.9.2018)

https://conservo.wordpress.com/2018/09/09/heiko-maas-und-sein-kampf-gegen-rechts-in-der-praxis/

 

  1. Tablet Magazine, 25.9.2018: „Angela Merkel’s Ugly Romance With the Iranian Regime“ by Benjamin Weinthal https://www.tabletmag.com/jewish-news-and-politics/270808/angela-merkel-iran

 

  1. Siehe meine Info-Broschüre „Irans globaler Dschihad“

 

  1. Die Achse des Guten, 17.2.2018: „Die SPD und der Staat der Juden“ von Alexander Wendt https://www.achgut.com/artikel/die_spd_und_der_staat_der_juden

 

  1. Süddeutsche Zeitung, 20.7.2015: „Peinlich, Herr Gabriel“ von Stefan Braun https://www.sueddeutsche.de/politik/wirtschaftsminister-in-iran-peinlich-herr-gabriel-1.2573895

 

  1. Tapfer im Nirgendwo, 25.4.2017: „Sigmar Gabriel, sein Freund und sein Judenhass“ von Gerd Buurmann https://tapferimnirgendwo.com/2017/04/25/sigmar-gabriel-sein-freund-und-sein-judenhass/

 

  1. Bild Online, 14.11.2018: „Gabriel trifft Holocaust-Leugner im Iran“ von Antje Schippmann https://www.bild.de/politik/ausland/politik-ausland/sigmar-gabriel-trifft-holocaust-leugner-im-iran-58432078.bild.html

 

  1. Spiegel Online, 11.2.2007: „Laridschani leugnet in München den Holocaust“ http://www.spiegel.de/politik/ausland/sicherheitskonferenz-laridschani-leugnet-in-muenchen-den-holocaust-a-465688.html

 

  1. Islamic Republic News Agency (IRNA), 9.9.2015: „Leader says jihadi morale will leave no serenity for Zionists“ http://www.irna.ir/en/News/81753808

 

Middle East Observer: „’Israel won’t exist in 25 years, God willing‘: Iran’s Leader Ayatollah Khamenei – English Subtitles“ (Imam-Khomeini-Moschee, Teheran, 9.9.2015) https://www.youtube.com/watch?v=b7v6QTR7VJY

 

  1. Spiegel Online, 4.6.2012: „Die deutsche Atom-Lüge“ von Jakob Augstein http://www.spiegel.de/politik/ausland/u-boote-fuer-israel-wie-deutschland-die-sicherheit-in-nahost-gefaehrdet-a-836816.html

 

  1. Jungle World 17 / 2013: „Pädagogik des Ressentiments“ von Klaus Thörner https://jungle.world/artikel/2013/17/paedagogik-des-ressentiments

 

  1. Die Achse des Guten, 16.9.2018: „Der Judenhass ist ein Virus“ von Gerd Buurmann https://www.achgut.com/artikel/der_judenhass_ist_ein_virus

 

  1. Peter Fox auf Twitter, 5.7.2018, 13:15:

https://twitter.com/thatpeterfox/status/1014965970006396933

 

  1. Siehe z. B. meine Arbeiten „Irans globaler Dschihad“ und „Wen hofieren europäische Appeaser? Einfach mal hinhören, bitte!“ Oder auch:

 

MENA Watch, 26.6.2016: „Applaus für antisemitische Hetze im EU-Parlament“ von Florian Markl https://www.mena-watch.com/mena-analysen-beitraege/applaus-fuer-antisemitische-hetze-im-eu-parlament/

 

Audiatur Online, 1.11.2016: „Definition von Antisemitismus – Eine graue Theorie?“ von Stefan Frank https://www.audiatur-online.ch/2016/11/01/definition-von-antisemitismus-eine-graue-theorie/

 

  1. Focus Online, 12.7.2014: „Kritik oder Antisemitismus: Warum hassen so viele Deutsche Israel?“ von Michael Wolffsohn https://www.focus.de/politik/experten/wolffsohn/zwischen-kritik-und-antisemitismus-warum-hassen-so-viele-deutsche-israel_id_3983132.html

