Mai 21, 2019
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Iran bereitet irakische Milizen auf einen Stellvertreterkrieg vor

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„Laut dem Guardian hat der wohl prominenteste Militärführer des Iran erst kürzlich irakische Milizen in Bagdad getroffen und ihnen mitgeteilt, ‚dass sie sich auf einen Stellvertreterkrieg vorbereiten sollen.‘ Zwei hochrangige Nachrichtendienste gaben an, dass Qassem Soleimani, der Anführer der mächtigen Quds-Einheit des Iran, vor drei Wochen die unter dem Einfluss Teherans stehenden Milizen zu einem Treffen einberief, als die Spannungen in der Region weiter zunahmen. Es wird davon ausgegangen, dass die Mobilisierung der regionalen Verbündeten des Iran bei den USA die Befürchtungen ausgelöst hat, dass ihre Interessen im Nahen Osten einer großen Bedrohung ausgesetzt sind. Großbritannien hat am Donnerstag bereits die Bedrohungsstufe für britische Truppen im Irak erhöht.

Während Soleimani in den letzten fünf Jahren regelmäßig mit Führern der unzähligen schiitischen Gruppen im Irak zusammentraf, waren diesmal die Art und der Ton der Zusammenkunft anders. ‚Es war kein Aufruf zur Waffenaufnahme, aber es war nicht weit davon entfernt,‘ sagte eine Quelle. (…)

An der von Soleimani einberufenen Sitzung nahmen nach Angaben der Geheimdienste, Anführer aller Milizengruppen teil, die unter dem Dach der irakischen Einheiten der Volksmobilmachung (PMU) stehen. Eine hochrangige Persönlichkeit, die von dem Treffen erfuhr, hat sich danach mit westlichen Funktionären getroffen, um seine Bedenken kundzutun. Als Chef der Quds-Elitetruppe spielt Soleimani eine wichtige Rolle in der strategischen Ausrichtung und in den wichtigsten Operationen der Milizen. In den letzten 15 Jahren war er der einflussreichste iranische Akteur im Irak und in Syrien. Er leitete Teherans Bemühungen, die iranische Präsenz in beiden Ländern zu festigen und die Region zu Gunsten der Islamischen Republik umzugestalten.“ (Martin Chulov: „Iran tells Middle East militias: prepare for proxy war”)

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Artikel · Außenpolitik · Mena Watch

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