Apr 10, 2019
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Kämpfe in Libyen erreichen Hauptstadt Tripolis

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Chalifa Haftar (Von Magharebia, CC BY 2.0, WikiCommons)

„Vor den Kämpfen südlich der libyschen Hauptstadt Tripolis sind nach Angaben der Vereinten Nationen binnen Tagen mindestens 2200 Menschen geflüchtet. Viele weitere seien in dem Gebiet eingeschlossen und könnten es wegen der andauernden Kämpfe nicht verlassen, erklärte das UN-Büro für Menschenrechte. Hilfsmannschaften können sie nicht erreichen. Beides sei Anlass zu großer Sorge.

Die USA forderten unterdessen ein sofortiges Ende der Kämpfe. Man verurteile die Militäroffensive der Truppen des Rebellen-Kommandeurs Chalifa Haftar, erklärte Außenminister Mike Pompeo. Der Vormarsch müsse unmittelbar beendet und Gespräche aufgenommen werden. (…) Die EU rief die verfeindeten Kriegsparteien in Libyen zu einem Waffenstillstand auf. Der sei dringend nötig, um die humanitäre Situation in dem Land zu verbessern, sagte die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini vor einem europäischen Außenministertreffen in Luxemburg. Zivilisten und Verwundete sollten evakuiert werden können. (…)

Zuvor hatte bereits die UN-Gesandtschaft in Libyen zu einer zweistündigen Waffenruhe aufgerufen, um Zivilisten und Verwundete zu evakuieren. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums der international anerkannten Regierung Libyens wurden bei den Kämpfen um Tripolis 32 Menschen getötet und 50 verletzt. Haftars Truppen hatten am Freitag nach eigenen Angaben die südlichen Außenbezirke von Tripolis erreicht und die Kontrolle über den früheren internationalen Flughafen übernommen. Die international anerkannte Regierung Libyens hat einen eigenen Einsatz zur Verteidigung der Hauptstadt eingeleitet.“ (Bericht auf tagesschau.de: „Sorge um Zivilisten wächst“)

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Artikel · Außenpolitik · Mena Watch

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