Mrz 11, 2019
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Pro-palästinensisch? Von wegen …

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Straße in einem palästinensischen Flüchtlingslager in Syrien.

„Seit der Konflikt in Syrien im Jahre 2011 begann, wurden fast 4.000 Palästinenser in Syrien getötet, hunderte wurden in den berüchtigt brutalen Gefängnissen des Assad-Regimes zu Tode gefoltert. Das Regime hat darüber hinaus mindestens 1.732 Palästinenser inhaftiert, darunter 108 Frauen und Kinder, berichtet eine Menschenrechtsorganisation. Syrische Behörden haben tausende weitere vorübergehend festgenommen. Hat [Ilhan] Omar diese Gräueltaten jemals erwähnt? Und ihre was ist mit ihren progressiven Unterstützern im Kongress? Die palästinensischen Führungen im Westjordanland und im Gazastreifen scheinen sich jedenfalls nicht für diese Menschen zu interessieren, genauso wenig wie die meisten arabischen Staaten im Nahen Osten.

Die Not der Palästinenser ist nicht auf Syrien beschränkt. Im vergangenen Monat berichtete das Gatestone Institute über das palästinensische Leid im Libanon, in dem mehr als 500.000 Palästinenser leben. ‚Die meisten der Palästinenser im Libanon leben in 12 Flüchtlingslagern, wo sie an Armut, Übervölkerung und Gewalt ebenso leiden wie an den diskriminierenden Apartheidgesetzen und -maßnahmen, die ihnen ihre grundlegenden Rechte verwehren‘, schrieb das Institut. Wie haben die pro-palästinensischen Kräfte darauf geantwortet? Mit Schweigen.

Was haben all diese Tragödien gemeinsam? Erstens, dass Israel nicht darin involviert ist, und zweitens, dass ihnen von den üblichen pro-palästinensischen Aktivisten – wo bist Du, Linda Sarsour? – und Gruppierungen keinerlei Aufmerksamkeit geschenkt wird. Die beiden Gründe sind miteinander verbunden. Die Medien und die Aktivisten widmen sich obsessiv jedem Zwischenfall, in den ein Palästinenser in Gaza oder im Westjordanland verwickelt ist, und porträtieren Israel als den Aggressor – selbst wenn israelische Truppen einen palästinensischen Terroristen töten, der sie zu ermorden versuchte.

Aber dieselben Journalisten und College-Studenten (zusammen mit ihren Professoren) erwähnen niemals palästinensisches Leid, wenn Israel nicht daran beteiligt ist. Wahrscheinlich wissen sie gar nichts über die palästinensische Not in der arabischen Welt, von der sie in aller Regel als Menschen zweiter Klasse behandelt werden, als politisches Druckmittel, das sie seit der Gründung des modernen Staates Israel 1948 ausschlachten. Dieser Widerspruch ist kein Zufall: Viele der üblicherweise pro-palästinensischen Kräfte interessieren sich in Wahrheit überhaupt nicht für die Palästinenser – ihnen geht es nur darum, Israel zu schaden, das Land so lange zu dämonisieren und zu delegitimieren, bis es aufhört, als jüdischer Staat zu existieren.“ (Aaron Kliegman: „The Pro-Palestinian Charade“)

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Artikel · Außenpolitik · Mena Watch

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