Nov 13, 2019
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Die Bosse sitzen in Damaskus

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Von Thomas von der Osten-Sacken

Das Hauptquartier des Palästinensischen Islamischen Jihad befindet sich nicht in Gaza, sondern in der syrischen Hauptstadt. Und dennoch verfängt Assad Selbstinszenierung als Bollwerk gegen die Islamisten auch in Europa immer wieder.

Trauerfeier für den in Gaza getöteten PIJ-Führer Baha Abu al-Atta

Trauerfeier für den in Gaza getöteten PIJ-Führer Baha Abu al-Atta (© Imago Images / Xinhua)

Zeitgleich mit der gezielten Tötung des Anführers des Plaästinensischen Islamischen Jihad (PJI) in Gaza fand ein Anschlag auf seinen Chef in Damaskus, Akram al-Ajouri, statt. Der konnte entkommen, sein Sohn starb.

Seit Jahrzehnten sitzen Terrorführer geschützt vom syrischen Staat mit bekannter Adresse in Damaskus und organisieren ungehindert von dort ihr blutiges Geschäft. Das ist kein Geheimnis, sondern jedem, der es wissen will, bekannt. Immer wieder in der Vergangenheit forderten die USA Syrien auf, den Islamischen Jihad des Landes zu verweisen. Derartige Aufrufe blieben ohne Folgen. Und doch gilt das Assad-Regime weiterhin irgendwie als Bollwerk gegen Islamisten.

Das Hauptquartier des Islamischen Jihad, man muss es noch einmal betonen, befindet sich nicht in Gaza, sondern seit 1989 in der syrischen Hauptstadt. Ohne die logistische, finanzielle und materielle Unterstützung aus Syrien und dem großen Paten des syrischen Regimes, der islamischen Republik Iran, könnten weder der Islamische Jihad noch die Hamas tun, was sie tun und wären nicht, was sie sind.

Artikel zuerst erschienen auf Jungleblog.

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Artikel · Außenpolitik · Mena Watch

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