Mrz 23, 2019
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Geschäftsführer Mohamed Abou Taam soll drei Millionen Euro Asylsucherhilfe veruntreut haben

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Von Bodo Bost auf PAZ

Die Asylsucherbetreuung bietet vielfältige Möglichkeiten der Bereicherung. Einigen scheinen die legalen Möglichkeiten nicht auszureichen. So steht der Geschäftsführer des ASB in Hannover, Mohamed Abou Taam, unter dem dringenden Tatverdacht, sich selbst mit drei Millionen Euro illegal versorgt zu haben.

Als Folge der Merkelschen Asyl- und Zuwanderungspolitik hat sich innerhalb kürzester Zeit eine regelrechte Asylindustrie etabliert aus kirchlichen Gruppen, karitativen Vereinen, gemeinnützigen Unternehmen und anderen angeblich uneigennützigen Organisationen. Über das große Geschäft mit der Asylwelle darf nur hinter vorgehaltener Hand gesprochen werden, weil die Hauptprofiteure die sogenannten Hilfsorganisationen sind, die sich nach außen sozial geben, im Hintergrund aber skrupellos abkassieren. Seit 2015 wurden Milliarden von Steuergeldern an Hilfs­organisationen verschleudert, ohne dass diese nachprüfbar nachweisen müssen, wie viel sie wofür ausgegeben haben.

Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), war nur einer der vielen Profiteure dieser Politik. Bei der SPD-nahen Hilfsorganisation müssen die öffentlichen Gelder nur so in die Kassen gesprudelt sein, denn sonst wäre ihr Geschäftsführer in Hannover, Mohamed Abou Taam, wohl kaum auf die Idee gekommen, mit einem Kompagnon fiktive Rechnungen in Millionenhöhe zu erstellen, um dieses Geld in die eigene Tasche fließen zu lassen. In Absprache mit dem Betreiber eines Sicherheitsdiensts für Bewachungsleistungen in Asylunterkünften hat er insgesamt mehr als drei Millionen Euro für Dienstleistungen abgerechnet, die nach Meinung der Staatsanwaltschaft Hannover niemals erbracht wurden.

Neben Unterschlagung werden dem in Untersuchungshaft sitzenden 46-Jährigen auch Bestechlichkeit und Bestechung vorgeworfen. Ersten Angaben zufolge bestreitet Abou Taam alle Tatvorwürfe.

Der Bundesgeschäftsführer des ASB, Ulrich Bauch, zeigte sich bei den Ermittlungen kooperativ und teilte kleinlaut mit: „Solange die Ermittlungen laufen, werden wir zu dem Verdacht keine Stellung beziehen.“ Zugleich kündigte er an, Abou Taam werde von seiner bisherigen Position abberufen und fristlos gekündigt. Im Ok­tober vergangenen Jahres hatte sich der Geschäftsführer des ASB vom hohen Ross aus noch geweigert, für Mitglieder, Abgeordnete und Mitarbeiter der AfD einen Erste-Hilfe-Kurs abzuhalten, wie dies vorgeschrieben ist. Nach seiner Satzung sollte der ASB „allen Menschen, unabhängig von ihrer politischen, ethnischen, nationalen und religiösen Zugehörigkeit“ helfen. Der Arbeiter-Samariter-Bund ist als Rettungsdienst, in der Pflege von Senioren und im Katastrophenschutz tätig. Die Asylhilfe kam erst 2015 wie ein Mannasegen hinzu.

In Niedersachsen wie in anderen SPD-regierten Bundesländern wurden die Hilfsorganisationen zu Beginn der Asylkrise mit so viel Geld „zugeworfen“, das sie es gar nicht ausgeben konnten, wie ein NDR-Bericht vom Dezember 2016 nahegelegt. Der ASB-Bundesvorsitzende Knut Fleckenstein ist SPD-Mitglied und SPD-EU-Abgeordneter dazu. ASB-Mann Abou Taam gehörte im Herbst 2015 laut der „Hildesheimer Allgemeinen“ zu den Ersten, die sich um die neu ankommenden Asylsucher gekümmert hatten.

Er erklärte damals Ministerpräsident Stephan Weil, dass einige Asylsucher aus Afghanistan die 6000 Kilometer von ihrem Heimatland nach Hannover in Badelatschen zurückgelegt hätten. Niedersachsens Ministerpräsident zeigte sich damals beeindruckt und dankte ihm ausdrück­lich.

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Allgemein · Klare Kante · Vera Lengsfeld

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