Mrz 3, 2019
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Für die weltweite islamische Revolution – mit freundlicher Unterstützung des Hamburger Senats

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„Hamburg ist eine Metropole mit über 50 Jahren muslimischer Tradition. Zu seinen ältesten Gemeinden zählt das Islamische Zentrum Hamburg (IZH). Seit 1966 betreibt der iranisch-schiitische Verein die an der Außenalster gelegene Imam-Ali-Moschee. Sie ist in der Hansestadt als bedeutende religiöse Institution bekannt.

Das IZH ist eine besondere Einrichtung. Nicht nur war es viele Jahre seiner Zeit voraus, sondern galt ebenso lange als mustergültiges Beispiel für gelungene Integration. Als sich muslimisches Leben in Deutschland noch auf provisorische Kellerräume beschränkte, residierte die iranische Gemeinde bereits in einer repräsentativen Moschee in bester Lage, die bis heute als schönster islamischer Sakralbau Hamburgs gilt. (…)

Entgegen der Reputation, die sich das IZH über viele Jahre in Hamburg erarbeitet hatte, konstatierte das Landesamt für Verfassungsschutz in seinem Bericht von 2004: ‚Islamistische iranische Einrichtungen propagieren auch in Hamburg nach wie vor die ‚Islamische Revolution‘. Damit fördern sie islamistische Bestrebungen, die den Sturz westlich beeinflusster Regierungen in der islamischen Welt herbeiführen und letztlich die gesamte Welt islamisieren wollen. Ein europaweit wichtiges Verbindungszentrum der ‚Islamischen Republik Iran‘ ist das ‚Islamische Zentrum Hamburg‘ (IZH). Mit seiner Öffentlichkeitsarbeit will es islamistisches Gedankengut iranischer Prägung bundesweit verbreiten.‘

Man darf annehmen, dass die Warnung vor den subversiven Bestrebungen des IZH verstörend auf dessen Partner in Politik und Gesellschaft wirkte. Nach 40 Jahren des interreligiösen Dialogs sahen sich diese plötzlich mit zwei Fragen konfrontiert: War man tatsächlich Islamisten aufgesessen? Und waren deren Bekenntnisse womöglich bloß leere Sprechblasen? (…)

Fassen wir noch einmal zusammen: Der Senat hat einen Staatsvertrag mit einer aus dem Ausland gesteuerten Institution geschlossen, die nach einhelliger Meinung von Bundesregierung und Verfassungsschutz eine Ideologie verbreitet, die nicht mit der freiheitlich-demokratischen Grundordnung vereinbar ist, und zudem das Ziel verfolgt, selbige mittels einer islamischen Revolution zu beseitigen. Obwohl sich diese Institution nun wiederholt an antisemitischen Kundgebungen beteiligt, sieht der Senat keinen Anlass für eine Intervention.“ (Christian Osthold: „‚Propagandazentrum des Iran‘: Behörden warnen vor Islam-Verein – Hamburg bleibt stur“)

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Artikel · Außenpolitik · Mena Watch

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