Okt 15, 2019
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Nach 30 Jahren: Statt Mythenbewältigung neue Perspektiven für den Osten

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Wichtig ist es gerade vor dem Hintergrund einer Verklärung der Aufbauleistung zu verdeutlichen, was deren Referenzmaßstab aus gesamtdeutscher Sicht sein sollte: Mitteldeutschland zählte vor dem Kriege zu den drei reichsten Regionen der Welt; sein Einkommen lag etwa 1/3 über dem des Reichs. Heute zählt die Region zu den abgehängten – 30 Prozent unter dem Durchschnitt der Republik. Im Jahr 1972 erreichte die DDR knapp diese Vorkriegswirtschaftsleistung. Vor allem der gewerbliche Mittelstand zog diesen Durchschnitt nach oben – er war ausweislich der DDR-eigenen Statistik knapp 50 Prozent produktiver als die übrige verstaatlichte Industrie (BLUM 2013, Literaturhinweise am Ende des Beitrags) und damit etwa so wettbewerblich wie die seinerzeitige englische Industrie – danach ging es bergab. Durch Erich Honeckers Verstaatlichungen verfiel die Konkurrenzfähigkeit der DDR, insbesondere ihre Exportmärkte gerieten unter Druck, und im Jahr 1982 konnte der Zusammenbruch nur durch den sogenannten Strauß-Kredit verhindert werden.

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