Jan 7, 2019
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Syrische Kurden bieten Moskau und Damaskus Verhandlungen an

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Abdulkarim Omar

„Ein Beamter aus einer Regierung im Nordosten Syriens sagte Kurdistan 24 am Mittwoch, dass sich syrische Kurden niemals ausschließlich auf die Vereinigten Staaten verlassen hätten, um die Syrienkrise zu lösen. Die Kommentare folgten auf die Reise einer Delegation nach Moskau, um die türkischen Drohungen einer militärischen Aktion in Gebieten östlich des Euphrats zu diskutieren. In einem Interview mit Kurdistan 24 berichtete Dr. Abdulkarim Omar, Co-Vorsitzender der Kommission für auswärtige Beziehungen der Selbstverwaltung in Nord- und Ostsyrien (NES), über Einzelheiten, des Treffens kurdischer Verwaltungsbeamter mit russischen Regierungsvertretern, einschließlich hochrangigen Beamter des russischen Außenministeriums. ‚Wir haben über das syrische Problem und die türkischen Drohungen gesprochen, und wir sind darin übereingekommen, dass wir uns nicht nur auf die USA verlassen, um eine politische Lösung zu finden‘, sagte er. ‚Wir haben niemals die Verbindungen mit der [syrischen] Regierung gekappt als sie schwach war‘, sagte er, fügte jedoch hinzu: ‚Wir haben immer gesagt, dass es dem Regime nicht ernst genug sei, Verhandlungen zu führen.‘ Er bestätigte auch mehrere frühere Treffen mit Russen in der Basis Hmeimim, in der Nähe der syrischen Westküste.

Der Demokratische Rat (DEZA) führte ebenfalls Gespräche, die aber keine bedeutsamen Ergebnisse erzielten, angeblich weil Damaskus nicht zu Zugeständnissen bereit war. Nach wiederholten Drohungen von türkischer Seite, Truppen über die Grenze zu schicken, forderten die Volksverteidigungseinheiten (YPG) letzte Woche die syrische Regierung dazu auf, Manbij und die türkische Grenze vor einer Invasion zu schützen. Als die Türkei im Januar 2018 Afrin angriff, stellte die YPG ähnliche Forderungen an Damaskus, jedoch ohne Erfolg. Omar fügte hinzu, dass seine Seite für neue Beziehungen mit der syrischen Regierung immer noch offen sei und sagte: ‚In Zukunft werden wir unsere Bemühungen fortsetzen, den Dialog mit dem Regime wieder aufzunehmen, und wir sind dazu bereit. Nicht nur zwischen uns und dem syrischen Regime, sondern mit jeder syrischen Partei.‘

Darüber hinaus fügte er hinzu, die örtliche Verwaltung habe Moskau einen Plan für eine mögliche Lösung der anhaltenden Auseinandersetzungen in Syrien mitgeteilt. ‚Wir haben den Russen einen Fahrplan vorgelegt, in dem wir unsere Ziele und Prinzipien darlegen und ausführen, wie die Nord- und Ostsyrische Regierung an der Verfassung teilhaben und Teil einer syrischen Lösung werden kann, die die kurdischen Rechte einschließt‘, sagte er. Er fügte hinzu, dass Russland auch die entscheidende Rolle der syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) bei der Bekämpfung des Terrorismus anerkannt habe.“ (Wladimir van Wilgenburg: „Syrian Kurds never relied solely on US, says official after Moscow visit“)

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Artikel · Außenpolitik · Mena Watch

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