Nov 18, 2019
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5 vor 10: Konjunktur, Italien, Geldpolitik, Kirgistan, Thüringen

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In den Linktipps geht es heute um die Frage, was nach dem knappen Vermeiden einer Rezession nun an wirtschaftspolitischen Maßnahmen gefordert ist, was in der italienischen Wirtschaft schief läuft, wie weit das Mandat der EZB zur großzügigen Kreditvergabe in Krisenzeiten reicht, die komplizierte wirtschaftliche Beziehung zwischen Kirgistan und China und die Herausforderungen für den Wirtschaftsstandort Thüringen nach der Landtagswahl.


1. Was die Wirtschaft jetzt braucht
(sueddeutsche.de, Alexander Hagelüken)
Nach den in der vergangenen Woche veröffentlichten Wachstumszahlen ist klar: Deutschland entgeht knapp der Rezession. Doch darauf darf man sich nicht ausruhen, denn die Aussichten seien noch immer mau, schreibt Alexander Hagelüken. Deshalb muss die Bundesregierung jetzt für Wachstum sorgen – durch Entlastungen für die breite Masse und für Unternehmen.

2. In Schönheit sterben
(spiegel.de, Hans-Jürgen Schlamp)
Italien ist die drittgrößte Volkswirtschaft der Eurozone, doch seine einst stolze Industrie siecht vor sich hin oder wird ins Ausland verscherbelt. Fehlende Rechtssicherheit für Investoren, eine schleppend arbeitende Justiz und eine noch langsamere Bürokratie – Hans-Jürgen Schlamp erklärt, was in „Bella Italia“ falsch läuft.

3. Kreditgeber der letzten Instanz
(blogs.faz.net/fazit, Gerald Braunberger)
Auf Twitter debattieren Ökonomen von DIW, ifo Institut und der EZB darüber, ob die Zentralbank im akuten Krisenfall das Mandat hat, im Rahmen ihrer Geldpolitik als „Kreditgeber der letzten Instanz“ aufzutreten und Institutionen großzügig mit Krediten zu versorgen, bevor das Finanzsystem zusammenbricht. Gerald Braunberger fasst die Diskussion und die Argumente beider Seiten zusammen.

4. Am seidenen Faden
(nzz.ch, Gerald Hosp)
Über Kirgistan führte einst die Seidenstraße. Als wichtiges Transitland für Waren liegt das zentralasiatische Land auch heute wieder im Fokus von Chinas neuer Belt-and-Road-Initiative. Die chinesischen Investitionen und Waren bieten dem armen Land eine wirtschaftliche Perspektive. Doch auch die Vorbehalte und Widerstände gegenüber dem großen Partner sind groß.

5. Was macht einen Standort attraktiv?
(wirtschaftlichefreiheit.de, Andreas Freytag)
Nach der Wahl in Thüringen hat die Wirtschaft in mehrfacher Hinsicht ihre Sorge um den Standort ausgedrückt. Zum einen bedeute eine lange Regierungsverhandlung Unsicherheit für die Wirtschaft und zum anderen sei besonders die hohe Zustimmung zu den Parteien an den Rändern für Investoren und dringend benötigte Fachkräfte abschreckend. So werde es für die Landesregierung trotz Investitionen schwer, die Lücke zwischen Stadt und Land und die Unterschiede zu den alten Bundesländern zu verringern. Droht ein Teufelskreis?

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