Sep 24, 2018
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Repressionswelle im Iran: 50 Bahai seit März zwangsexmatrikuliert

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„Wie Simin Fahandej im Namen des Büros der Baha’i International Community bei der UNO in Genf berichtet, sind seit dem iranischen Neujahrsfest am 21. März 50 Baha’i Studierende ihrer Religionszugehörigkeit wegen von iranischen Universitäten zwangsexmatrikuliert worden. Wie Fahandej am 18. September in einem Interview mit dem Center for Human Rights in Iran (CHRI) erklärte, ‚wirkt sich das nicht nur auf die Zukunft dieser jungen Studierenden aus, sondern es schadet auch der Zukunft des Iran, wenn begabte und ambitionierte Menschen der Möglichkeit beraubt werden, zu studieren und zum gesellschaftlichen Wohl beizutragen‘. (…) Zudem, so Fahandej, seien im September in Schiras sechs Baha’i von Agenten des iranischen Staatssicherheitsministeriums verhaftet worden. (…) ‚Im Rahmen dieser jüngsten Repressionswelle gegen Baha’i im Iran sind in den letzten Wochen in Schiras mehrere Menschen ihrer Zugehörigkeit zu den Baha’i wegen verhaftet worden‘, so Fahandej.

Die iranische Verfassung erkennt die Baha’s nicht als offizielle Religion an. Zwar heißt es in Artikel 23 der Verfassung, dass ‚niemand nur seines Glaubens wegen schikaniert oder verfolgt werden darf‘, doch werden den Baha’i, die zu den am stärksten verfolgten religiösen Minderheiten des Landes gehören, viele Grundrechte vorenthalten. So wird ihnen unter anderem der Zugang zu den Hochschulen verwehrt, entweder, indem man sich weigert, sie aufzunehmen, oder sie, sollte es ihnen gelingen, sich einzuschreiben, ohne Angabe angemessener Gründe zwangsexmatrikuliert.“ (Bericht auf Iran Press Watch: „In Just Six Months, Iranian Universities Expelled 50 Baha’i Students For Their Religious Beliefs“)

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Artikel · Außenpolitik · Mena Watch

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