Mrz 26, 2019
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Demonstrationen in Gaza: No Jews, no news

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„Seit über einer Woche demonstrieren Tausende Einwohner des Gazastreifens gegen die brutale Herrschaft der Terror-Organisation Hamas. Unter dem Motto ‚Wir wollen leben‘ protestieren sie gegen die Unterdrückung durch die radikalen Islamisten und vor allem die Korruption, die ihnen die Lebensgrundlage raubt. Die Hamas geht brutal gegen sie vor: Über tausend Palästinenser wurden lokalen Beobachter-Organisationen zufolge von der Terroristenmiliz festgenommen, die mit Waffengewalt auf die Unruhen reagierte und Demonstranten krankenhausreif prügeln ließ. Darunter auch Journalisten, Oppositionspolitiker und Mitarbeiter von Nichtregierungsorganisationen. (…)

Obwohl es unzählige Zeugenberichte und Aufnahmen gibt, die das brutale Vorgehen der Hamas gegen ihre eigene Bevölkerung belegen, können die Palästinenser diesmal nicht auf die Unterstützung der internationalen Weltgemeinschaft hoffen. Aus der islamischen Welt hört man keine empörten Verurteilungen der Gewalt durch die Hamas. (…) Der UN-Menschenrechtsrat, der den Israel-Palästina-Konflikt sogar als festen Tagesordnungspunkt auf seiner Agenda hat, ließ die Repressionen der Hamas gegenüber ihrer eigenen Bevölkerung unbeachtet. Stattdessen verabschiedete der Rat am Freitag gleich fünf Resolutionen, die ausschließlich Israel für die Lage in den Palästinensergebieten verantwortlich machten. (…)

Tatsächlich werden Palästinenser für einen großen Teil der Weltöffentlichkeit erst dann interessant, wenn sich ihre Anliegen gegen Israel richten. Für all die anderen Probleme, seien es die grassierende Korruption, ihre autoritären Herrscher oder die Einflussnahme des iranischen Mullah Regimes, können sie keine internationale Solidarität erwarten.“ (Filip Piatov: „Warum sind die Gaza-Proteste allen egal?“)

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Artikel · Außenpolitik · Mena Watch

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