Feb 24, 2019
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Grün-schwarze Frühlingsgefühle

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Die Angst vor spürbarem Wähler- und sich vergrößerndem Legitimitätsverlust treiben die CDU in den Aktionismus und die SPD in die Nostalgie. Beide Parteien sehnen sich dabei, sich wieder unterscheiden zu können – zumindest für den Wähler. Anstatt sich den aktuellen Problemen des Landes zu widmen, greift die SPD tief in die Nostalgiekiste, ein Griff, der den Steuerzahler stets teuer zu stehen kommt, nicht die soziale Gerechtigkeit, sondern nur die soziale Unmündigkeit vergrößert und zur Ausweitung der Sozialbürokratie führt. Die CDU versucht zumindest, die von ihr ermöglichte (und gewollte?) Masseneinwanderung in das deutsche Sozialsystem zu dämpfen und zu regulieren. Mit dem kalten Hohn, der darin besteht, dass alle Kritiker, die diese Maßnahmen seit 2015 fordern und dafür ehrabschneidende Verunglimpfungen durch einen Großteil der Medien zu erdulden haben, könnte man sogar leben, wenn es denn ernst gemeint wäre. Um dem Publikum diese Illusion zu ermöglichen, darf dann Schleswig-Holsteins Ministerpräsiden Daniel Günther den Positionen Kramp-Karrenbauer markig widersprechen, so dass der Eindruck entstehen soll, als fände in der CDU wirklich ein politischer Streit zwischen Merkelianern und Erneuerern statt. Indes, Sprenkel für die Drosseln, eine so billige wie durchsichtige Show fürs Wahlvolk, wie Kramp-Karrenbauer nun belegt.

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Klare Kante · rolandtichy.de · Tichys Einblick

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