Nov 4, 2019
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5 vor 10: Automatisierung, Wirtschaftsentwicklung, Protektionismus, Wohlfahrt, Großbritannien

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Heute in den Linktipps: Der unterschiedliche Effekt der Automatisierung der Arbeitswelt auf Männer und Frauen, neue Chancen und Risiken, die die Entwicklungspfade von Volkswirtschaften verändern können, die Neigung zum Protektionismus in Zeiten wirtschaftlichen Abschwungs, die Probleme beim Messen von Glück und Wohlfahrt und welche politischen Themen in Großbritannien wegen der Konzentration auf den Brexit liegen bleiben.


1. Betrifft Automatisierung Männer und Frauen gleichermaßen?
(hbr.org, Emma Martinho-Truswell)
Durch die Automatisierung wird sich die Arbeitswelt verändern. Doch wird der Wandel den gleichen Effekt auf alle Menschen haben? Viele Jobs wie etwa Kindergärtner oder Lkw-Fahrer haben sehr unterschiedliche Geschlechterverteilungen und sind unterschiedlich stark von der Automatisierung betroffen. Hinzu kommt noch das Geschlechterungleichgewicht unter KI-Programmierern, die eventuell unbewusst Bevorzugungen in Algorithmen einbauen. Emma Martinho-Truswell untersucht die unterschiedlichen Folgen der Automatisierung für Frauen und Männer

2. Neue Chancen und Risiken für Volkswirtschaften
(bloomberg.com, Tom Orlik, Scott Johnson und Alex Tanzi, englisch)
Nimmt man die vergangenen Jahre und Jahrzehnte als Vorbild, sind die Trends in der Entwicklung der Weltwirtschaft relativ leicht vorherzusagen: China, Indien und Vietnam steigen in der Liste der größten Volkswirtschaften weiter auf, Deutschland und Japan werden überholt. Doch so einfach ist es nicht. Der „New Economy Drivers and Disrupters Report” von Bloomberg analysiert neue Treiber und mögliche Stolperfallen in der Wirtschaftsentwicklung und zeigt, wie sie die prognostizierten Pfade verschiedener Länder verändern können.

3. Die Stunde der Nationalisten
(spiegel.de, Henrik Müller)
Der heraufziehende weltwirtschaftliche Abschwung könnte auch aus Handelsperspektive hässlich werden. Denn in Zeiten ökonomischer Krisen seien Gesellschaften anfällig für die Logik des Handelskriegs, schreibt Henrik Müller: Um Jobs zu retten und Wohlwollen in der Bevölkerung zu gewinnen, werden heimische Branchen gegen ausländischen Wettbewerb geschützt. Das verschafft dem jeweiligen Land aber bestenfalls kurzfristige Vorteile. Diese drohende Eskalation des Protektionismus würde besonders Deutschland treffen.

4. Die Schwierigkeit, soziale Wohlfahrt zu messen
(oekonomenstimme.org, Clemens Hetschko, Ronnie Schöb und Louisa von Reumont)
Die Messung von Glück ist ein kompliziertes Unterfangen. Soll die soziale Wohlfahrt anhand verschiedener Indikatoren für das Wohlbefinden der Menschen gemessen werden, muss geklärt werden, wie wichtig ihnen die einzelnen Indikatoren sind. Ein Messinstrument ist der Better Life Index der OECD. Dort können alle Menschen selbst über die Indikator-Gewichtung entscheiden. Ein Experiment von Clemens Hetschko, Ronnie Schöb und Louisa von Reumont zeigt allerdings, dass daraus keine zuverlässigen Maße resultieren.

5. Die Briten in ihrer politischen Trümmerlandschaft
(welt.de, Thomas Kielinger)
In Großbritannien dreht sich alles um den Brexit – so sehr, dass andere Probleme auf der Strecke bleiben. Seit sich das Land beim EU-Ausstieg festgefahren hat, hat die britische Regierung keines der drängenden Probleme des Landes angepackt: ob Wohnungsnot, das marode Gesundheitssystem oder die Misere der Schulen. Daran werde auch die Neuwahl wenig ändern, schreibt Thomas Kielinger.

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