Mai 9, 2019
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Friedrich-Ebert-Stiftung lädt iranischen Holocaustleugner ein

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(Quelle: Gemeinfrei, WikiCommons)

„Der Think-Tank der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands sieht sich harter Kritik ausgesetzt, da er eine Konferenz über das Nuklearabkommens mit dem Iran veranstaltet, bei der ein Vertreter einer Einrichtung der Islamischen Republik auftritt, die den Holocaust leugnet, sowie ein weiterer iranischer Funktionär, der einen Krieg mit Israel befürwortet. Die am 14. Mai stattfindende Veranstaltung trägt den Titel ‚Deal or No Deal: Ein Jahr nach dem Rückzug der USA aus dem Atomabkommen.‘ Dr. Efraim Zuroff, der oberste Nazi-Jäger des Simon Wiesenthal Centers und Leiter des Jerusalemer Büros, sagte gegenüber der Jerusalem Post am Montag: ‚Wenn es die Art von Gästen ist, die nach Berlin eingeladen werden, so verwundert es nicht, dass der deutsche Außenminister Heiko Maas eine sehr kritische Israelpolitik betreibt und bei der UNO gegen den jüdischen Staat gestimmt hat. Die Einladung solcher Gäste legitimiert die iranische Holocaustleugnung sowie die genozidalen Drohungen gegen Israel von Seiten der Islamischen Republik.’ Deutschland hat im letzten Jahr bei der UNO insgesamt 16 Mal zusammen mit dem iranischen Regime gegen Israel gestimmt. Zuroff fügte hinzu, dass die Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) die Einladungen an die Vertreter des iranischen Regimes zurücknehmen und stattdessen iranische Dissidenten einladen sollte.

Laut einem Artikel von Andreas Benl, der in der deutschen Wochenzeitung Jungle World erschien, lud die Ebert-Stiftung Saeed Khatibzadeh ein, der den Think Tank des iranischen Außenministeriums vertritt (das Institut für Politische und Internationale Studien), das im Jahr 2006 die Holocaustleugner-Kkonferenz in Teheran organisierte. Die Veranstaltung ‚Die internationale Konferenz zur Überprüfung des Holocaust: Globale Vision‘ präsentierte ein breites Spektrum an globalen und iranischen Holocaustleugnern. Ebenfalls auf der Konferenz der Ebert-Stiftung nächste Woche wird man Hassan Ahmadian antreffen können, der die Massaker der iranischen Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) und der schiitischen Milizen in Syrien als ‚Abschreckung‘ gegenüber dem jüdischen Staat verteidigte. Die Vereinigten Staaten klassifizieren die IRGC als ausländische Terrororganisation.

Der Artikel der Jungle World kritisierte die Praktik der Ebert-Stiftung, die in der Vergangenheit nur Vertreter des iranischen Regimes einlud, wobei er die kürzlich erfolgte Einladung von Seyed Hossein Mousavian hervorhob, dem iranischen Botschafter in Deutschland zur Zeit der Ermordung von kurdischen Dissidenten in einem Berliner Restaurant im Jahr 1992.“ (Benjamin Weinthal: „Iranian Holocaust denial promoter to speak at German FM party’s think tank“)

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Artikel · Außenpolitik · Mena Watch

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