Mrz 26, 2019
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Österreich: Antisemitismus unter Muslimen signifikant höher

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„Eine von der österreichischen Regierung in Auftrag gegebene Umfrage ergab, dass Muslime in Österreich antisemitischen Aussagen mehr als doppelt so häufig zustimmen wie Nicht-Muslime. 19 Prozent der Nicht-Muslime stimmten der Aussage zu, dass die Juden wegen ihres Verhaltens selbst schuld seien, an ihrer antisemitisch motivierten Verfolgung. In der muslimischen Gruppe stimmten 45 Prozent der Befragten dieser Aussage zu. Die Zustimmung von Personen mit arabischen Wurzeln, die die Hälfte der muslimischen Gruppe bildeten, war etwas höher zu als die der Türkischstämmigen, die die andere Hälfte der Gruppe ausmachten. Österreichs Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka stellte in der vergangenen Woche in Wien die Ergebnisse der Studie ‚Antisemitismus in Österreich 2018‘ vor, in der 2.731 Personen befragt wurden, die älter als 16 Jahren waren, darunter 604 Muslime.

Insgesamt stimmten 28 Prozent der Befragten mit türkischen Wurzeln der Aussage zu, dass ‚Juden […] nach wie vor den Tod Jesu zu verantworten [haben]‘. 17 Prozent der Araber und 13 Prozent der Nicht-Muslime stimmten der Aussage ebenfalls zu. Zehn Prozent der Nicht-Muslime stimmten der Aussage zu, dass ‚in den Berichten über die Konzentrationslager‘ während des Holocaust ‚vieles übertrieben dargestellt [wird]‘. Unter den Türken stimmten 41 Prozent und unter den Arabern 35 Prozent zu. Der Aussage, dass ‚Juden […] die internationale Geschäftswelt beherrschen‘, stimmten 39 Prozent der Nicht-Muslime zu. Bei den türkischen und arabischen Gruppen waren es 63 bzw. 64 Prozent.“ (Cnaan Liphshiz: „Austria’s Muslims twice as likely as non-Muslims to hold anti-Semitic views“)

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Artikel · Außenpolitik · Mena Watch

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