Dez 26, 2018
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Was die Leser dieses Blogs 2018 vor allem interessierte

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Im abgelaufenen Jahr fanden 35 Blogbeiträge eine fünfstellige Leserzahl (direkt) auf norberthaering.de. Top-Thema war das Migrationsabkommen und Themen im Umfeld davon. Aber es gab noch ein paar mehr Themen oder besser Institutionen, die regelmäßig auf großes Echo stießen.

Ich schreibe auf meinem Blog eigentlich nur über Themen, die in Presse und Rundfunk nicht oder nur einseitig behandelt werden. Beim Thema Migrationspakt war erst fast völlige Nichtbehandlung gegeben, später oft sehr einseitige, regierungsnahe Berichterstattung.

Migrationspakt

Bei meiner Berichterstattung und Kommentierung ging es vor allem darum, dass die großen Konzerne ein starkes Interesse an erleichterter Arbeitskräftemigration haben und deshalb für einen entsprechend ausgestalteten Migrationspakt Lobbyarbeit betrieben. Dass das die Menschen interessiert zeigte sich schon im März, als ich über die Studie „Warum Migration gut fürs Geschäft ist“ des Weltwirtschaftsforums schrieb. Der Beitrag wurde direkt auf dem Blog knapp 30.000-mal gelesen, über andere Kanäle wohl ein mehrfaches. Noch im Juli konnte ich skandalöser Weise eine große Informationslücke füllen, indem ich darüber schrieb, womit sich Deutschland mit dem Migrationspakt verpflichtet. Der Beitrag fand rund 75.000 direkte Leser und wurde von reichweitenstarken Portalen wie „Nachdenkseiten“ und „Tichys Einblick“ übernommen. Für besonderes  Aufsehen sorgte schließlich der Beitrag zum „Migrationsabkommen als Sargnagel der linken Parteien“ von Ende Oktober. Weil die Fraktionschefin der Linken, Sahra Wagenknecht, ihn in ihrem Newsletter zur Lektüre empfahl, schrieb Kevin Hagen Anfang November auf Spiegel Online eine bevorstehende Revolte ihrer Fraktion herbei, die dann aber ausblieb, ebenso wie diejenige, die Hagen nur knapp zwei Wochen später erneut herbeizuschreiben versuchte. Insgesamt fanden elf Beiträge zur Migrationspolitik eine (direkt) fünfstellige Leserschaft. (Wenn die beiden jüngsten Beiträge zur Rolle der Bertelsmann Stiftung bei der Vorbereitung des Migrationspakts die 10.000er-Schwelle wohl demnächst überschritten haben, sind es 13.)

Hinweis: Wen dieses oder eines der folgenden Themen näher interessiert, der sei, neben den angebotenen Links, auf die Suchfunktion des Blogs oben rechts hingewiesen, mit der sich Blogbeiträge zu einem Stichwort bequem finden lassen. (Manchmal muss man zweimal auf die Lupe klicken.)

Weltwirtschaftsforum

Das Weltwirtschaftsforum, das beim Migrationspakt eine prominente Rolle spielte, ist fast immer für eine große Leserschaft gut. Ein Beitrag im Februar über das Know-Traveller-Programm, das sich die Konzernlobby ausgedacht hat, um die Totalüberwachung der Bevölkerung voranzutrieben, war mit knapp 40.000 LeserInnen der zweitmeistgelesene Beitrag des Jahres.

Atlantic Council

Noch breiteres Interesse finden allerdings die Machenschaften des eng mit der US-Regierung und der Nato verflochtenen Atlantic Council. Gleich sechs Beiträge zu diesem Thema fanden eine fünstellige Leserschaft. Dabei ging es darum, wie der Council die Zensur des Internets vorantreibt, wie er zugunsten von Martin Schulz und gegen Sigmar Gabriel in die deutsche Politik eingriff und wie er zum Teil mit Untersetzung führender deutscher Medien (u.a. Spon) antirussische Kriegshetze betreibt.

SPD

In Überschneidung mit dem Komplex „Atlantik Council“ war die (Nicht-)Erneuerung der SPD ein heißes Thema des abgelaufenen Jahres. “Das Europa des Martin Schulz als Horrorkabinett für Arbeitnehmer” und das trommeln der Bertelsmann-Stiftung dafür, sowie  die anti-sozialdemokratischen Netwerker-Thesen zur Erneuerung der SPD stießen auf großes Leserinteresse, ebenso die neue (antirussische) Ostpolitik der SPD-Spitze und “Die Heile Welt des Heiko Maas inmitten des Niedergangs seiner Partei“. Hier möchte ich mir erlauben zu erwähnen, dass ich den dramatischen Niedergang der SPD nicht lediglich im Gleichklang mit den Meinungsumfragen kommentierend begleite, sondern diesen schon im Februar 2015 für den Fall vorausgesagt habe, dass die Partei weiterhin das eine heuchelt und das andere tut, im Beitrag “Die SPD in Pasok-Panik – Double-Speak ist nicht der Ausweg

Bargeld und Gold

Verschiedene Berichte zum Fortgang meines Verfahrens zur Barzahlung des Rundfunkbeitrags und ein Bericht dazu, dass die Bundesregierung die Better Than Cash Alliance finanziell unterstützt hat, fanden fünfstellige Leserschaften, ebenso Berichte über Anti-Bargeld-Propaganda der ARD und einer darüber, dass die Bank von England das für Venezuela verwahrte Gold einkassiert hat. Den Aufruf zum Mitmachen bei der #BargeldChallenge lasen bisher rund 12.000 LeserInnen. (Eine interaktive Website übersteigt leider meine Kapazitäten.) Es dürfen gern noch mehr werden. Bitte verbreiten!

Buchtipps

In diesem Jahr fanden auch einige Buchbesprechungen bzw. Leseproben großes Interesse. Die Leseprobe aus dem Buch von Werner Rügemer zu Blackrock (und der Mietpreisexplosion) fand über 20.000 LeserInnen, Rezensionen des unsäglichen Buches von Prof. Butter zu Verschwörungstheorien und des Buchs von Glenn Diesen zum Kalten Krieg um Eurasien lasen je gut 11.000 Interessenten.

Im Umfeld von www.norberthaering.de

Auch das Buch “Schönes Neues Geld”, das im August 2018 heerauskam, fand eine fünfstellige Leserschaft. Es schaffte es kurz in die Spiegel-Bestsellerliste der Sacchbücher und zwei Monate in die Top-Ten Wirtschaftsbücher von Handelsblatt und von Manager Magazin. Der Twitter-Account @norberthaering, über den ich u.a. auf neue Blogbeiträge hinweise steigerte im Lauf des Jahres 2018 die Anzal der Follower von knapp 2500 auf derzeit 3630. Im Twitter-Einflussranking des Online-Magazins Makronom der Wirtschaftsjournalisten-Acounts belegte er im Dezember punktgleich mit den Plätzen zwei und drei den vierten Platz. Die Anzahl der Abonennten der E-Mail-Newsletter, mit denen ich über neue Beiträge informiere, stieg auf 1960, davon abonnierten 420 den Newsletter für englischsprachige Beiträge.

Ich danke meinen Leserinnen und Lesern für ihre Treue und die vielen motivierenden Zuschriften, die ich leider nicht alle und nicht in der eigentlich gebotenen Ausführlichkeit individuell beantworten kann. Ich wünsche Ihen allen eine gutes, gesundes und erfolgreicches Jahr 2019 und uns allen, dass es ein Jahr werden möge, in dem sich vieles in Deutschland und der Welt zum Besseren wendet.

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