Jul 4, 2019
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5 vor 10: EZB, Italien, Mietendeckel, Tulpenkrise, Familienunternehmen

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Heute in den Linktipps: Die Zukunft der EZB, Italiens Verschuldung und Probleme mit dem Mietendeckel. Außerdem geht es um Hollands Tulpenkrise und die Kooperation von Familienunternehmen und Start-ups.


1. Politiker erobern die EZB – und gefährden dadurch die Unabhängigkeit der Notenbank
(nzz.ch, Michael Rasch)
Vier Jahre lang war Christine Lagarde Frankreichs Wirtschafts- und Finanzministerin, bevor sie zur Chefin des Internationalen Währungsfonds wurde. Nach dem Willen des Europäischen Rats soll sie nun die Führung der Europäischen Zentralbank übernehmen. Michael Rasch warnt vor einem unheilvollen Trend: „Immer mehr ehemalige Politiker rücken in den Rat von Europas führender Währungsbehörde. Dadurch verschwimmt die Trennung von Geldpolitik und Fiskalpolitik in der Euro-Zone.“

2. Populismus, den die Jugend bezahlt
(sueddeutsche.de, Ulrike Sauer)
Die italienische Regierung buhlt mit populistischen Ausgabenprogrammen um die Gunst der Bevölkerung. Trotz steigender Schulden will die EU nun vorerst auf ein Defizitverfahren verzichten. Aus Sicht von Ulrike Sauer wird Italiens Jugend für die Finanzpolitik bezahlen müssen. „Schon heute gibt Italien mehr Geld für die Zinsen auf Altschulden aus als für Bildung. Die niedrige Rate der Uniabsolventen ist eine der Folgen dieser Zukunftsvergessenheit.“

3. Spaniens Wohnungsmarkt sollte Deutschland eine Warnung sein
(wiwo.de, Marcel Grzanna)
Barcelona hat ein Problem, das die spanische Stadt mit vielen anderen Metropolen in Europa teilt: Die Mieten sind stark gestiegen, der Wohnraum ist knapp. Ein Grund für die Probleme liegt in der Politik vergangener Jahrzehnte: Lange waren Mieten gedeckelt und machten deshalb Investitionen in neue Wohnungen unattraktiv. Das Beispiel zeigt, was Berlin in Zukunft drohen könnte.

4. Die Legende von der Tulpenzwiebel
(tagesschau.de)
Die Tulpenkrise in den Niederlanden gilt als die erste große Blase: In der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts wurden die Blumen so begehrt, dass einzelne Tulpenzwiebel den Wert eines ganzen Hauses erreichten. Doch nach einem jahrelangen rasanten Preisanstieg kam der Einbruch auf den Märkten: Tulpen wurden nahezu wertlos. Über die Vorgänge haben sich seitdem viele Legenden gebildet. Historiker haben nun untersucht, was die wahren Auslöser des Crashs waren.

5. Altes Geld fördert neues Denken der Start-ups
(handelsblatt.com, Anja Müller)
Familienunternehmer gelten als die wichtigste Stütze der deutschen Wirtschaft. Entscheidend für künftiges Wachstum ist aber auch der Erfolg von Start-ups. Wenn beide Seiten miteinander kooperieren, hilft das am meisten, findet Anja Müller: „Immer mehr Familienunternehmen verstehen das und sind jetzt bereit, neben Geld auch sich selbst mit einzubringen. Solche Kooperationen jetzt schnell umzusetzen ist elementar, denn die Digitalisierung wartet nicht.“

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