 

  1. Jewish Press, 30.6.2010: „Europe Will Never Forgive Israel For The Holocaust“ by Benjamin Weinthal http://www.jewishpress.com/indepth/opinions/europe-will-never-forgive-israel-for-the-holocaust/2010/06/30/

 

  1. Cicero Online: „Die Linke und ihr „Judenknax“‘

https://www.cicero.de/innenpolitik/die-linke-und-ihr-%E2%80%9Ejudenknax%E2%80%9C/38721

 

  1. Basler Zeitung, 13.3.2017, a.a.O.

 

  1. Lizas Welt, 24.7.2006: „Prantls Praxis“

https://lizaswelt.net/2006/07/24/prantls-praxis/

 

Lizas Welt, 9.8.2006: „Kotau vor dem Mob“

https://lizaswelt.net/2006/08/09/der-kotau-vor-dem-mob/

 

Castollux, 13.1.2009: „Von der SA gut gelernt“

http://castollux.blogspot.com/2009/01/von-der-sa-gut-gelernt.html

 

Lizas Welt, 16.1.2009: „Geschichtsbewusste Gefahrenabwehr“

https://lizaswelt.net/2009/01/16/geschichtsbewusste-gefahrenabwehr/

 

Jungle World 47 / 2012: „Die Reflexe funktionieren“ von Stephan Grigat https://jungle.world/artikel/2012/47/46633.html

 

Cicero Online, 22.7.2014: „Der Judenhass ist wieder da“ von Alexander Kissler https://www.cicero.de/innenpolitik/gaza-konflikt-und-europa-der-judenhass-ist-wieder-da/57962

 

  1. The Tower Magazine, Issue 18, September 2014: „Everything You Need to Know about International Law and the Gaza War“ by David Daoud http://www.thetower.org/article/everything-you-need-to-know-about-international-law-and-the-gaza-war/

 

Siehe auch meine Serie: „Israel – ein Nazi- und Apartheidsstaat?!“, Abschnitt III: „Israels Kampf gegen die Hamas – unverhältnismäßig brutal?“

 

  1. Spiegel Online, 11.12.2017: „Berlin: Demonstranten verbrennen erneut Fahne mit Davidstern“ http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/berlin-demonstranten-verbrennen-erneut-fahne-mit-davidsstern-a-1182644.html

 

  1. The Jerusalem Post, 6.5.2017: „Study: 40% of Germans Hold Modern Antisemitic Views“ by Benjamin Weinthal https://www.jpost.com/Diaspora/Study-40-percent-of-Germans-hold-modern-antisemitic-views-489919

 

  1. Lizas Welt, 6.8.2007: „In memoriam Eike Geisel“

https://lizaswelt.net/2007/08/06/in-memoriam-eike-geisel/

 

  1. Lizas Welt, 5.5.2006: „Welcome to Germany!“

https://lizaswelt.net/2006/05/05/welcome-to-germany/

 

  1. Welt Online, 11.6.2013: „Massenmörder bekamen von der Justiz Mengenrabatt“ von Henryk M. Broder https://www.welt.de/debatte/henryk-m-broder/article117023550/Massenmoerder-bekamen-von-der-Justiz-Mengenrabatt.html

 

  1. MENA Watch, 11.10.2018: „Die immerwährende Verantwortung Deutschlands“ von Thomas Eppinger https://www.mena-watch.com/mena-analysen-beitraege/die-immerwaehrende-verantwortung-deutschlands/

 

  1. Hannah Arendt im Gespräch mit Joachim Fest (1964)

https://www.youtube.com/watch?v=jF_UvHhbZIA

 

  1. MENA Watch, 11.10.2018, a.a.O.

 

