Jun 25, 2019
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In memoriam Heinrich Lummer

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lummerEin großer Konservativer ist von uns gegangen

Ein Nachruf von Peter Helmes für Die Deutschen Konservativen e.V.

Heinrich Lummer (* 21. November 1932 in Essen; † 15. Juni 2019 in Berlin), einer der jahrzehntelang führenden Konservativen unseres Landes, ist tot. Damit verlieren die konservativen und vaterlandstreuen Menschen dieses Landes eine prägende Identifikationsfigur, die uns in schwierigsten Zeiten Orientierung und Halt gab.

Heinrich Lummer war im Kreis der Bürgerlichen dieses Landes hochverehrt und dementsprechend für die linken Roten und Grünen ein rotes Tuch, an dem sie sich in voller Wut die Zähne ausbissen. Und Lummer scheute diese Auseinandersetzung nicht nur nicht, sondern griff die Gesellschaftsveränderer jederzeit frontal an. Damit wurde er für die linken Meinungsführer zu einer „Haß-Figur“, die man bis aufs Messer bekämpfen müsse.

Seine stramm antikommunistische Haltung war fast legendär. Mielkes Stasi-Schergen, die ihn einmal verhaftet hatten, verzweifelten an ihm und gaben, wie mir Lummer augenzwinkernd erzählte, frustriert sinngemäß zu Protokoll: „Da ist nichts zu machen. Der Mann scheint jeden Tag zum Frühstück einen Kommunisten zu fressen.“

Sein Name ist untrennbar mit den Begriffen Nation, Deutschland und Vaterland verbunden. Lummer hatte stets den Mut, sich zu seinem Heimatland zu bekennen, und war ein furchtloser Streiter gegen den linken Zeitgeist. Seine Persönlichkeit, sein rastloser Einsatz und sein Wirken haben eine ganze Generation geprägt – und auch den (vielen) Gegnern Respekt abgenötigt.

Seine zahlreichen politischen Ämter übte er mit großem Sachverstand und besonderem Engagement aus, er verstand seine Aufgaben als Dienst am Vaterland und seiner Bürger. Ob als Präsident des Berliner Abgeordnetenhauses, ob als Innensenator und Bürgermeister oder als langjähriger Abgeordneter des Deutschen Bundestages – Heinrich Lummer prägte das Land, blieb aber stets „dem kleinen Mann“ verbunden.

Er hatte Ecken und Kanten, wirkte aber gerade dadurch überzeugend, selbstbewußt und bodenständig. Obwohl selbst Akademiker, hatte er so gar nichts mit den glattgeleckten Cocktail-Politikern des „juste milieus“ gemein. Er galt zu Recht als zutiefst volksverbunden und war – das darf man gewiß in einem Nachruf sagen – ob seines Humors und seines ausgeprägten Charmes besonders auch bei den Damen geschätzt.

„Die Deutschen Konservativen e.V.“ („DDK“) ernannten den gelernten Elektromechaniker und späteren Diplom-Politologen (Studium am berüchtigten Otto-Suhr-Institut der FU Berlin, wo ich ihn kennenlernte) nach dem Abschluß seiner 11jährigen Mitgliedschaft im Deutschen Bundestag 1998 zum Ehrenpräsidenten der „DDK“; diese Funktion nahm er bis zuletzt wahr. DDK-Vorsitzender Joachim Siegerist bezeichnet Lummer als „großartigen Menschen und echten Freund“.

„Ein nicht unsympathisches Arschloch (…)“

Seit Jahrhunderten gilt: „de mortuis nil nisi bene“ („über die Toten nichts als Gutes“). Das sollte auch für Heinrich Lummer gelten. Aber es blieb den linksalternativen Demagogen der „taz“ überlassen, in einem dort abgedruckten Nachruf Lummer sogar nach seinem Tod zu schmähen:

„…Heinrich Jodokus Lummer stand wie kein anderer für den rechten Flügel der West-Berliner CDU im Kalten Krieg, war ein knallharter Antikommunist, gleichzeitig ein jovialer Mensch, der bei den Journalisten und den B.Z.-Berlinern beliebt war, weil er das offene Wort liebte und immer für einen unterhaltsamen Spruch gut war…“ (…)

„Entgegen dem Gebot, in Nachrufen nur Gutes zu kolportieren, ist festzuhalten: Heinrich Jodokus Lummer war nicht unbedingt unsympathisch, aber ein rechtes Arschloch. (https://taz.de/Nachruf-Heinrich-Lummer/!5600644/)

Wenn die oberlinke Sozialismuspostille taz einen solchen Text hinschmiert, ist das fast schon eine allerdings höchst merkwürdige Erhebung in den konservativen Adelsstand – und eine Kapitulation der Linken vor einem weit überlegenen, profilierten Gegner.

Wir werden seiner stets mit der größten Achtung gedenken und verneigen uns vor ihm.

Requiescat in pace – ruhe in Frieden, lieber Heinrich!

*****

Hamburg, 20. Juni 2019

Peter Helmes, Mitbegründer der Deutschen Konservativen

(www.conservo.wordpress.com)

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Allgemein · Conservo · Innenpolitik · Klare Kante

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