Dez 30, 2018
293 Views
0 0

Die Stichwortgeber der Israel-Diffamierung

Written by

Solche israelische Stimmen werden in Europa gerne gehört – „Breaking the Silence“-Sprecher Dean Issacharoff.

„Fast täglich werden in den Medien Juden herumgereicht, die als vermeintlich ‚authentische jüdische Stimmen‘ den Staat Israel desavouieren sowie die Errungenschaften und politischen Prozesse der einzigen pluralistischen Demokratie im Nahen Osten schlechtreden. Diese im Fachjargon als ‚Alibijuden‘ gehandelten ‚nützlichen Idioten‘ sind sich nicht zu schade, sich denjenigen anzudienen, die sich durch die einseitige Verurteilung Israels (durch einen Juden) von der Vergangenheit zu entschulden suchen, indem sie Juden als Täter anklagen und Israels Verhalten mit dem der Nazis gleichsetzen (‚Die Israelis machen mit den Palästinensern dasselbe wie die Nazis mit den Juden‘).

Sie werden von den Redaktionen gezielt ausgewählt, um als selbstgeißelnde Gebrauchsjuden das auszusprechen, was ihre Interviewpartner nicht zu sagen wagen, weil Kritik an Israel angeblich ein Tabu ist. Dabei wird betont, dass diese jüdische Kritik – und sei sie noch so hanebüchen – per Definition nicht falsch sein kann, da die Kritiker schließlich Juden seien. ‚Ich kann mir nicht vorstellen, wie man behaupten kann, dass eine Ausstellung, die von Israelis gemacht wird, als antiisraelisch oder antisemitisch aufgefasst werden kann‘, so Andrea König, Leiterin des Zürcher Kulturhauses Helferei über die dort veranstaltete und vom Schweizer Aussendepartement (EDA) mit fünfzigtausend Franken finanzierte Fotoausstellung der linksradikalen israelischen NGO ‚Breaking the Silence‘, die mit anonymen, nachweislich falschen ‚Bekenntnissen‘ israelischer Soldaten die israelische Armee im Ausland diskreditiert.

Königs verquerer Argumentation folgend, könnte der ehemalige stellvertretende Bundesvorsitzende der NPD und Landtagsabgeordnete von Mecklenburg-Vorpommern, Udo Pastörs, mit seiner radikalen Kritik an der deutschen Bundesregierung, von der er behauptet, sie hätte aus Deutschland eine ‚Judenrepublik‘ gemacht, a priori nicht Unrecht haben, da er Deutscher ist. Man stelle sich vor, internationale Medien würden ausschließlich Extremisten von links bis rechts zu Wort kommen lassen, um die innenpolitische Situation Deutschlands zu beleuchten. Dass auch ein Jude oder Israeli seiner Landesregierung gegenüber radikale Ansichten hat, die ebensowenig zutreffen wie die von Pastörs, scheint sich dem Verständnis der ‚legitimen Israelkritiker‘ zu entziehen. Vor allem das Schweizer Fernsehen, das Juden entweder als schläfengelockte ultraorthodoxe Fundamentalisten oder rechtsnationalistische israelische Kriegstreiber porträtiert, greift oft und gerne auf diese jüdischen ‚Kronzeugen‘ zurück (vorzugsweise Holocaustüberlebende oder wenigstens Nachkommen), um seine gebührenfinanzierte Diffamierung Israels voranzutreiben.

[Es erstaunt] nicht, dass die heftigsten Kritiker des Judentums, aber auch Israels, aus dem Judentum selbst kommen. Das Problem ist jedoch, dass die hiesigen Alibijuden ihre Kritik eben nicht in Israel äußern, sondern denjenigen, die ihren Antisemitismus als Israelkritik camouflieren, ermöglichen, sich dabei auf Juden zu berufen. (David Klein: „Alibijuden und die Israelkritik“)

0
Article Categories:
Artikel · Außenpolitik · Mena Watch

Leave a Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.