  1. arprin – Gedanken eines liberalen Atheisten, 20.11.2011: „Den Sündenstolz überwinden“ https://arprin.wordpress.com/2011/11/20/den-sundenstolz-uberwinden/

 

  1. MENA Watch, 12.11.2018: „Sind nur Israels Konflikte ein Thema für deutschsprachige Medien?“ https://www.mena-watch.com/mena-analysen-beitraege/sind-nur-israels-konflikte-ein-thema-fuer-deutschsprachige-medien/

 

The Tower Magazine, Issue 21, December 2014: „The Israel We Should Be Talking About“ by Richard A. Block http://www.thetower.org/article/the-israel-we-should-be-talking-about/

 

Business Insider, 5.10.2015: „The 12 most innovative countries in the world“ by Elena Holodny http://www.businessinsider.com/world-economic-forum-most-innovative-countries-2015-10

 

MENA Watch, 30.3.2016: „Wie Israel die Wüste zum Blühen brachte“ von Florian Markl https://www.mena-watch.com/mena-analysen-beitraege/wie-israel-die-wueste-zum-bluehen-brachte/

 

The Tower, 7.9.2017: „One in 10 Tel Aviv Jobs is in High-Tech Sector“ by Israel21c http://www.thetower.org/5411-one-in-10-tel-aviv-jobs-is-in-high-tech-sector/

 

  1. Audiatur Online, 14.3.2018: „Israel, das schräge Feindbild der Linken“ von Florian Schwab https://www.audiatur-online.ch/2018/03/14/israel-das-schraege-feindbild-der-linken/

 

  1. Ortner Online, 6.9.2018: „Journalismus: Die Welt als Wille und Wahn“ http://www.ortneronline.at/journalismus-die-welt-als-wille-und-wahn/

 

  1. Welt Online, 5.7.2018: „Dumm sterben: Der bizarre Volkstodeskult der Grünen“ von Don Alphonso https://www.welt.de/kultur/stuetzen-der-gesellschaft/article178811402/Don-Alphonso-Der-bizarre-Volkstodeskult-der-Gruenen.html

 

  1. Siehe meinen Artikel „Warum Deutschland?“
  2. Jürgen Fritz Blog, 25.9.2018: „Liebe Bayern, wollt ihr wirklich diese Frau als stellvertretende bayerische Ministerpräsidentin?“ https://juergenfritz.com/2018/09/25/katharina-schulze/
  3. Der Tagesspiegel, 15.7.2015: „Flüchtlinge in Deutschland: „Es ist Zeit für einen neuen Aufbau Ost“‘ von Andrea Dernbach und Cordula Eubel https://www.tagesspiegel.de/politik/fluechtlinge-in-deutschland-es-ist-zeit-fuer-einen-neuen-aufbau-ost/12062620.html

 Rebel Media: „PROOF: Blacks, women, Hispanics voted for “racist, sexist” Trump“ (Veröffentlicht: 10.11.2016) https://www.youtube.com/watch?v=yhUXSX3ZnpE

  1. Die Achse des Guten, 27.10.2018: „Dieses Fischfilet stinkt vom Kopf her“ von Henryk M. Broder https://www.achgut.com/artikel/dieses_fischfilet_stinkt_vom_kopf_her
  2. Jakob Augstein auf Twitter, 9.7.2018, 08:26:

