Okt 7, 2019
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Eine Tankstelle auf dem Tempelberg

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Vergangene Woche jährte es sich zum 19. Mal, dass die New York Times aus einem verletzten jüdischen Studenten einen Palästinenser und aus dessen Beschützer einen prügelnden Polizisten machte.

„Am 30. September 2000 veröffentlichten die New York Times, Associated Press und andere Medien das Foto eines blutenden jungen Mannes, der zu Füßen eines israelischen Polizisten liegt, der mit einem Schlagstock über ihm steht. Die Schlagzeile lautete ‚Ein israelischer Polizist und ein Palästinenser auf dem Tempelberg‘ und die Pose deutete darauf hin, dass der israelische Polizist für die Verletzungen des palästinensischen Mannes im Vordergrund verantwortlich war.

In Wirklichkeit war der Mann überhaupt kein palästinensischer Araber, sondern ein jüdisch-amerikanischer Jeschiwa-Student namens Tuvia Grossman. Grossman war von einem arabischen Mob aus einem Taxi in Jerusalem gezogen und schwer geschlagen worden. Der ‚drohende‘ Polizist auf dem Bild ist ein drusischer Israeli namens Gideon Tzefadi, der über Grossman stand und ihn vor dem Mob verteidigte.

Als Alan Grossman das Bild seines Sohnes in der New York Times sah, sandte er der Zeitung einen Brief mit den folgenden Zeilen: ‚Der Palästinenser ist eigentlich mein Sohn, Tuvia Grossman, ein jüdischer Student aus Chicago. Er und zwei seiner Freunde wurden von einem arabisch-palästinensischen Mob aus ihrem Taxi gezogen, während sie in Jerusalem unterwegs waren. Sie wurden schwerst misshandelt und mit einem Messer verwundet. Dieses Foto kann nicht auf dem Tempelberg aufgenommen worden sein, da es auf dem Tempelberg keine Tankstellen gibt und sicherlich keine mit hebräischem Schriftzug.‘

Als Reaktion darauf veröffentlichte die New York Times eine halbherzige Korrektur, in der Tuvia Grossman als ‚amerikanischer Student in Israel‘ identifiziert wurde – nicht als Jude, der von Arabern geschlagen wurde. Die ‚Korrektur‘ erklärte, dass ‚Grossman in der Altstadt von Jerusalem’ verwundet wurde – obwohl der Angriff auf ihn eigentlich im arabischen Viertel Wadi al Joz stattfand und nicht in der Altstadt.

Jahrelang verwendeten arabische Gruppen Grossmans Foto für ihre Propagandakampagnen und benutzten in zynischer Art und Weise einen blutenden Juden als Symbol für den palästinensischen Kampf. Auf der offiziellen Website der ägyptischen Regierung wurde das Foto in der Fotogalerie verwendet und das Palästinensische Informationszentrum hat das Foto von Grossman in das Banner ihrer Homepage übernommen.“ (Bericht von Honest Reporting: „This week marks 19 years since Tuvia Grossman, the bloodied ‚Palestinian‘, appeared in the media, leading to the creation of Honest Reporting“)

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Artikel · Außenpolitik · Mena Watch

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