Okt 21, 2019
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Thüringen-Wahl: „Saubere“ Energie: Rot-Rot-Grün will Thüringens Wald für riesige Windanlage roden!

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(www.conservo.wordpress.com)

Von Hanno Vollenweider *)

thüringenDie Angst in Thüringens Landesregierung vor einem hohen Wahlergebnis der AfD, wie in Sachsen und Brandenburg, sitzt offenbar tief. Die CDU äußert sich nun sehr kritisch zu den geplanten Windparks in Thüringen, die der Bevölkerung bitter aufstoßen. Das hat man bei der Landesregierung offenbar zur Kenntnis nehmen müssen. Die AfD hatte sich von Anfang an klar positioniert: Sie steht auf Seiten der Bürger.

Anja Siegesmund, Thüringens Ministerin für Umwelt, Energie und Naturschutz, will die Windenergie, koste es, was es wolle. Sie gehört der Partei Bündnis 90/Die Grünen an und daher zieht sie alle Register für die Windparks. Sie weiß sehr wohl, dass die im Volk als „Vogelschredderer“ und „Wummertürme“ verschrienen Anlagen extrem unbeliebt sind. Und darum will sie die Kommunen mit Geld ins Boot locken. Die Gemeinden sollen an den Windparks unternehmerisch beteiligt werden. Nachdem Juristen erhebliche Zweifel daran äußerten, dass dies rechtlich überhaupt zulässig ist, pflegt Frau Ministerin eine neue Wortwahl: Es soll nun „Anreize“ für die Kommunen geben und die „Akzeptanz“ verbessert werden.Tatsächlich ist beabsichtigt, dass die Landesregierung die Windparkflächen verdreifachen will und dafür per „Windenergie-Erlass“ bestimmte Flächen festlegen. Die „Akzeptanz“ soll durch Geldflüsse hergestellt werden und die Bürger-, Umwelt- und Interessengemeinschaften dürfen für die Bürgernähe-Show ein bisschen mitdiskutieren, wo denn die riesigen Rotoren hingestellt werden. Dass sie gebaut werden, auch gegen den Willen der Thüringer, steht jedoch nicht zur Debatte. Überdies wird die Regierung die „Voraussetzungen für den Ausbau von Windkraftanlagen im Wald schaffen“. Darauf, dass die Aktivisten vom Hambacher Forst sich hier auch an die Bäume ketten, sollte man sich nicht verlassen. Wenn Linke und Grüne Wälder roden, ist das in Ordnung.

Es werden gigantische Anlagen werden: Bei dem hübschen Dörfchen St. Gangloff soll ein Gebiet von 239 Hektar im Wald mit fußballfeldgroßen Betonsockeln und neun 238,5 Meter Meter hohen Windrädern mit einem Rotordurchmesser von 149 Metern zugebaut werden. Gesamtleistung 36 Megawatt. Tausenden Vögeln und Fledermäusen und Millionen Insekten werden diese Großwindanlagen den Tod bringen. Auf einer Fläche von neun Fußballfeldern wird die Erde mit 270.000 Tonnen Stahlbeton versiegelt.

Was dabei gern verschwiegen wird: Sitzen die Kommunen unternehmerisch mit im Boot, bezahlen sie am Ende auch den vorgeschriebenen „Rückbau“ der Anlagen mit. Laut dem Bundesverband Windenergie bedeutet das etwa 30.000 Euro pro Megawatt Leistung. Eine Turbine kann über 100.000 Euro Recyclingkosten verursachen – ohne den Rückbau des Fundaments. Die jeweils 3.000 Tonnen Stahlbeton-Fundamente zu entfernen, kostet noch einmal bis zu 100.000 pro Stück. Bei 36 Megawatt sind das am Ende insgesamt bis zu zwei Million Euro. Soviel zu den „Anreizen“.

