Sep 8, 2018
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Thilo Sarrazins neues Buch über den Islam: Ist die feindliche Übernahme noch abwendbar?

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Am 30. August 2018 erschien „Feindliche Übernahme“, das Buch über den Islam aus der Feder von Thilo Sarrazin. Es fasziniert – das vorweg – durch seine unaufgeregte, nüchterne und sachliche Sprache, ja, fast wirkt die Diktion dieses Werkes ein wenig lapidar, so unaufgeregt kommt es daher. Dabei ist das, was der Leser erfährt, alles andere als lapidar.

Die Einleitung des Buches sollten auch geübte Leser keinesfalls überblättern. Hier schildert der Autor, wie er, erleichtert vom Fall des Eisernen Vorhanges, optimistisch durch die 1990er Jahre schritt, wie ihm die Nachrichten eines sich radikalisierenden politischen Islams fern und unwirklich erschienen und wie kurz vor der Jahrtausendwende und dann mit dem 11. September 2001 deutlich schneller die Sorgen zunahmen. So, wie Sarrazin es schildert, dürfte es die breite Mehrheit in Deutschland und Europa empfunden haben. Dann schildert Sarrazin die Entwicklung der letzten Jahre rund um das Thema „Islam“ – aus einem Blickwinkel, den jeder Leser ganz oder größtenteils nachvollziehen kann. Der Leser ist jetzt im wörtlichen Sinne „im Bilde“.

Sofort beginnt die inhaltliche Arbeit. Schon das erste Kapitel ist eine Klarlegung, die lange schon dringend erforderlich war. Sarrazin ordnet den – an sich ja nicht thematisch angeordneten – Koran nach Schlüsselbegriffen und sammelt unter diesen Begriffen jeweils die einschlägigen Stellen, nach den Fundstellen in den einzelnen Suren geordnet. Thematisch geschlossene Gedanken werden dabei nicht auseinandergerissen. In dieser Anordnung gewinnt die muslimische Lehre, der jeder Moslem unterworfen ist, deutlich an Klarheit. Diese Klarheit könnte alle Menschen, die keine orthodoxen oder gar radikalen Moslems sind, sehr erschrecken. Ihre Wirkung entfalten die Worte dabei von allein, Sarrazin interpretiert nicht und fügt nichts hinzu. Das muss er auch gar nicht.

Das Ergebnis der Koran-Exegese

Sarrazin analysiert den Koran, und das Ergebnis ist von bestürzender Klarheit. Einer der Begriffe, zu dem er Quellen bereitstellt, ist die „Hadithe“. Es handelt sich hier um ein religiöses Gesetz, das quasi das Bindeglied zwischen den Koranversen und dem Alltag darstellt – und zwar dergestalt, dass es die völlige Durchdringung aller Lebenssituationen mit den Vorschriften des Korans bewirkt. Diese totale Herrschaft der Religion ist für all diejenigen, die christlich leben, schwer vorstellbar. Wer areligiös lebt oder sich gar bewusst für den Atheismus entschieden hat, wird sich das schlichtweg kaum vorstellen können. Und völlig logisch arbeitet Sarrazin dann auch heraus, dass nach muslimischer Lesart eine weltliche Herrschaft nur legitim sein kann, wenn sie durch Allah legitimiert ist. Dass sich Moslems moralisch an kein Gesetz gebunden fühlen, das ein Staat erlassen hat, in dem nicht der Koran und nicht die Scharia ihre totale Herrschaft ausüben, ist dann nur noch ein letzter logischer Schritt.

Der Islam behindert in seiner – bei der Mehrheit der Muslime praktizierten – totalitären Ausrichtung das freiheitliche Denken, das legt Sarrazin völlig logisch dar. Mit auf der Strecke bleiben die Gleichberechtigung der Frau, jede Form der Geburtenkontrolle und letztlich der wirtschaftliche Erfolg islamischer Gesellschaften. Sarrazin setzt seinen Punkt dann stilistisch provokant, aber sachlich völlig korrekt: „Stark sind die islamischen Länder nur beim Bevölkerungswachstum. Schwach sind sie bei der Schaffung von Wohlstand, schwach sind sie bei der Bildung ihrer Menschen, und schwach sind sie in Wissenschaft und Technik.“

