Okt 12, 2019
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Iran klagt prominenten kurdischen Sänger wegen Homosexualität an.

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Sollte Mohsen Lorestani verurteilt werden, droht ihm die Todesstrafe. Seit der Islamischen Revolution von 1979 wurden zwischen 4000 und 6000 Menschen wegen Homosexualität hingerichtet.

Der kurdische Sänger Mohsen Lorestani. (Quelle: Kurdistan Human Rights Network)

„Der Iran wirft einem prominenter Sänger vor, homosexuell zu sein, was nach den Gesetzen der Islamischen Republik gegen Homosexuelle, bedeuten kann, dass die Todesstrafe über ihn verhängt wird. Der BBC-Journalist Ali Hamedani hatte am Sonntag getwittert, dass ein berühmter iranischer Sänger aus der kurdischen Provinz Kermanshah, der Homosxualität ‚beschuldigt‘ worden sei und deswegen hingerichtet werden könnte. Die Islamische Republik sieht die Todesstrafe für Homosexualität vor.

Volker Beck, ein deutscher Politiker der Grünen und LGBTQ-Aktivist, sagte gegenüber der Jerusalem Post: ‚Es ist eine Perversion von Unrechtsstaaten wie dem Iran und Saudi-Arabien, dass angebliche oder tatsächliche Homosexualität als Anschuldigung präsentiert wird, die den Angeklagten das Leben kosten kann. Es ist an der Zeit, dass die internationale Staatengemeinschaft die Bestrafung von Homosexuellen verbietet.’

Das Kurdistan Human Rights Network twitterte, dass Mohsen Lorestani, ein kurdischer Sänger aus Kermanshah, in einer öffentlichen Anklage der Verbreitung von ‚Korruption auf Erden’ beschuldigt wurde. Sein Anwalt erklärte gegenüber Kurdistan Human Rights Network: ‚Die mutmaßlichen Vorfälle ereigneten sich in einem privaten Chat.‘ Bei einer Verurteilung könnte diese Anklage zur Verhängung der Todesstrafe führen. Iran News Wire berichtete, dass ‚der bekannte kurdische Sänger Mohsen Lorestani, vor einem Gericht in Teheran wegen ‚Korruption‘ auf Erden‘, für die Veröffentlichung von »unmoralischen« Inhalten in den sozialen Medien angeklagt worden sei. ‚Korruption auf Erden‘ kann mit der Todesstrafe geahndet werden. (…)

Laut einem britischen WikiLeaks-Bericht aus dem Jahr 2008, hat das iranische Mullah-Regime seit der Islamischen Revolution 1979 ‚zwischen 4.000 und 6.000 Schwule und Lesben hingerichtet.‘“ (Benjamin Weithal, Jerusalem Post: „Iran charges famous Kurdish singer with being gay, faces execution“)

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Artikel · Außenpolitik · Mena Watch

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