Unsere umweltbewegten Greta-Gläubigen rezitieren zwar mit Panik in der Stimme die rein hypothetischen Computersimulationen, die der Welt den Klimatod in wenigen Jahrzehnten durch CO2 vorrechnen. Aber wie man in nur 20 Jahren die Windräder entsorgen soll, das wissen sie nicht. Das Problem zeigt sich aber bereits jetzt bei älteren Anlagen. Die Rotorblätter bestehen aus einer hochstabilen Verklebung von Glasfasern, Kohlefasern und Polyester-Harz, die man nicht mehr trennen und daher nicht recyceln kann. Man kann sie nur verbrennen. Das, was die Windparks angeblich an CO2 sparen, blasen sie dann wieder in die Atmosphäre.

Die Bürger in Ost-Thüringen verstehen schon nicht, dass man so riesige Flächen Wald einfach roden will. Im Hambacher Forst wurde ein erbitterter Krieg um jeden Baum geführt und hier wird bedenkenlos gefällt, was das Zeug hält. Die Grünen, die wegen eines einzigen Feldhamsters wichtige Infrastrukturprojekte lahmlegen, nehmen hier Berge zerfetzter, toter Tiere in Kauf, einen Kahlschlag im Wald, eine ruinöse Entsorgung der Windanlagen und dann doch jede Menge CO2 beim Verbrennen nicht recycelbarer Materialien.

spargelDie Sprecherin der Bürgerinitiative „Keine Windräder im Kleinen Thüringer Wald“, Denise Heimrich, sagt schlicht: „Im Wald haben Windräder einfach mal nichts zu suchen!“. Prof. Dr. Martin Heinze, Forstwissenschaftler und ehem. Chef der Fachhochschule für Forstwirtschaft Schwarzburg und Dozent in Erfurt, gehört dem wissenschaftlichen Beirat für Nachhaltigkeit in Thüringen an. Er ist entsetzt über die Windpark-Pläne im Kleinen Thüringer Wald. Man habe halt gesucht, wo man noch brauchbare Erhöhungen findet, und so werde dieser Wald eben der Energiewende zum Opfer fallen. Der Beirat sei aber dazu da, die unvertretbare Zerstörung des Kleinen Thüringer Waldes zur Sprache zu bringen: „Denn die Politiker haben häufig den Einblick nicht.“

Tobias Gruber (parteilos) kämpft schon seit drei Jahren gegen die Windanlagen-Pläne: „Sie sind unvernünftig und unsinnig, die Umwelt wird zerstört.“ Er will mit Aktivisten zusammen – wenn es sein muss – einen Hungerstreik machen. Mehr als 10.000 Unterschriften gegen das Projekt hat er bereits gesammelt.

Die AfD will die Windpark-Pläne verhindern. Stefan Möller, energiepolitischer Sprecher der AfD-Landtagsfraktion, sagt: „Der von Bürgerinitiativen und der AfD getragene Protest gegen die landschaftszerstörende Energiewende zeigt erste Erfolge. Bereits unsere letzte Aktuelle Stunde zur Windkraft im Thüringer Wald war ein voller Erfolg. Diesen parlamentarischen Weg werden wir weiter beschreiten und die Bürgerinitiativen vermehrt unterstützen.“

Zwar äußert sich die CDU – natürlich jetzt vor den Wahlen – auch kritisch zu dem Projekt. Sie ist in Thüringen nicht an der rot-rot-grünen Regierung beteiligt. In Mecklenburg-Vorpommern regiert sie aber zusammen mit der SPD – und die Thüringische Landesregierung will mit den Windparks dem Beispiel Mecklenburg-Vorpommerns folgen. Soviel zur Glaubwürdigkeit der CDU.

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*) Von Montag, den 14.10., bis zur Landtagswahl in Thüringen, am 27.10., veröffentlichen wir an dieser Stelle täglich einen Beitrag aus unserer ersten Zeitung der Freien Medien “Der Wahlhelfer – Argumente für mündige Bürger”. Infos zum Wahlhelfer finden Sie hier >>klicken<<.

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Hanno Vollenweider ist Herausgeber sowie Autor des Blogs „Die Unbestechlichen“ (https://dieunbestechlichen.com), mit dem conservo in regem Artikel-Austausch steht. Darüber hinaus ist er Sprecher der „Vereinigung Freier Medien“, der auch P.H. (conservo) angehört.
www.conservo.wordpress.com      18.10.2019
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Allgemein · Conservo · Innenpolitik · Klare Kante · Vera Lengsfeld

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