Jan 12, 2019
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„Ohne Pressefreiheit gibt es keine Demokratie!“: Jean-Claude Juncker mit Freiheitspreis der Medien ausgezeichnet

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© Stefan Groß

Die Preisübergabe war gleichzeitig der glamouröse Schlusspunkt eines beeindruckenden, fünfjährigen Gipfeljubiläums.

Zum Abschluss der fünften und mit großem Abstand erfolgreichsten Ausgabe des von der Verlegerin Christiane Goetz-Weimer, und ihrem Mann, dem Verleger Wolfram Weimer, veranstalteten Ludwig Erhard Gipfels bekam die hochkarätig besetzte Veranstaltung am Tegernsee mit der Verleihung des Freiheitspreises der Medien eindrucksvoll ihre Krone aufgesetzt. Jahr für Jahr ist es das große Gipfel-Highlight. In diesem Jahr bekam die renommierte Auszeichnung der EU-Kommissionspräsident Jean-Claude-Juncker verliehen, der diesen nicht nur dankend und sogar zu Scherzen aufgelegt – Weihnachten, so Juncker, habe er mit seiner Familie ohne Schnee verbracht, deshalb dachte er sich, er brauche jetzt einen Preis aus Bayern – entgegennahm, sondern damit auch die Nachfolge von Michail Gorbatschow, Reinhard Kardinal Marx, Jens Weidmann und Christian Lindner antrat.

In der Begründung der Jury hieß es: „In politisch schwierigen Zeiten für die Europäische Union hat sich Jean-Claude Juncker als ein geduldiger und großer Brückenbauer Europas erwiesen. Das Vorantreiben des europäischen Einigungsprozesses ist für den ehemaligen luxemburgischen Premier nicht nur eine Herzensangelegenheit, sondern eine erfolgreiche Pflicht geworden. Er verkörpert eine Vision der Völkerverständigung jenseits von Nationalismus, Fremdenhass und Intoleranz. Juncker, der Krisenmanager, der mehrere Fremdsprachen fließend beherrscht, vermochte in Zeiten von Populismus, Flücht¬lingskrise und Brexit die Einheit Europas im Geiste von Solidarität und Humanismus zu wahren. Der versierte Gesprächs- und Verhandlungspartner bekennt: „Europa hat eigentlich alles, was wir brauchen, vor allem seine vielen Farben. Und nur das Miteinanderleuchten dieser vielen Farben wirft das richtige Licht auf Europa.“

Mit Jean-Claude Juncker wolle man auch die europäische Idee insgesamt würdigen, betonten die Verleger. 2019 werde mit wegweisenden Europawahlen ein Schlüsseljahr für die EU. Juncker, hoben sie hervor, sei da ein wohltuend ausgleichender Mutmacher in hitzigen Zeiten. „Europa“, so sagten es die Verleger noch einmal deutlich, „Europa ist unsere Herkunft, und auch unsere Zukunft. Alles auf diesem Gipfel habe eine Melodie gehabt, und das war die Melodie Europas.“

Man hätte damit wohl kaum einen besseren Preisträger finden können, als den wie kaum ein anderer überzeugten Europäer Juncker, der sich nicht glücklich darüber äußerte, dass es „überhaupt einen Freiheitspreis der Medien geben muss.“ Er halte die Medienfreiheit für essentiell. „Ohne Pressefreiheit gibt es keine Demokratie“, so der EU-Kommissionspräsident in seiner Dankesrede.

von Oliver Götz

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Klare Kante · The European · The European

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