Sklaven als Stütze islamischen Wohlstands

Sarrazin stützt das auf eine historische Betrachtung des Islam, in der er nachweist, dass wirtschaftliche Prosperität in islamischen Ländern zu allen Zeiten auf der Eroberung immer neuer Kulturen und Ausbeutung der dortigen Bewohner als Sklaven – im erweiterten Sinne als „Dhimmi“ bezeichnet – beruhte. Die Christen des Orients wissen genau, wovon hier die Rede ist. Erst im 20. Jahrhundert, so fügt der Rezensent an, änderte sich das erstmals. Der muslimische Kulturraum war nun nicht mehr auf Sklaven angewiesen, obwohl von dort keinerlei technische impulse kamen und kommen. Der Rohstoff Öl bewirkte, dass im arabischen Raum sagenhaft viel Geld angehäuft werden konnte. Diesen Reichtum aber förderten – und fördern – vorwiegend westliche Firmen, und selbst der saudi-arabische Ölkonzern Saudi-Aramco stützt sich im wesentlichen auf Ingenieurskunst aus dem Okzident.

So, wie Sarrazin im ersten Kapitel den Islam nach Schlagworten aus dem Koran sortiert und damit Fakten klärt, widmet er sich im zweiten Kapitel den einzelnen Ländern, die heute unter der Herrschaft des Islam sind. Das dritte Kapitel listet die Problemfelder auf, die die muslimischen Gesellschaften im Innenverhältnis haben. Das vierte Kapitel schließlich beleuchtet die Rolle der Moslems in den westlichen Gesellschaften. Und wer von der Koran-Exegese des ersten Kapitels noch nicht berührt war, der erfährt spätestens jetzt, was ihn das alles angeht.

Muslime werden in der Mehrheit sein

Was die Menschen in Deutschland zu gewärtigen haben, fasst Sarrazin in seiner Schlussbemerkung zusammen. Dies Zitat mag andeuten, welche prophetische Kraft dem Buch insgesamt innewohnt: „Bei unveränderter demografischer Dynamik und unveränderter Einwanderung ist der Islam in Deutschland und Europa langfristig auf dem weg zur Mehrheitsreligion. Muslime werden in zwei bis drei Generationen die Bevölkerungsmehrheit stellen, wenn es keinen Kurswechsel in der Einwanderungs- und Integrationspolitik gibt.“ Und was passiert, wenn erst die Mehrheit muslimisch kontrolliert ist, kann in Ländern wie Malaysia besichtigt werden. Dort läuten keine Kirchenglocken mehr. Wie lange noch in Ländern wie Nigeria das Wort Gottes frei verkündet werden kann, ist inzwischen zu einer bangen Frage geworden, die muslimischen Terror-Speerspitze Boko Haram lehrt jedenfalls die gesamte Region um den Tschad-See mit immer neuen, grauenerregenden Taten das Fürchten.

Eine Woche nach Erscheinen führt „Feindliche Übernahme“ die Bestsellerlisten in Deutschland an. Die Rangfolge von Amazon und die „Spiegel“-Bestsellerliste sprechen dabei dieselbe Sprache. 220.000 Exemplare seien ausgeliefert worden, bereits nach sieben Tagen waren rund 100.000 davon verkauft, so der Finanzbuch-Verlag, bei dem das Buch erschienen ist. Vielleicht entfaltet das Buch genügend Wirkung, vielleicht wachen genügend Menschen hierzulande rechtzeitig aus ihren Träumen von unerfüllbarer Multikulturalität auf. Und vielleicht werden unsere Urenkel, falls das so ist, dieses Land noch wiedererkennen als das abendländisch geprägte Deutschland, das allen vertraut ist, die dort leben. Und das manche der Menschen, die dort leben, von Herzen lieben. Vor diesem Hintergrund, der existentiell ist, sind dem neuen Buch von Thilo Sarrazin mindestens 100 Millionen Leser in ganz Europa zu wünschen. Dem Münchner Finanzbuchverlag aber, der dieses Werk hierzulande verlegte, ist zu großem Mut und zu wahrhaftiger Courage zu gratulieren.

Persönliche Schlussbemerkung

„Feindliche Übernahme“ wird all denjenigen missfallen, die nicht vorhergesehen haben, was nun unweigerlich passieren wird. Einige ihrer schwersten Fehler und Versäumnisse sind nun mit chirurgischer Präzision offengelegt. Es sind genau derjenigen, die Thilo Sarrazin jetzt so verbissen bekämpfen, die vor wenigen Jahren erst maßgeblich dazu beitrugen, dass der Islam seinen Siegeszug durch Europa nun angetreten hat. Und wohl auch vollenden wird. Gnade uns Gott!

von Sebastian Sigler

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Klare Kante · The European · The European

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