Mrz 6, 2019
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Fundstück: „Hauptmann von Köpenick“ zu militaristisch

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(Fundstück von Kolja Zydatiss)

Ein Verein unter Vorsitz des früheren CDU-Bundestagskandidaten Niels Korte möchte den „Hauptmann von Köpenick“ auf die Unesco-Liste des Kulturerbes setzen. Das Theaterstück von Carl Zuckmayer aus dem Jahr 1931 erzählt die wahre Begebenheit des Schuhmachers Friedrich Wilhelm Voigt nach, der 1906 als Hauptmann verkleidet mit einem Trupp gutgläubiger Soldaten in das Rathaus der Stadt Cöpenick bei Berlin eindrang, den Bürgermeister verhaftete und die Stadtkasse raubte. Es gilt gemeinhin als Satire über den wilhelminischen Untertanengeist.

Der Rot-Rot-Grüne Berliner Senat leht es allerdings ab, die Unesco-Bewerbung zu unterstützen. „Da die Köpenickiade mit dem deutschen Kaiserreich und dem preußischen Militarismus verbunden und nicht mehr zur Identifikation geeignet ist, ist fraglich, ob und welche Bedeutung sie in unserer heutigen Gesellschaft noch hat beziehungsweise haben könnte“, zitiert das Internetportal „Berlin Jetzt“ aus einem Schreiben des Senats an die CDU. Der Berliner „Tagesspiegel“ berichtete bereits im Oktober 2018 über die Posse.

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