Apr 17, 2019
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Die Auferstehung von Notre Dame

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Notre Dame ist schwer geschlagen. Die Häuser auf der Ile de la Cité scharen sich, so scheint es, seit dem entsetzlichen Brand noch enger um die Mutter der Stadt, um die Kathedrale, deren Vorgängerbauten bis in spätrömische Zeit hinabreichen. Tief im Grund der Seine-Insel künden Steine, künden alte Gewölbe von 1.600 Jahren, die dieser Ort bereits gottgeweiht ist – geborgen und bewacht von Notre Dame, der ältesten Tochter Frankreichs, der Hüterin des petrinischen Rom in Gallia Transalpina. Für ihre Dignität, für ihre Würde, für ihre Kraft als Symbol der uralten, in der Antike wie im Christentum auf Gedeih und Verderb verankerten französischen Nation lieben die Menschen in Paris und in ganz Frankreich ihre Notre Dame. Ganz Europa, ja, die Welt schaut auf diese Kirche. Weder diejenigen, die in ihr eine Mutter des geistigen Europa sehen, noch diejenigen, deren Augen dafür blind sind, versagen ihr die Achtung, die Bewunderung.

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