https://twitter.com/augstein/status/1016342869769060352?lang=de

  1. NuoViso.TV: „Erzwungene Nationale Psychotherapie? – Merkels Kommentar aus kanadischer Sicht“ (Merkel, kommentiert vom kanadischen Reporter Ezra Levant / Rebel Media mit deutschen Untertiteln; veröffentlicht am 18.9.2015) https://www.youtube.com/watch?v=6iUK9QgkYJI
  2. Die Achse des Guten, 9.8.2018: „Deutschland ist wieder eine gefährliche Nation“ von Johannes Eisleben https://www.achgut.com/artikel/deutschland_ist_wieder_eine_gefaehrliche_nation
  3. Die Achse des Guten, 14.11.2018: „Sachpolitik? Die Industrie-Verabschiedungs-Kultur (3)“ von Gerd Held https://www.achgut.com/artikel/sachpolitik_die_industrie-Verabschiedungskultur
  4. eigentümlich frei, 30.11.2008: „Die Allparteien-Koalition grüner Amigos“ von Edgar Gärtner https://ef-magazin.de/2008/11/30/830-oekologisch-industrieller-komplex-die-allparteien-koalition-gruener-amigos
  5. MENA Watch, 27.7.2018: „Die Sprechblase des Jahres: „Fluchtursachen bekämpfen“‘ von Thomas Eppinger https://www.mena-watch.com/mena-analysen-beitraege/die-sprechblase-des-jahres-fluchtursachen-bekaempfen/
  6. Philosophia Perennis, 11.11.2018: ‘„Partnerfähig, offen, liberal“: Friedrich Merz äußert sich begeistert über die Grünen‘ von David Berger https://philosophia-perennis.com/2018/11/11/merz-gruene/
  7. Philosophia Perennis, 12.11.2018: ‘„AfD offen nationalsozialistisch“: Jetzt flippt Friedrich Merz endgültig aus‘ von David Berger https://philosophia-perennis.com/2018/11/12/afd-offen-nationalsozialistisch-jetzt-flippt-friedrich-merz-endgueltig-aus/
  8. Dushan Wegner, 16.11.2018: „23% für die Grünen ist ein Alarmsignal“ https://dushanwegner.com/mit-sekten-reden/
  9. Junge Freiheit, 25.9.2018: „Eltern von Maria L. erhalten Preis für Zivilcourage“ https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2018/eltern-von-maria-l-erhalten-preis-fuer-zivilcourage/
  10. Die Achse des Guten, 3.8.2018: „Bedford-Strohm und das Leben der Anderen“ von Dushan Wegner https://www.achgut.com/artikel/bedford_strohm_und_das_leben_der_anderen
  11. Epoch Times, 15.11.2018: „Belgien erlebt neue Runde im Krieg gegen die Weihnacht – „Wintermarkt“ und „Winterspaß“ ersetzen christliche Bezüge“ https://www.epochtimes.de/lifestyle/unterhaltung/belgien-erlebt-neue-runde-im-krieg-gegen-die-weihnacht-wintermarkt-und-winterspass-ersetzen-christliche-bezuege-a2709927.html

stern.de, 12.10.2018: „Belgien: Partei Islam will einen islamischen Staat errichten und die Scharia einführen – mitten in Europa“ https://www.stern.de/politik/ausland/partei-islam-will-in-belgien-einen-islamischen-staat-errichten-8399152.html

  1. The Rubin Report: „Dennis Prager and Dave Rubin: Religion, Israel, Gay Marriage, and Trump (Full Interview)“ (Veröffentlicht: 20.1.2017) https://www.youtube.com/watch?v=01yQ30tRo-0
  2. Die Achse des Guten, 16.11.2018: „Migrationspakt: Die nachgereichte Merkelweihe“ von Markus Vahlefeld https://www.achgut.com/artikel/migrationspakt_die_nachgereichte_merkelweihe

Junge Freiheit, 15.11.2018: „Grüne: UN-Migrationspakt soll nationales Recht werden“ https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2018/gruene-un-migrationspakt-soll-nationales-recht-werden/

  1. Philosophia Perennis, 14.11.2018: „Diese Länder wollen den UN-Migrationspakt nicht unterzeichnen“ https://philosophia-perennis.com/2018/11/14/migrationspakt-nicht-unterzeichnen/
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*) Der renommierte Blogger Adrian F. Lauber – „auf Lebenszeit“ von Facebook verdammt – ist seit November 2017 regelmäßig Autor auf conservo.
www.conservo.wordpress.com   1.12.2018

 

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Allgemein · Außenpolitik · Conservo · Innenpolitik · Klare Kante

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