Apr 1, 2019
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Iraks religiöse Führer rufen zu Toleranz und friedlicher Koexistenz auf

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Imam-Hussein-Schrein (By Karbobala – Wikipedia)

„Eine hochrangige schiitische Klerikerdelegation aus Nadschaf besuchte am 17. März den heiligen Tempel der Jesiden im nordirakischen Lalish. Die Jesiden wurden Opfer eines schrecklichen Völkermordes durch den Islamischen Staat im Irak und in Syrien. Der Besuch ist Teil einer Kampagne von schiitischen Klerikern, bei der religiöse Führer in verschiedenen Teilen des Irak zusammenkommen, um das Zusammenleben und die Toleranz zu fördern. Am 7. März trafen einander hochrangige christliche, muslimische und jesidische Religionsführer am Imam-Hussein-Schrein in Kerbala im Südirak. Der Schrein ist einer der heiligsten Orte für schiitische Muslime.

Die Teilnehmer besuchten den religiösen Ort, um den Menschen in Kerbala und dem irakischen Volk die Botschaft zu senden, dass sie nach Frieden streben und ein gemeinsames Zusammenleben der Iraker aller Religionsgemeinschaften anstreben. Scheich Abdul Mahdi al-Karbalai, der Vertreter von Großayatollah Ali Sistani, der höchsten schiitischen Autorität des Landes, empfing die religiösen Führer und Vertreter der Religionsgemeinschaften und wurde über die Ergebnisse der vorangegangenen Treffen informiert. Karbalai betonte die Wichtigkeit der interreligiösen Zusammentreffen und die Notwendigkeit, diese Gespräche in einen Aktionsplan umzuwandeln, der den irakischen Behörden vorgelegt werden soll.

Die Versammlung der Religionsführer wurde unter dem Motto ‚Gott liebt es, Frieden zu verbreiten‘ abgehalten. Sie wurde von Talal al-Kamali, einem Vorstandsmitglied des Imam-Hussein-Schreins, eröffnet, der die Teilnehmer begrüßte und seine Freude darüber ausdrückte, dass die den Schiiten heilige Stätte, Anführer aus dem gesamten religiösen Spektrum im Irak empfängt. Kamali sagte, dass zuvor bereits mehrere Versammlungen mit vielen prominenten religiösen Persönlichkeiten abgehalten worden seien. Dies sei ein weiterer Beweis für die Ernsthaftigkeit der gemeinsamen Aktion zur Förderung eines friedlichen Zusammenlebens unter den gegenwärtigen Umständen, gerade jetzt, da der Irak dabei sei, die vom Islamischen Staat (IS), der vormals große Teile des Landes an sich gerissen hatte, hervorgerufene Krise zu überwinden.“ (Saad Salloum: „Iraq’s religious leaders join hands to promote peaceful coexistence“)

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Artikel · Außenpolitik · Mena Watch

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