Dez 21, 2018
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5 vor 10: Italien, Plastik, Manager, China, Konjunktur

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In den Linktipps geht es heute um den Kompromiss im Haushaltsstreit mit Italien, die Zukunft von Plastikverpackungen, die gesellschaftliche Verantwortung von Managern und Europas Umgang mit China. Außerdem gibt es gute Nachrichten über Deutschlands Schulden.


1. Ein teurer Kompromiss für Italien
(nzz.ch, Andrea Spalinger)
Die EU-Kommission und Italien beenden ihren Streit über den Haushalt der Regierung in Rom. Diese verspricht nun, ihr geplantes Defizit zu senken. Mit dem Zugeständnis habe die Regierung Brüssel erst einmal von einem Defizitverfahren abbringen können, schreibt Andrea Spalinger, allerdings: „Die Kommission scheint jedoch vor allem aus politischen Gründen einen Waffenstillstand geschlossen zu haben. Doch die strukturellen Probleme wurden nicht gelöst.“

2. Warum Essensverpackungen große Probleme machen
(sueddeutsche.de, Vivien Timmler)
Unterhändler des Europäischen Parlaments und der EU-Staaten haben beschlossen, Wegwerfprodukte aus Einwegplastik zu verbieten. Für Gastronomen wird die Regelung jedoch zu einem Problem. Sie setzen bei ihren To-go-Angeboten fast immer auf billige Plastikverpackungen. Alternativen existieren zwar bereits, sind aber merklich teurer – und nicht immer wirklich umweltfreundlich.

3. „Der freiheitliche Staat ist bedroht“
(handelsblatt.com, Jürgen Flauger und Peter Brors)
Martin Kley ist einer der einflussreichsten Aufsichtsräte Deutschlands. Er sitzt in den Kontrollgremien von Eon, Lufthansa und BMW. Nun appelliert er an seine Managerkollegen, sich stärker in politische Debatten einzumischen: „Der Vorstand eines Unternehmens mit vielleicht 5.000 oder auch 100.000 Mitarbeitern hat nicht nur das Recht, sondern auch die Pflicht, sich zu wesentlichen gesellschaftlichen Fragen zu äußern“, sagt er. „Wer das nicht tut, füllt seinen Job nicht vollständig aus.“

4. Wie soll die EU mit China umgehen?
(wiwo.de, Andreas Freytag)
In Europa gewinnt die China-Politik zunehmend an Bedeutung. Immer größer wird das Interesse an dem gigantischen Markt der Volksrepublik. Die Europäer sollten sich aus Sicht von Andreas Freytag aber ihrer eigenen wirtschaftlichen Stärke bewusst sein und nicht im Konflikt der USA und China aufreiben lassen: „Europäische Güter und der Marktzugang nach Europa sind attraktiv und sollten nicht verschleudert werden.“

5. Deutschland hat 45.000.000.000 Euro weniger Schulden
(faz.net)
Zum Jahresabschluss kann Deutschland eine positive Bilanz vorlegen: Die Schulden der öffentlichen Haushalte sind dank des wirtschaftlichen Aufschwungs kräftig gesunken – und zwar um 45 Milliarden Euro. Auch Arbeitnehmer können sich über die gute ökonomische Entwicklung freuen: Die Reallöhne sind laut Statistischem Bundesamt so stark gestiegen wie seit mehreren Jahren nicht mehr.

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