Nov 9, 2019
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Der Iran bricht das Atomabkommen erneut

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Die Islamische Republik kündigte am Dienstagabend an, mit der Anreicherung von Uran auf bis zu fünf Prozent zu beginnen. Damit setzt sie einen weiteren Schritt, der gegen die Bestimmungen des Atomabkommens von 2015 verstößt.

Leiter der iranischen Atomenergiebehörde Ali Akbar Salehi (© Imago Images / ZUMA Press)

„Die Entscheidung fiel wenige Stunden nach der Ankündigung des iranischen Präsidenten Hassan Rouhani, dass der Iran wieder mit der Uranreicherung in der stark befestigten unterirdischen Atomanlage Fordo in der iranischen Provinz Qom beginnen werde. Als Schlüsselbestimmung des Nuklearabkommens von 2015 hatte der Iran zugestimmt, die Produktion von Nuklearmaterial in der Anlage einzustellen, die ursprünglich im Geheimen errichtet und betrieben worden war bis die Vereinigten Staaten, Israel und andere westliche Länder ihre Existenz offenlegten.

Am Dienstagabend ließ der Leiter der Atomenergiebehörde des Iran dann im sprichwörtlichen Sinne eine weitere Bombe platzen und teilte den lokalen Medien mit, dass die Islamische Republik in Urananreicherungsrate auf 5% erhöhen werde, Das stellt einen weiteren Verstoß gegen den Atomdeal (JCPOA) dar, der dem Iran nur eine Anreicherung auf 3,67erlaubt.

Die Entscheidung, den Betrieb in Fordo wieder aufzunehmen und den Grad der Urananreicherung zu erhöhen, bedeutet den vorläufig letzten Schritt in einem andauernden Schlagabtausch zwischen den USA und dem Iran, der letztes Jahr begann, als das Weiße Haus aus dem Atomabkommen von 2015 ausschied. Seitdem hat Washington immer neue Sanktionen gegen die Islamische Republik verhängt, die sowohl mit Verstößen gegen die JCPOA, als auch mit zunehmend aggressiven Aktionen im Persischen Golf reagiert hatte.“ (Judah Ari Gross, Times of Israel: „Iran to increase uranium enrichment to 5%, in fresh violation of nuclear deal“)

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Artikel · Außenpolitik · Mena Watch

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