Dez 17, 2018
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Israel versucht, nächste Schlacht zu gewinnen, bevor sie geführt wurde

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„Im Nahen Osten gibt es ein Netz, das die Anti-Tunnel-Operation an der Nordgrenze Israels mit Jerusalem, Washington, Beirut, Damaskus und Moskau verbindet. Russland und der Iran sind die wichtigsten Verbündeten des syrischen Regimes. Der Iran möchte den bereits abschwächenden Syrien-Konflikt dazu nutzen, einen Einflussbereich durch den Irak und Syrien durch seine Verbündeten, der Hisbollah, zu schaffen. (…) Der Iran glaubt, dass er jetzt freie Hand in Syrien und der Region hat. Er fährt weiterhin damit fort, neue ballistische Raketen zu testen, was laut Pompeo eine Verletzung der Resolutionen des UN-Sicherheitsrats darstellt. Darüber hinaus haben die Islamischen Revolutionsgarden 3.000 Anhänger nach Syrien entsandt und dort 10 Stützpunkte und 40 weitere Positionen errichten lassen, so eine Studie des US-Verteidigungsministeriums vom August. Sie unterstützen ebenfalls 9.000 Mitglieder der Hisbollah und 10.000 andere schiitische Kämpfer in Syrien.

Die USA und Israel wollen, dass der Iran und die von ihm unterstützten Streitkräfte sich aus Syrien zurückziehen. Wie man den Iran jedoch dazu bringen soll? Das ist nicht so einfach. Washington zeigt sich besorgt über die Zunahme iranischer ‚Provokationen‘ sowohl gegen Israel, als auch gegen US-amerikanische Truppen in Süd- und Ostsyrien.Zur gleichen Zeit hat Moskau seine Kritik an der Rolle der USA in Syrien verstärkt und lässt häufig Geschichten in prorussischen Medien veröffentlichen, die kein gutes Haar an Washingtons Einsatz gegen den ISIS lassen oder excoriating die USA sogar beschuldigen, ISIS zu unterstützen. Das US-Außenministerium antwortete am 7. Dezember und sprach davon, dass es sich um Erfindungen des russischen und des Assad-Regimes handele.

Wie ein riesiges Schachbrett, das darauf wartet, dass ein Gegner den falschen Schritt unternimmt, schlittert der Nahe Osten auf den nächsten Konflikt zu, jetzt wo der Bürgerkrieg in Syrien nachlässt und ISIS besiegt ist. Dieser Konflikt ist vielfältig. Die USA treten gegen den Iran und seine Stellvertreter in Syrien und im Irak an. An einer anderen Front stehen sich Israel und die Hisbollah gegenüber. Das Schlachtfeld umfasst nicht nur ein Land. Da sich das iranische Netzwerk von Verbündeten, Milizen, Stellvertretern und Stützpunkten der Republikanischen Garde über den gesamten Libanon, den Irak und Syrien erstreckt, wird ein Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah wahrscheinlich auch Syrien betreffen. Russland könnte ebenfalls in den potenziellen Konflikt hineingezogen werden, da seine Luftabwehrsysteme in Syrien sowohl die US-geführte Koalition als auch Israel herausfordern.

Sun Tzu [der Chinesischer Militärstratege aus dem 6. Jahrhundert vor Christus] dachte, wenn man den nächsten Zug des Feindes antizipiert oder eine so überwältigende Kraft auf das Spielfeld bringt, dass der Feind abgeschreckt wird, kann man eine Schlacht gewinnen, bevor man sie schlägt. Bisher hat das iranische Regime, trotz seiner Prahlerei, die USA und Israel nur vorsichtig getestet. Während sich diese beiden Bündnissysteme – die USA und Israel auf der einen Seite und der Iran und seine Verbündeten auf der anderen Seite – gegenseitig beobachten, ist die Anti-Tunnel-Operation ein kluger Schachzug von Jerusalem. Es ist die Eröffnungssalve in Jerusalems Versuch, die nächste Schlacht zu gewinnen, bevor sie geführt wurde.“ (Seth J. Frantzman: „Can Israel Prevent the Next Middle East War?“)

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Artikel · Außenpolitik · Mena Watch

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