Aug 24, 2019
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Medien und „die Ossis“ – die Geschichte einer Radikalisierung

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Damit ist der Ton vorgegeben: Alle Ossis sind gleich betreuungsbedürftig; sie raffen es nicht. DER SPIEGEL muss es ihnen erklären wie einem betreuungsbedürftigen Kind. Es ist ein bekannte Ton: So hätte man im wilhelminischen Deutschland über Deutsch-Südwest geschrieben, dort im fernen Afrika, wo die Menschen schwarz sind, Hottentoten heißen, nackt herumlaufen und auf die Beglückung durch die Kolonisatoren warten. Man könnte es betreuenden Journalismus nennen. Dabei ist es der westdeutsche Journalismus, der wesentlich dazu beigetragen hat, dass es nach der Wiedervereinigung zu einer Spaltung in Ost und West gekommen ist. Denn die Haltung „kluger Wessi – dummer Ossi“ zieht sich durch die mediale Geschichte der Wiedervereinigung. Dabei kommt der Ossi nicht gut weg. Dass jetzt Misstrauen gegen westdeutsche Medien und Politik tatsächlich eine breite Basis finden – überraschend?

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