Aug 20, 2018
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Am 20. August 1968 walzten russische Panzer den „Prager Frühling“ platt

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Der SED-Nomenklatura dürften die 68er Studentenrevolten in der von ihr so benannten „BRD“ gefallen haben, hatte sie dort über die „Stasi“ die Finger doch heftig im Spiel. Einen Anlass für die 68er Revolte hatte ja der 2. Juni 1967 geliefert; an diesem Tag eskalierten die Proteste vor der Berliner Oper, wo das persische Staatsoberhaupt Reza Pahlevi sich die „Zauberflöte“ anschaute. Durch einen Schuss, den der Polizist Karl-Heinz Kurras abgab, wurde der 26-jährige Student Benno Ohnesorg getötet. Entgegen allerdings der Interpretation, dass der Schütze ein Vertreter des „faschistischen Polizeistaates BRD“ sei, stellte sich 2009 heraus, dass er „Stasi“-Mitarbeiter war. Die SED pflegte auch beste Beziehungen zu der am 16. September 1968 gegründeten (West-)Deutschen Kommunistischen Partei (DKP), die aus der DDR bis hinein in die 1980er Jahre mit DM-Millionenbeträgen unterstützt wurde. Im Frühjahr 1969 griff die DDR mit 17 „Informellen Mitarbeitern“ (IM) der „Stasi“ in die Arbeit der studentischen Außerparlamentarischen Opposition (APO) in West-Berlin ein. Die Finger im Spiel hatte die DDR auch, als Beate Klarsfeld Bundeskanzler Kiesinger am 7. November 1968 bei einem CDU-Parteitag ohrfeigte. Sie wurde dafür von der „Stasi“ mit 2.000 DM belohnt. Es fiel der DDR zu dieser Zeit zudem nicht schwer, zahlreiche „Informelle Mitarbeiter“ (IM) in der „BRD“ zu finden.

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